06. März 2022 / 10:00 Uhr

Trotz großer Leipzig-Liebe: Freiburgs Coach Streich will im Pokal nicht zu RB

Trotz großer Leipzig-Liebe: Freiburgs Coach Streich will im Pokal nicht zu RB

Antje Henselin-Rudolph
Leipziger Volkszeitung
Auf ein Gastspiel bei RB Leipzig im DFB-Pokal-Halbfinale hätte SC Freiburgs Trainer Christian Streich keine so große Lust.
Auf ein Gastspiel bei RB Leipzig im DFB-Pokal-Halbfinale hätte SC Freiburgs Trainer Christian Streich keine so große Lust. © Getty Images
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Wenn der SC Freiburg zu RB Leipzig reist, schlagen zwei Herzen in der Brust von SCF-Coach Christian Streich. Der Trainer gerät beim Gedanken an die Stadt an der Pleiße regelrecht ins Schwärmen. Sportlich tut er sich mit seinem Team bei den Sachsen aber stets schwer. Im DFB-Pokal-Halbfinale will er deshalb nicht hierher.

Leipzig. Union Berlin, Hamburger SV oder SC Freiburg: Auf einen dieser drei Clubs wird RB Leipzig im Halbfinale des DFB-Pokals treffen. Wie genau der Gegner heißen wird, entscheidet sich am Sonntagabend. Dann steigt um 19.15 Uhr im Rahmen der ARD-Sportschau die Auslosung für die Runde der letzten Vier.

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„Wahrscheinlich werde ich in meinem Leben hier nicht mehr gewinnen“

Wenn es nach Freiburgs Trainer Christian Streich geht, dann bleiben die Breisgauer den Sachsen erspart, oder besser gesagt andersrum. „Das wäre jetzt kein so schönes Los, vor allem nicht in Leipzig“, meinte der Coach des SCF nach dem 1:1 (0:1) seiner Elf in der Red Bull Arena. Streichs Bilanz in der Messestadt ist ausbaufähig. Bei sieben Gastspielen (eines davon in der zweiten Liga) gelang ihm mit seiner Elf noch kein Sieg hier. Drei Unentschieden und vier Niederlagen stehen zu Buche.

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Glücklicher Punktgewinn RB Leipzig: Die Tedesco-Elf und der SC Freiburg trennen sich im Duell um die Champions League-Ränge 1:1-Unentschieden. Zur Galerie
Glücklicher Punktgewinn RB Leipzig: Die Tedesco-Elf und der SC Freiburg trennen sich im Duell um die Champions League-Ränge 1:1-Unentschieden. ©

Am Samstag waren seine Jungs nah dran. Mit einer taktisch unheimlich disziplinierten Leistung, einen geduldigen, engen und konzentrierten Defensive sahen sie bis zur 90. Minute wie der Gewinner aus. Ermedin Demirovic hatte nach 38 Minuten die zweite Gelegenheit und beinahe letzte Gelegenheit der Breisgauer zur Führung genutzt. Angelino gelang kurz vor Ultimo nach einer starken RB-Schlussviertelstunde dann doch noch der verdiente Ausgleich. „Wahrscheinlich werde ich in meinem Leben hier nicht mehr gewinnen, aber das ist dann auch nicht so schlimm“, kommentierte Streich, der seine Kicker für ihren couragierten Auftritt in den höchsten Tönen lobte.

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„Ich finde diese Stadt außergewöhnlich toll“

Weil es im Pokal-Halbfinale dann natürlich doch irgendwie schlimm wäre, nicht zu gewinnen, möchte der 56-Jährige dieses spezielle Los gern vermeiden. Abseits der sportlichen Ergebnisse weiß Streich die Reise an die Pleiße übrigens stets sehr zu schätzen. „Was schön ist, ist natürlich, in diese Stadt zu kommen. Das habe ich gestern wieder genossen und bin in die verschiedenen Kirchen gegangen“, erzählte er am Samstag. Vom Pentahotel, wo die Freiburger Quartier bezogen, ist es nicht weit in die Innenstadt, in Nikolai- und Thomaskirche. „Ich finde diese Stadt außergewöhnlich toll. Ich komme wahnsinnig gern hier her“, schwärmte der SCF-Trainer. „Auch zum Fußball spielen. Aber zum Gewinnen bis jetzt noch nicht.“

Wenn das Los am Sonntagabend dann doch RB lauten sollte, käme den Breisgauern sicher ein Begegnung auf heimischem Geläuf deutlich gelegener. Denn dort stehen die Chancen des SC deutlich besser. Viermal gewannen die ihr Heimspiel gegen Leipzig, nur zweimal unterlagen sie, einmal endete die Partie unentschieden.