26. Juli 2021 / 20:00 Uhr

Trotz Torwarts als Stürmer: FC Bad Lausick mit Sieg und Remis in Testspielen

Trotz Torwarts als Stürmer: FC Bad Lausick mit Sieg und Remis in Testspielen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Symbolbild
FC Bad Lausicks Keeper Schötzke verhindert eigentlich Tore, musste im Test gegen Naunhof aber versuchen, welche zu erzielen. © Imago
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Der Fußball-Landesklassist schägt sich in zwei Tests trotz des dünnen Kaders wacker. Der etatmäßige Torwart Schötzke hilft allerdings in der Offensive aus.

Bad Lausick. Ein verlässliches Aufgebot bekommen die Landesklasse-Kicker des FC Bad Lausick derzeit nicht auf den Rasen. Das war auch bei den beiden Testspielen am Wochenende so. In Geithain standen 14, in Naunhof lediglich 12 Spieler zur Verfügung. Mit Michel Kalbitz musste zudem ein weiterer Stammspieler verletzungsbedingt vom Platz. Dennoch schlugen sich die Kurstädter passabel. Stefan Fliegners Verletzung aus dem Otterwisch-Test wurde indes als Bänderriss diagnostiziert – damit wird er wohl den Saisonauftakt verpassen.

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FSV Alemannia GeithainFC Bad Lausick 0:3. In Geithain zeigte sich, warum der Gastgeber den Rückzug in die Kreisliga A angetreten hat. Der FSV kam kaum zu nennenswerten Offensivaktionen, verwickelte die Gäste aber dank einer dichtgestaffelten Hintermannschaft fast die gesamte erste Halbzeit in Zweikämpfe. Doch die erste Chance im Spiel hätte fast das 1:0 für die Alemannen gebracht, als Grabow in der 12. Minute im Fünfmeterraum an den Ball kam. Doch FC-Keeper Schötzke konnte den Abschluss mit Glück verhindern.

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Ansonsten rollte der Ball fast nur Richtung FSV-Strafraum. Doch alles was auf Gottwalds Kasten kam, brachte den Hüter nicht aus der Ruhe. Kopfbällen von Steffen Salbach fehlte der Druck, Schüssen die Präzision. Es brauchte das technische Können von Kapitän Ziffert kurz vor der Pause, als er einen Freistoß aus knapp 20 Metern unter die Latte hob. Nach dem Wechsel erhöhte Andreas Streubel auf 0:2, als der Ball von rechts auf die linke Strafraumseite verlängert wurde, gegen den wuchtigen Schuss hatte Gottwald keine Chance. Für das Endresultat sorgte Walter in der 74. Minute, als er einen ans Naujoks verwirkten Strafstoß verwandelte.

SV Naunhof – FC Bad Lausick 1:1. Nur 44 Stunden später stellte Kreisoberligist Naunhof wie erwartet ein anderes Kaliber dar. Zudem standen nur neun Kicker der Landesklasse-Mannschaft zur Verfügung. Ein Puzzle, welches sich wohl auch in den beiden folgenden Partien in Panitzsch (heute) und gegen Klinga (Samstag) fortsetzen dürfte. Stammkeeper Schötzke spielte 90 Minuten im Angriff, ergänzt durch Tom Schulze und Manuel Stelzig aus der zweiten Mannschaft. Im Tor gab Jonas Berger ein mehr als ordentliches Debüt, er verhinderte in der 8. Minute gleich zweimal die Naunhofer Führung, als er spektakulär gegen Burkert klären konnte.

Im Gegenzug scheiterte Salbach aus spitzem Winkel an Dietze. Offensiv hatte der FC wie erwartet wenig Chancen, dafür wurden die Bälle im Mittelfeld geholt und mit viel Laufarbeit größere Chancen des Gastgebers verhindert. Erst kurz vor der Pause brannte es wieder im FC-Strafraum, doch Schmiedel konnte ein Zuspiel Burkerts auf einen Mitspieler verhindern. Kurz nach dem Seitenwechsel ging der Gastgeber dann doch in Führung, als auf der rechten Seite der Ball verloren ging, zwei Naunhofer nur noch Berger vor sich hatten – keine Mühe für Ackermann, den Ball ins Tor zu schieben. Trotz der erst zwei Tage zurückliegenden 90 Minuten von Geithain und der drückenden Hitze gab es kein Aufstecken des FC. Vielmehr bestimmten die Gäste die restliche Spielzeit und kamen zu einer Reihe von Chancen. So verzog Walter nach Wilds Eckball (50.), der nächste Eckball sah Richters Kopfball knapp durch den Torraum zischen (55.).

Dann zog Wild aus 16 Metern ab, noch abgefälscht landete der Ball an der Querlatte (62.). Ziffert legte auf Stelzig ab, wieder nichts (65.). Umgekehrt lief es besser: Stelzig über links bis an den Strafraum, Rückspiel auf den mitgelaufenen Kapitän und dessen Flachschuss konnte Dietze nur hinterher sehen. Kurz vor dem Abpfiff hatte Stelzig sogar den Siegtreffer auf dem Stiefel, doch er verzog. Auf Naunhofer Seite endeten die Angriffe entweder in den Armen des Goalies Berger – oder Richter und Schmiedel bereinigten brenzlige Szenen. hpw