28. Juli 2021 / 11:58 Uhr

Trotz kleiner Probleme: Vorbereitung der Sachsenligisten läuft gut

Trotz kleiner Probleme: Vorbereitung der Sachsenligisten läuft gut

Frank Müller
Leipziger Volkszeitung
SG Taucha
Die SG Taucha konnte das Testspiel gegen den FC Grimma mit 3:2 gewinnen. © Karsten Hannover
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Neben dem SSV Markranstädt befinden sich auch Blau-Weiß Leipzig, SG Taucha und Kickers Markkleeberg mitten in der Vorbereitung auf die kommende Saison. Die Vereine sind bisher zufrieden und auch die Testergebnisse waren passabel. 

Leipzig. Am zweiten August-Wochenende startet die Fußball-Sachsenliga in die neue Punktspielsaison, unter den 20 Vereinen sind mit dem SSV Markranstädt, über dessen Vorbereitung wir schon geschrieben haben, Blau-Weiß Leipzig, die SG Taucha sowie Kickers Markkleeberg vier aus Leipzig und Umfeld. Bereits eine Woche zuvor steigt, quasi als Aufgalopp, die erste Runde um den Landespokal.

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Nicht so jedoch für die Kickers, denn die Markkleeberger genießen da noch ein Freilos. Was Trainer Christian Sund allerdings gar nicht so recht ins Konzept passt: „Eigentlich ist ja ein solches Pflichtspiel ein guter letzter Test vor den Punktspielen“, begründet er. Um dennoch im Testrhythmus zu bleiben, haben die Kickers ein Match gegen den am 7./8. August ebenfalls spielfreien Landesklassisten ESV Delitzsch vereinbart.

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Mit der bisherigen Vorbereitungsphase ist Sund zufrieden. Einem achtbaren 1:6 gegen Regionalligist Chemie Leipzig folgte ein 5:0 gegen Roter Stern, ein 5:3 gegen Radefeld und ein 1:3 gegen den sachsen-anhaltischen Verbandsligisten Ammendorf. Am Wochenende gibt es das einzige Testspiel daheim, Oberligist VfL Halle tritt im „Ugi“ an.

Taucha mit guten Testergebnissen

Verstärkt haben sich die Markkleeberger mit zwei guten Torleuten: Steven Braunsdorf, der einst beim 1. FC Lok kickte, nun von Hertha 06 aus Berlin-Charlottenburg kommt, sowie mit Pascal Kretschmar von Olympia 1896. Auch über den Zugang Eric Berger vom 1. FC Merseburg freut sich der Coach. „Ansonsten ist die Truppe größtenteils zusammengeblieben.“ Eventuell gibt es eine weitere Neuverpflichtung.

Deren vermeldet die SG Taucha gleich fünf, mit Hamin Park einen von den Kickers. Dazu Marcel Hommel von Union Sandersdorf, Luca Klatt vom Greifswalder FC, Emilio Mondero Luis aus Eilenburg und Steffen Scheunpflug vom FC Blau-Weiß. Verlassen hat die SGT 99 Alexander Kaiser, der sich dem Radefelder SV angeschlossen hat.

Die Tauchaer Testergebnisse sind noch besser als die der Konkurrenten. Trainer Marcus Jeckel lobt: „Ich muss der Mannschaft ein großes Kompliment aussprechen, alle sind fit aus der Zwangspause gekommen, haben das Trainingsprogramm ernstgenommen.“ Zudem wachse das Team immer mehr zusammen. „Man sieht auf dem Platz, dass sich Jung und Alt immer besser verstehen, dass ein ordentliches Teamgefüge entsteht“, so Jeckel und betont: „Jeder wird gebraucht, das soll auch jeder spüren.“


Kaplick sieht Spielplan kritisch

Bei Blau-Weiß bedauert man den Abgang von Verteidiger Scheunpflug, aber Coach Olaf Kaplick versteht ihn zugleich, weil die Bedingungen in Taucha einfach besser seien. „Das ist schwer zu kompensieren“, glaubt Kaplick, der zudem den beruflich begründeten Weggang Jorma Depkes verkraften muss. „Uns bieten sich aber einige Spieler an, von denen es ein, zwei schaffen können, zu echten Verstärkungen zu werden.“ Und so probiert der Coach noch neue Akteure aus. „Die Vorbereitung war bislang okay, auch wenn nicht immer alle da sein können.“ Ein Problem, dass alle Amateur-Vereine kennen.

Den Spielplan mit 20 Teams sieht Kaplick kritisch: „Ich hätte vorübergehend lieber in zwei Staffeln gespielt, mit weniger Spielen. Denn ich befürchte, dass wir die Saison wegen eventueller Corona-Pausen wieder nicht zu Ende bekommen.“ Doch der Verband sei auf seinen Vorschlag nicht eingegangen, wodurch es nun weniger Raum für Nachholspiele gibt. Die Liga wird erst nach der Hinrunde mit 19 Spieltagen geteilt, dann wird in Auf- und Abstiegsrunde die Rückrunde mit dann neun Spieltagen ausgetragen.