14. November 2019 / 20:51 Uhr

Trotz Hammerleistung: SC DHfK Leipzig muss sich Rhein-Neckar Löwen geschlagen geben

Trotz Hammerleistung: SC DHfK Leipzig muss sich Rhein-Neckar Löwen geschlagen geben

Antje Henselin-Rudolph
Leipziger Volkszeitung
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Bitter! Der SC DHfK muss sich vor heimischem Publikum in letzter Sekunde geschlagen geben. Am Ende heißt es 28:29 gegen die Rhein-Neckar Löwen. © Dirk Knofe
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Da war definitiv mehr drin. 28:29 mussten sich die Bundesliga-Handballer aus der Messestadt dem Starensemble um Uwe Gensheimer geschlagen geben. Nach dem verlorenen Derby gegen Magdeburg gab es erneut eine kalte Dusche in den Schlusssekunden.

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Leipzig. Zum zweiten Mal in Folge ganz nah dran, zum zweiten Mal in Folge am Ende der Verlierer: Die Handballer des SC DHfK Leipzig lieferten den Rhein-Neckar Löwen am Donnerstagabend einen mitreißenden Kampf, der keine Wünsche offen ließ und an dessen Ende doch ein 28:29 (16:15) stand. 4753 Zuschauer hatten ihre Grün-Weißen zuvor auf unglaubliche Weise getragen.

DURCHKLICKEN: Bilder vom Duell mit den Löwen

Bitter! Der SC DHfK verliert das Spiel gegen die Rhein-Neckar Löwen in letzter Sekunde mit 28:29. Zur Galerie
Bitter! Der SC DHfK verliert das Spiel gegen die Rhein-Neckar Löwen in letzter Sekunde mit 28:29. © Dirk Knofe
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Was war das für eine erste Halbzeit? Der SC DHfK legte einen Hammerbeginn hin, 3:0 nach drei Minuten. Die Löwen, sie sahen zwischenzeitlich richtig alt aus. Wie schon im Derby gegen Magdeburg Michael Damgaard nahm die Haber-Sieben mit Andy Schmid den zentralen Akteur der Gäste gut aus dem Spiel. Die Hausherren verteidigten schnell und extrem mobil. Weiteres dickes Plus: Keeper Jens Vortmann war sofort mittendrin im Geschehen, lieferte vor allem in der Anfangsphase Parade um Parade. Sein Gegenüber Mikael Appelgren ging nach 13 Minuten glücklos raus, machte Platz für Andreas Palicka.

„Wir brauchen euch“

Doch trotz der grün-weißen Abgezocktheit, der ganz starken Vorstellung: Die zwischenzeitliche Vier-Tore-Führung (9:5 nach 16. Minuten) schmolz allmählich, bis zur Pause auf 16:15. Der simple Grund: Weltklasse lässt sich nie ganz ausschalten. Und davon brachten die Löwen reichlich mit nach Leipzig. Gensheimer, Mensah Larsen, Kohlbacher, Guardiola, Groetzki und und und: Höchste spielerische Qualität war auf jeder Position nicht nur einfach, sondern gleich doppelt vorhanden. Eine Führung als Ruhekissen? Angesichts dessen utopisch.

DURCHKLICKEN: Die Stimmen zur 28:29-Heimniederlage des SC DHfK Leipzig

André Haber (Trainer SC DHfK): Heute ist es eher bitter als traurig. In der ersten Viertelstunde haben wir ganz ganz viel richtig gemacht. Das hat uns Selbstvertrauen gegeben, da haben wir die Halle abgeholt. Mir war das eine Tor zur Halbzeit zu wenig. Zwischen der 36. und 46 Minute schmeißen wir es dann weg, haben einen 0:6-Lauf. Es war beeindruckend, wie gnadenlos die Löwen da agiert haben. Aber das ist passiert, weil wir es zugelassen haben. Ich habe da keine Leistungsexplosion der Löwen gesehen. Und das, was dann die letzten Minuten abläuft, ist einfach nur begeisternd. Das gibt mir das Gefühl, das wir hier zu Hause alles schaffen können. Zur Galerie
André Haber (Trainer SC DHfK): "Heute ist es eher bitter als traurig. In der ersten Viertelstunde haben wir ganz ganz viel richtig gemacht. Das hat uns Selbstvertrauen gegeben, da haben wir die Halle abgeholt. Mir war das eine Tor zur Halbzeit zu wenig. Zwischen der 36. und 46 Minute schmeißen wir es dann weg, haben einen 0:6-Lauf. Es war beeindruckend, wie gnadenlos die Löwen da agiert haben. Aber das ist passiert, weil wir es zugelassen haben. Ich habe da keine Leistungsexplosion der Löwen gesehen. Und das, was dann die letzten Minuten abläuft, ist einfach nur begeisternd. Das gibt mir das Gefühl, das wir hier zu Hause alles schaffen können." ©

Die Aufmerksamkeit hochhalten, ebenso das Tempo, die Konzentration und auf Fehler des Starensembles hoffen – das musste demnach der Plan für Halbzeit zwei sein. Der ging auch zunächst auf. Aber dann war er doch da der Moment, in der 39. Minute: die erste Löwen-Führung, passenderweise erzielt vom bis dato trefferlosen Schmid. Und mir nichts dir nichts leuchtete da ein 19:23 auf dem Videowürfel. DHfK-Coach Haber zückte die grüne Karte, Auszeit. Schnell ein paar Anweisungen, etwas Taktik und: „Wenn wir jetzt nochmal rankommen, brennt die Halle.“ Hallensprecher Sascha Röser sekundierte. „Wir brauchen euch“, schrie er ins Mikro. Noch 15 Minuten zu gehen.

Herzinfarktgefahr pur!

Die Halle lieferte. Pfeifen, Tröten, Klatschpappen – Höllenlärm. WAS! FÜR! EIN! HANDBALLABEND! Die Hausherren saugten sich auf zwei Tore ran. Dann Einsatz der Unparteiischen: Strafen für Philipp Müller und Marko Mamic, doppelte Unterzahl. Doch wie ein kleiner unartiger Wadenbeißer blieben sie dran die Grün-Weißen, hartnäckig, voller Leidenschaft, getragen von über 4000 Fans, die bei Philipp Webers 28:28 völlig außer Rand und Band gerieten. Herzinfarktgefahr pur! Dann noch einmal Alexander Petersson. 28:29. Und keine Antwort mehr.

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Leipzig: Vortmann; Birlehm; Semper (3); Wiesmach (4); Witzke; Krzikalla (2/2); Binder (6); Janke (3); Müller; Roscheck; Weber (4); Mamic (5); Gebala (1); Milosevic; Kristjansson; Santos.

Löwen: Appelgren; Palicka; Schmid (4); Gensheimer (6/1); Kirkelokke; Lagarde (1); Abutovic; Mensah Larsen (4); Fäth; Groetzki (1); Guardiola (1); Petersson (5); Nielsen (1); Ganz; Kohlbacher (6).

Siebenmeter: Leipzig 2/2, Mannheim 1/2.

Zeitstrafen: Leipzig 4; Mannheim 4.

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