09. März 2020 / 09:35 Uhr

Trotz Hopp-Beleidigungen: 1. FC Köln streicht Choreo-Klausel und haftet für Fan-Vergehen

Trotz Hopp-Beleidigungen: 1. FC Köln streicht Choreo-Klausel und haftet für Fan-Vergehen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bei Fan-Choreografien hafteten seit 2019 die Anmelder. Diese Klausel nahm der 1. FC Köln nun zurück.
Bei Fan-Choreografien hafteten seit 2019 die Anmelder. Diese Klausel nahm der 1. FC Köln nun zurück. © imago images/Team 2/Beautiful Sports/Montage RND
Anzeige

Der 1. FC Köln macht einen Schritt auf seine Fans zu. In der aufgeregten Diskussion über die Kritik der Anhänger an Dietmar Hopp und dem DFB hat der 1. FC Köln eine Choreo-Klausel gestrichen. Bei Vergehen haftet nun wieder der Verein - und nicht eine Einzelperson.

Anzeige

In der aufgeregten Fan-Diskussion in den vergangenen Wochen trifft der 1. FC Köln eine Entscheidung, die seinen Fans zugute kommt. Eine bei Fans ungeliebte Klausel wird vom Verein nun gestrichen. Damit geht der "Effzeh" einen Schritt auf seine Fans zu.

Anzeige
Mehr vom SPORTBUZZER

Der 1. FC Köln schafft nämlich eine Choreo-Klausel ab und setzt damit ein Wahlversprechen des neuen Kölner Vorstands um Präsident Werner Wolf um. Darum geht es: Der 1. FC Köln hatte 2016 eine Klausel eingeführt, nach der der Anmelder einer Choreografie im Rhein-Energie-Stadion auch für eventuelle Verfehlungen haften muss. Dies wurde eingeführt, nachdem die Ultra-Gruppe Wilde Horde in einer Choreo gewaltverherrlichende Bilder zeigten.

Wird also während einer großen Choreo Pyrotechnik gezündet oder eine Beleidigung zu sehen sein - hätte der 1. FC Köln die Strafe des DFB auf den Anmelder der Choreo abwälzen können. Durch die Streichung der Choreo-Klausel haftet nun wieder der Verein für Vergehen seiner Fans.

25 ehemalige Spieler des 1. FC Köln und was aus ihnen wurde

Podolski, Scherz und Co.. Was machen die ehemaligen Köln-Stars eigentlich heute? Erfahrt es hier! Zur Galerie
Podolski, Scherz und Co.. Was machen die ehemaligen Köln-Stars eigentlich heute? Erfahrt es hier! ©

"Grundlage ist ein externes Rechtsgutachten, nach dem die bisherige Klausel nicht erforderlich ist", sagte Vizepräsident Dr. Carsten Wettich laut Bild. "Bei Verstößen tragen die Verursacher die Konsequenzen." Bedeutet: Grundsätzlich bleibt also alles beim alten. Allerdings sind die Einzeltäter - etwa bei Vorfällen wegen Pyrotechnik - nur selten ausfindbar zu machen.