12. August 2021 / 18:38 Uhr

Trotz Protesten von Barcelona und Real Madrid: Spanische Klubs billigen Milliarden-Deal der La Liga

Trotz Protesten von Barcelona und Real Madrid: Spanische Klubs billigen Milliarden-Deal der La Liga

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
LaLiga-Boss Javier Tebas: Sein umstrittener Milliardendeal mit einem Investor aus Luxemburg wurde von den Profiklubs gebilligt.
LaLiga-Boss Javier Tebas: Sein umstrittener Milliardendeal mit einem Investor aus Luxemburg wurde von den Profiklubs gebilligt. © IMAGO / ZUMA Wire (Montage)
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Der umstrittene Milliardendeal der spanischen La Liga mit einem luxemburgischen Investor ist trotz Protesten von Real Madrid und dem FC Barcelona von den Profi-Klubs gebilligt worden. Der frühere Formel-1-Besitzer CVC gibt der La Liga eine Finanzspritze von rund 2,67 Milliarden Euro und bekommt dafür im Gegenzug Anteile an den Einnahmen und den audiovisuellen Rechten. 

Die spanischen Profi-Klubs haben einen umstrittenen Milliardendeal der Liga mit einem Investor aus Luxemburg gebilligt. Das Geschäft mit dem früheren Formel-1-Besitzer CVC sei am Donnerstag auf einer Generalversammlung in Madrid mit 38 zu 4 Stimmen angenommen worden, teilte La Liga mit. Für eine Finanzspritze von ca. 2,67 Milliarden Euro kassiert der Investor den Angaben zufolge die nächsten 50 Jahre elf Prozent aller Einnahmen der ersten und zweiten Liga Spaniens. Er übernimmt außerdem 10,95 Prozent der audiovisuellen Rechte.

Die beiden Großklubs FC Barcelona und Real Madrid hatten sich dem Deal widersetzt und stimmten mit zwei weiteren Vereinen dagegen. Nach Medienberichten sollen sie nun auch auf Wunsch des Investors vom Deal unberührt bleiben. Das bedeutet, sie bekommen kein Geld, müssen aber auch keine Rechte abtreten.

Real hatte am Dienstag mitgeteilt, man werde sowohl gegen Liga-Präsident Javier Tebas als auch gegen den Finanzinvestor zivil- und strafrechtliche Schritte einleiten. Nach dem Zugeständnis von Liga und CVC wird Real Madrid aber wohl keine Maßnahmen ergreifen. Auch der Nationalverband RFEF, der kein Stimmrecht hat, hatte das Projekt abgelehnt. Man betrachte vor allem die geplante Kommerzialisierung der audiovisuellen Medienrechte als "illegal", hieß es.

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Barca hat Finanzspritze besonders nötig

Für Verwunderung hatte vor allem der Widerstand des FC Barcelona gesorgt, da der katalanische Klub mit seinen Schulden von insgesamt knapp 1,2 Milliarden Euro eine Finanzspritze besonders dringend nötig hätte. Wegen der Finanzlage hatte der Verein auch Lionel Messi Richtung Paris ziehen lassen müssen.