16. Oktober 2020 / 18:28 Uhr

Trotz Fehlstart: Keine Trainerdiskussion um Eutin-Trainer Jaacks vor Spiel gegen Todesfelde

Trotz Fehlstart: Keine Trainerdiskussion um Eutin-Trainer Jaacks vor Spiel gegen Todesfelde

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Dennis Jaacks (r.) steht mit seiner Mannschaft vor einer Mammutaufgabe.
Dennis Jaacks (r.) steht mit seiner Mannschaft vor einer Mammutaufgabe. © 54°/Felix König
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Ursprünglich hatten die Eutiner Verantwortlichen das Erreichen der Meisterrunde als Etappenziel für die neue Saison ausgegeben. Nach den letzten beiden nicht einkalkulierten Pleiten gegen die Aufsteiger FC Dornbreite (2:3) und TSV Pansdorf (2:4 nach 2:0-Führung) herrscht allerdings eher Ratlosigkeit am Waldeck, statt überschwängliche Euphorie.

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„Gegen Pansdorf war das Not gegen Elend. Wir haben uns nach der Pause von der Art des Gegners beeindrucken lassen und individuelle Fehler fabriziert“, blickt Ligamanager „Eddy“ Schultz sorgenvoll zurück. Spätestens nach dem „Bonusspiel“ gegen „Tofe“ (Sa., 14 Uhr) müsse man sich intern nochmals zusammensetzen, „um zu hinterfragen, woran es tatsächlich liegt? Wir haben jedenfalls keine Erklärung dafür.“

„Der Trainer steht bei uns nicht zur Disposition"

Am Trainer liegt es jedenfalls nicht, betont Schultz gegenüber dem LN-Sportbuzzer und nimmt Dennis Jaacks gleich aus der Schusslinie. „Der Trainer steht bei uns nicht zur Disposition. Wir werden keine übereilten Dinge unternehmen, sondern die Situation sachlich und ruhig aufarbeiten. Fest steht, dass Jaacks und sein Co-Trainer Finn Hartwig eine tolle Arbeit bei uns machen und die Mannschaft akribisch vorbereiten. Sie genießen unser Vertrauen.“ Bis auf wenige Ausnahme wie Torwart Nikolas Wulf und Youngster Kevin Hermann sei der Rest der Mannschaft laut Schultz offensichtlich nicht in der Lage, den vorgegebenen Matchplan umzusetzen. Vor allem von den erfahreneren Spielern wie Nikita Bojarinow und Leon Dippert muss jetzt mehr kommen.

Ausgerechnet jetzt kommt Todesfelde

Ausgerechnet jetzt kommt der Vorjahresstaffelsieger mit dem ehemaligen Eutiner Christian Rave (31, (Januar bis Juli 2010 und Januar 2015 bis Januar 2019) zum Waldeck, gegen den man letzte Saison 0:2 verloren hat. „Todesfelde ist für mich die individuell beste Mannschaft der Liga“, sagt Jaacks. „Sie können sich eigentlich nur selbst schlagen. Wir werden uns aber nicht kampflos aufgeben. Schließlich erwartet von uns keiner etwas. Das kann eine Chance sein. Wir können befreit aufspielen und uns als Kollektiv festigen.“ Vor einem Comeback stehen die lange verletzten Tim Schüler und Kapitän Sebastian Witt, die beide gegen Pansdorf schon im Kader standen. „Basti fühlt sich gut und ist als Erfahrungsspieler natürlich sehr wichtig von uns. Gerade weil wir davon leider nicht allzu viele auf dem Platz haben“, sagt Jaacks über das Geburtstagskind (wurde am Freitag 28 Jahre alt). Auf Publikumsliebling Kevin Hübner müssen die Eutiner dagegen vorerst verzichten, bei „Hübi“ wurde ein Muskelfaserriss diagnostiziert.

FC Dornbreite feiert gegen Eutin 08 ersten Saisonsieg (10.10.2020)

FCD-Neuzugang Veysel Kara (l.) avancierte gegen Eutin zum Matchwinner, indem er bei seinem Debüt prompt einen Doppelpack schnürte. Zur Galerie
FCD-Neuzugang Veysel Kara (l.) avancierte gegen Eutin zum Matchwinner, indem er bei seinem Debüt prompt einen Doppelpack schnürte. ©

Todesfelde gelang beim 4:0-Heimerfolg über Preußen Reinfeld vergangene Woche der zweite Sieg in Folge nach dem 1:3-Dämpfer gegen den SV Eichede. Mangelnde Chancenverwertung hielt die Partie gegen Reinfeld zwar lange Zeit offen, doch Teamchef Sven Tramm spricht dennoch von einem „sicheren Spiel“ und verweist auf lediglich eine zugelassene Torchance. Entsprechend gut drauf sei die Mannschaft, die am Dienstagabend wieder in die Trainingswoche zur Vorbereitung auf Eutin 08 startete.

Serkan Rinal Gast bei Pansdorf-Pleite

Bei der Eutiner Heimpleite gegen Pansdorf schaute Todesfeldes Sportlicher Leiter Serkan Rinal zu, unterrichtete Tramm tags drauf von den Rosenstädtern. „In der ersten Halbzeit war Eutin bärenstark, hat im zweiten Durchgang dann jedoch alles vermissen lassen. Grundsätzlich ist das trotzdem eine gute Mannschaft, die gut sortiert ist und Fußball spielen will“, betont Tramm und warnt vor allem vor Dippert und Paul Meins, auf denen beim Gegner zwar das Hauptaugenmerk zu legen sei, man dennoch wie nur auf sich selbst schaue.

Einsatz von Sirmais auf der Kippe

Die Personaldecke bleibt jedoch weiterhin dünn. Linksverteidiger Cedric Szymczak weilt im Urlaub, Lennard Koth fällt mit Muskelfaserriss aus. Ob Henrik Sirmais, der sich beim Warmup gegen Reinfeld am Oberschenkel verletzte, wieder zur Verfügung steht, ist fraglich. Genauso wie der Einsatz von Abwehrkante Kai-Fabian Schulz, der sich mit einem eingeklemmten Nerv im Rücken herumplagt. Die Langzeitausfälle Florian Petzold und Joshua Frankenstein stehen ebenfalls noch nicht wieder zur Verfügung.

Kevin Benner zieht es nach "Kaki"

Dass sich Kevin Benner kurz vor Ende der Transferperiode überraschend zu einem Vereinswechsel hinreißen ließ, kommt für die SVT-Elf erschwerend hinzu. Der jüngere Bruder des in der Sommerpause zu Barmek-Uhlenhorst abgewanderten Keepers Lukas Benner (ehemals Eutin 08) fehlte die letzten Wochen wegen eines Bänderrisses und entschied sich nun kurzfristig für den Wechsel zur Kaltenkirchener TS in die Verbandsliga. „Einen richtigen Grund hat er mir nicht genannt. Anscheinend hat er sich belabern lassen. Das ist ärgerlich, weil er ein talentierter Spieler ist. Ich hätte ihm zugetraut, in ein, zwei Jahren zum Stammpersonal zu gehören!“ GIE/fh