27. Oktober 2020 / 21:50 Uhr

Trotz Erfolg in Moskau: FC Bayern hadert mit Leistung - Flick spricht von "dreckigem" Arbeitssieg

Trotz Erfolg in Moskau: FC Bayern hadert mit Leistung - Flick spricht von "dreckigem" Arbeitssieg

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der FC Bayern hat in Moskau einen mühevollen Auswärtssieg gefeiert. Hansi Flick bezeichnete den Erfolg gar als dreckig.
Der FC Bayern hat in Moskau einen mühevollen Auswärtssieg gefeiert. Hansi Flick bezeichnete den Erfolg gar als "dreckig". © Getty
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Zwei Spiele, sechs Punkte: Titelverteidiger FC Bayern München ist in der Champions League auf Achtelfinal-Kurs. Lokomotive Moskau hätte die Siegesserie des FCB in Europa jedoch beinahe gestoppt. Dementsprechend wenig begeistert waren Spieler und Verantwortliche von der eigenen Leistung.

Anführer Joshua Kimmich musste es richten: Der zuletzt so dominant aufgetretene FC-Bayern-Express ist am Dienstagabend zum nächsten Sieg in der Champions League getuckert. Der Nationalspieler sorgte am Dienstagabend mit seinem technisch anspruchsvollen Dropkick für einen knappen 2:1 (1:0)-Sieg bei Lokomotive Moskau, mit dem der Titelverteidiger in der russischen Hauptstadt als Tabellenführer die Weichen für das Achtelfinale stellen konnte. Dennoch waren die Bayern-Spieler und -Verantwortlichen nicht vollends zufrieden mit dem Auftritt. "Es war ein Arbeitssieg. Wir nehmen den so mit, auch wenn wir wissen, dass wir nicht brilliert haben. Wir müssen das Spiel früher entscheiden", sagte Kimmich bei DAZN.

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Bayern-Trainer Hansi Flick stimmte zu: "Es war ein Arbeitssieg, dreckig kann man auch dazu nehmen", meinte der Trainer des Jahres der UEFA - und lobte den Gegner: "Moskau hat es sehr gut gemacht, sie standen sehr tief und haben mit langen Bällen operiert. Sie haben uns das eine oder andere Mal weh getan." Der 2:1-Sieg sei "verdient" gewesen, "auch wenn es nicht ganz so klar war, wie wir uns das vorgenommen haben", so Flick weiter. Tatsächlich stellte Lok Moskau die Bayern vor einige Herausforderungen. Die lautstark unterstützten Gastgeber belohnten sich - nach dem Führungstreffer von Leon Goretzka in der ersten Halbzeit - im zweiten Spielabschnitt für ihre Gegenwehr und einen hohen läuferischen und kämpferischen Aufwand mit dem Ausgleichstor von Anton Mirantschuk in der 70. Minute.

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"Durch dieses 1:1 kamen wir in die Bredouille, hatten 15 bis 20 Minuten Schwierigkeiten", sagte Bayern-Keeper Manuel Neuer, ergänzte aber: "Immer kann man das aber nicht verteidigen." Seine Vorderleute leisteten sich etliche Nachlässigkeiten. Moskau konnte diese aber nur einmal bestrafen und verpasste so nach dem 2:2 im Auftaktspiel bei Red Bull Salzburg den zweiten Punktgewinn. Neuer lobte den Team-Sprit des Titelverteidigers in der Königsklasse, mahnte gleichzeitig aber auch: "Wir glauben immer an uns, das hat man in den letzten Wochen und Monaten gesehen. Der Spirit in der Mannschaft ist da. Darauf können wir uns aber nicht verlassen." Flick sieht es ähnlich: "Es ist so, dass man solche Spiele hat. Wenn man diese dann gewinnt, ist es umso schöner."