01. Juni 2021 / 21:48 Uhr

Trotz Kritik an Verlegung: Präsident Bolsonaro sichert Copa América in Corona-Brennpunkt Brasilien zu

Trotz Kritik an Verlegung: Präsident Bolsonaro sichert Copa América in Corona-Brennpunkt Brasilien zu

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro sicherte die Austragung der Copa America in Brasilien zu.
Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro sicherte die Austragung der Copa America in Brasilien zu. © IMAGO/Fotoarena/ZUMA Wire (Montage)
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Die Verlegung der Copa América in das arg von der Corona-Pandemie betroffene Brasilien hatte viel Kritik hervorgerufen. Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat die Austragung des Turniers in seinem Heimatland nun jedoch zugesichert und auf das bestehende Hygiene-Protokoll verwiesen.

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Trotz der Kritik an der Verlegung der Copa América in den Corona-Brennpunkt Brasilien hat der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro die Austragung des Turniers zugesichert. "Soweit es von mir abhängt, von allen Ministern, einschließlich des Gesundheitsministers, steht es bereits fest, es wird sie (die Copa América in Brasilien) geben", sagte Bolsonaro zu Anhängern, wie das Nachrichtenportal G1 am Dienstag berichtete.

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Das Hygiene-Protokoll sei das gleiche wie in den Klub-Wettbewerben Copa Libertadores oder Copa Sul-Americana, in deren Rahmen derzeit Spiele in Brasilien stattfinden. Der kontinentale Fußballverband CONMEBOL hatte am Montag nach dem Aus von Kolumbien und Argentinien als Ausrichter zwei Wochen vor dem Turnierstart Brasilien als neuen Gastgeber bekanntgegeben. Die Conmebol bedankte sich dabei bei Bolsonaro, "die Türen dieses Landes (...) zu öffnen".

Einige Stunden später sagte Brasiliens Stabschef Luiz Eduardo Ramos dagegen, dass das Land noch keine formelle Vereinbarung zur Ausrichtung des Turniers unterzeichnet habe. Die Copa América soll vom 13. Juni bis 10. Juli ausgetragen werden.

Brasilien stark von Corona-Pandemie betroffen

Die Verlegung nach Brasilien hatte für Kritik gesorgt. Einige Gouverneure lehnten die Austragung von Spielen in ihren Bundesstaaten ab. Brasilien, das erst im Januar mit Impfungen begann, ist besonders stark von der Pandemie betroffen: Bislang haben sich im größten Land Lateinamerikas mehr als 16,5 Millionen Menschen nachweislich infiziert, über 460 000 Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

Rechtspopulist Bolsonaro, der das Coronavirus verharmlost, hatte die Aussetzung der nationalen Wettbewerbe wegen der Pandemie im vergangenen Jahr als "Hysterie" bezeichnet und sich für eine zügige Rückkehr des Fußballs eingesetzt.