03. Oktober 2021 / 18:20 Uhr

Trotz Niederlage in Chemnitz: FC Eilenburg verlässt erhobenen Hauptes den Platz

Trotz Niederlage in Chemnitz: FC Eilenburg verlässt erhobenen Hauptes den Platz

Susan Stephan
Leipziger Volkszeitung
Eilenburgs Torwart Andreas Naumann macht sich gegen den Chemnitzer Kilian Pagliuca erfolgreich ganz breit. 
Eilenburgs Torwart Andreas Naumann macht sich gegen den Chemnitzer Kilian Pagliuca erfolgreich ganz breit.  © Sven Leifer/imago
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Eine Halbzeit lang konnte der FC Eilenburg den Chemnitzer FC in Schach halten, verlor aber am Ende mit 0:2. Doch angesichts der Ausgangslage kann die Knaubel-Truppe durchaus zufrieden sein.

Chemnitz. Der FC Eilenburg macht drei Kreuze: Nach den beiden deftigen Auswärtspleiten in Altglienicke und in Cottbus wurde die schwarze Torserie in Chemnitz gestoppt. Am Sonntag verloren die Schützlinge von Nico Knaubel nur mit 0:2 (0:0). Ein Ergebnis, mit dem die Eilenburger angesichts der Ausgangslage absolut zufrieden sein durften.

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„Ich finde es beachtlich, wie die Mannschaft die Dinge weggesteckt hat“, sagte Knaubel, der mit seinen Jungs unter der Woche in den Dialog gegangen ist. „Der Krieg ist nicht verloren, nur eine Schlacht“, sagte er nach dem Spiel sichtlich stolz auf sein Team. Dass es schwer werden würde, etwas Zählbares mitzunehmen war allen klar. Insofern zählte es einfach nur, nicht unterzugehen. Und das schaffte die Mannschaft in Chemnitz.

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In der ersten Halbzeit kann der FC Eilenburg dem Chemnitzer FC noch Paroli bieten. Doch am Ende verliert die Knaubel-Truppe mit 0:2. Zur Galerie
In der ersten Halbzeit kann der FC Eilenburg dem Chemnitzer FC noch Paroli bieten. Doch am Ende verliert die Knaubel-Truppe mit 0:2. ©

War das Team in Cottbus noch in Einzelteile auseinandergefallen, hielt es am „Tag der deutschen Einheit“ zusammen. So war der Chemnitzer FC zwar über die gesamte Spielzeit das tonangebende Team, doch Eilenburg stand defensiv deutlich besser, überstand einige brenzlige Situationen und hatte mit Andreas Naumann wieder einen überragenden Keeper zwischen den Pfosten. Naumann rettete schon nach wenigen Sekunden gegen Caciel, hielt später auch gegen Aigner und schaute auch den Freistoß von Zickert (Außenpfosten) heraus. Auch wenn die fast 2000 Zuschauer Einbahnstraßen-Fußball sahen, hielt die Null.

Freitag im Pokal gefordert

Zum Ende der ersten Halbzeit wagten sich die Eilenburger, die wieder auf acht Stammspieler verzichten mussten, auch mal in die gegnerische Hälfte. Nach einem Diagonalpass auf Pascal Sauer, hatte dieser Probleme bei der Ball An- und Mitnahme. Bekommt Sauer diesen Ball kontrolliert, wäre er allein auf CFC-Keeper Jakubov zugelaufen. Hätte, wenn und aber. Mit dem 0:0 zur Pause konnte der FCE gut leben, was Knaubel dann aber ärgerte, war der Treffer unmittelbar nach Wiederanpfiff. Caciel überwand Naumann aus gut 14 Metern (48.).

Eilenburg ließ sich vom Rückstand aber nicht beeindrucken und spielte stattdessen deutlich mutiger nach vorn. Zum Abschluss kamen die Nordsachsen aber nicht und so musste Jakubov nicht einen gefährlichen Schuss abwehren. Dennoch lebte bis zur 79. Minute die Hoffnung, dann aber bestrafte Freiberger einen Fehler im Aufbauspiel von Toni Majetschak mit seinem Tor zum 2:0. Das Spiel war entschieden. Der hochverdiente Sieg der CFC-Profis war perfekt, doch die Eilenburger verließen die Arena diesmal erhobenen Hauptes. „Der Charakter der Mannschaft ist sehr positiv. Jetzt haben wir 14 Tage Zeit, um ein paar Leute zurückzuholen .“ Erst am 17. Oktober geht es für die Eilenburger in der Liga gegen Halberstadt weiter. Am kommenden Freitag ist das Knaubel-Team im Pokal in Markranstädt gefordert.