02. November 2020 / 10:12 Uhr

Trotz Radebergs Doppelsieg: Cossebaude bleibt an der Spitze

Trotz Radebergs Doppelsieg: Cossebaude bleibt an der Spitze

Jens Jahn
Dresdner Neueste Nachrichten
Max Haller (mitte) Torschütze zum 0:1 für Cossebaude. Max Matthes (links) und David Schwarz (rechts).
Max Haller (M.) bejubelt sein Tor zum 0:1 gegen Post mit seinen Cossebauder Mitspielern Max Matthes (l.) und David Schwarz. © Steffen Manig
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Dem TSV Cossebaude verhilft ein „traumhaftes“ Post-Eigentor in der Nachspielzeit zur Stadtoberliga-Tabellenführung während der Zwangspause. Der Radeberger SV besiegte in weniger als 48 Stunden Blau-Weiß Zschachwitz und Einheit Mitte, muss sich aber derzeit mit dem zweiten Platz begnügen.

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Dresden. Der TSV Cossebaude geht als Tabellenführer der Fußball-Stadtoberliga in die Zwangspause aufgrund der verschärften Coronaregelungen. Dabei benötigten die Spieler um Trainer Marco Matthes allerdings Unterstützung vom Gegner. Post-Spieler Martin Buchholz wollte in der Nachspielzeit einen Angriff der Cossebauder abwehren und den Ball ins Toraus schlagen. Doch der 31-Jährige erwischte das Leder anders als gedacht und die Kugel landete als 20-Meter-Sonntagsschuss im Dreieck des eigenen Kastens.

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„Kurios“, suchte Post-Trainer Willi Vetten nach Worten: „Das ist schon viel Pech. Ein Remis wäre in diesem sehr guten Lokalderby gerecht gewesen.“ So siegten die Gäste noch mit 2:1 (0:0). Max Haller hatte den TSV in der 71. Minute in Führung gebracht, dem Ex-Radebeuler Marcus Schöne gelang in der 87. Minute der Ausgleich. „Wir haben einfach mal Glück gehabt“, sagte Matthes: „Wir haben wohl auch gieriger um den Sieg gefightet. Schön, dass wir nun auf Platz eins stehend in die Pause gehen. Hoffentlich wird diese nicht zu lang werden.“

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Den zweiten Platz im Klassement hat nach dem achten Spieltag der Radeberger SV inne. Die Bierstädter kamen innerhalb von nicht einmal 48 Stunden zu zwei Siegen. Zunächst gewannen sie den Nachholer gegen Blau-Weiß Zschachwitz mit 3:1 (1:1), dann gab es gegen Einheit Mitte ein klares 4:0 (2:0). Am Donnerstagabend drehten Mike Hirsch (36.) und Florian Palme (79., 89.) die frühe Führung der Blau-Weißen (Martin Goldmann, 4.) um. Beim 4:0 gegen Mitte traf Hirsch gleich dreifach (19., 42., 62.). Henry Hempel setzte in der 73. Minute den Schlusspunkt. Der 36 Jahre alte Hirsch hat damit bereits zehn Punktspieltreffer auf seinem Konto.

Löbtauer überraschen Hellerau-Klotzsche

In der Wertung um den Schützenkönig dieser Liga hat allerdings weiterhin der Zschachwitzer Steffen Voigt die Nase vorn. Bei der 2:4 (1:2)-Niederlage seiner Mannen erzielte Voigt beide Treffer (16., 51.). Am Ende kam aber nichts Zählbares für Zschachwitz heraus – die Helitten Philipp Brandau (3.), Sebastian Reichelt (25., 90.+1) und Tobias Paulig (52.) sorgten für den fünften Pflichtspielsieg in Folge. „Wir haben einen guten Lauf, der nun durch diese Zwangspause unterbrochen wird“, ärgert sich Sebastian Böhme, Sportlicher Leiter von Helios: „Aber da müssen wir alle irgendwie durch.“

Einen überraschend deutlichen 4:1 (3:1)-Sieg konnte die SpVgg Löbtau gegen Hellerau-Klotzsche verbuchen. Paul Richelhof (11., 39.), Daniel Wolf (29.) und Matthias Mark (83.) waren die Schützen beim Siegerteam. Auch der Hellerauer Treffer geht auf die Kappe eines Löbtauers – Jonas Dzillack traf per Eigentor (20.). Der A-Jugendliche Robert Herrmann war der Matchwiner beim 1:0 (0:0)-Sieg des FV Süd-West in Goppeln (66.).