12. April 2021 / 17:00 Uhr

Trotz Leipziger Playoff-Aus: IceFighters Hofverberg und Israel ziehen positive Saisonbilanz

Trotz Leipziger Playoff-Aus: IceFighters Hofverberg und Israel ziehen positive Saisonbilanz

Stephanie Riedel
Leipziger Volkszeitung
Die IceFighters Moritz Israel (l.) und Esbjörn Hofverberg wollen in der kommenden Saison wieder vor Fans angreifen. 
Die IceFighters Moritz Israel (l.) und Esbjörn Hofverberg wollen in der kommenden Saison wieder vor Fans angreifen.  © Christian Modla
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Kultspieler Esbjörn Hofverberg und Stürmer Moritz Israel haben das Playoff-Aus ihrer IceFighters Leipzig am Sonntag von der Tribüne aus verfolgt. Die Kufencracks waren traurig, blicken jedoch zufrieden auf die Saison und freuen sich auf die neue Spielzeit.

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Leipzig. Die EXA IceFighters Leipzig sind in die Sommerpause gestartet. Nach zwei verlorenen Partien im Best-of-3-Modus endete Sonntagabend die Playoff-Serie gegen die Crocodiles Hamburg. Am Sonntagabend traf sich die Mannschaft der Saison 2020/21 zum letzten Mal.

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Kurze Playoff-Serie

Auf der fast leeren Tribüne sah am Sonntag Esbjörn Hofverberg die 3:6-Niederlage seiner Icefighters. Der 50-Jährige hatte sich Ende November beim 0:4 im Derby gegen die Saale Bulls eine dreifache Fraktur im Fuß zugezogen. Das bedeutete das vorzeitige Saisonaus für den Routinier. „Mir geht es gut“, sagt er jetzt. Aber nichts sei schlimmer, als nicht Eishockey spielen zu können, gibt der Oldie zu. Wie sehr hat der erfahrene Abwehrspieler den Icefighters im Team gefehlt?

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„Esa fehlt uns vor allem als Mensch und in der Kabine“, antwortet Moritz Israel – am Sonntag ebenfalls Zuschauer. Linksschütze „Esa“ sei immer für Witze und Streiche aufgelegt. So erschien Hofverberg während eines Mannschafts-Meetings im Weihnachtsmannkostüm, verrät der 25-jährige Israel grinsend.

Beim ersten Playoff-Aufeinandertreffen gegen sein Ex-Team (zweieinhalb Jahre spielte er bei den Crocodiles) am Freitag handelte sich der Stürmer eine Disziplinarstrafe ein und war für Spiel zwei auf eigenem Eis gesperrt. Weshalb sein Ausfall „weh tat“. Das Playoff-Aus nach einer nur kurzen Serie sei deprimierend. „Das steckt man nicht einfach weg“, gibt der Offensivmann zu. Doch die schlechte Stimmung in der Kabine sei nach ein, zwei Bier passé gewesen.

Siebter Mann fehlt

Weniger schmerzlich fällt Israels Saisonbilanz aus. Denn die sei durchaus positiv. „Wir sind da, wo wir hinwollten und hingehören.“ Die Mannschaft habe mehr Spiele gewonnen als verloren. Sieht auch Hofverberg so: „Das erklärte Ziel Playoffs haben wir erreicht.“ Und das mit einem Team, das sich trotz vier Langzeitverletzter, Corona-Zwangspause und zeitweise mit einem Mini-Kader erfolgreich durch die Meisterrunde auf Rang sechs spielte.

Den beiden Kufencracks fehlte allerdings der siebte Mann neben dem Eis. „Man spielt für die Fans“, sagt Israel. „Gerade bei engen Spielen können die Fans noch mal zehn Prozent an Energie herauskitzeln und dafür sorgen, dass ein Spiel gedreht wird.“ Im zweiten Playoff-Duell gegen Hamburg wäre das wichtig gewesen, ergänzt Kollege Hofverberg. „Hätte, hätte, Fahrradkette“, zitieren beide einen Lieblingsspruch ihres Trainers Sven Gerike in Anlehnung an Peer Steinbrück.

Moritz Israel und Esbjörn Hofverberg starten nun in die Sommerpause. Hofverberg hofft auf baldiges Abschlagen mit Golfbällen. „Esa ist ja nur auf dem Golfplatz – und schläft auch da“, weiß Israel. Er selbst fährt in die Heimat nach Zittau und wird sich dort auf die neue Saison vorbereiten. „Wir hoffen, dass es pünktlich losgeht, und freuen uns auf die Fans.“