28. April 2019 / 09:55 Uhr

Trotz Unterzahl: ZFC Meuselwitz erkämpft drei ganz wichtige Punkte

Trotz Unterzahl: ZFC Meuselwitz erkämpft drei ganz wichtige Punkte

Jörg Wolf
Leipziger Volkszeitung
ZFC in rot : Germania Halberstadt in schwarz - hier Kay Michael 19 - Romarjo Hajrulla - Philipp Harant 28
Szene aus der Partie zwischen Meuselwitz und Halberstadt. © Jens Paul Taubert
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Die Elf von Coach Heiko Weber ringt in der Regionalliga die Germania aus Halberstadt mit 2:1 nieder.

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Meuselwitz. Fußball-Regionalligist ZFC Meuselwitz hat am Sonnabend drei ganz wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg gesammelt. Gegen den VfB Germania Halberstadt hieß es in der Bluechip-Arena vor 358 Zuschauern nach Abpfiff 2:1. Hart erkämpft, aber letztendlich verdient. Vor allem, weil der ZFC in der Schlussphase in Unterzahl agierte, weil Henrik Ernst in der 73. Minute wegen wiederholten Foulspiels die gelb-rote Karte sah und den Hausherren durch Francesco Lubsch doch noch der Siegtreffer (86.) glückte.

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Freude beim ZFC Meuselwitz: Die Elf von Coach Heiko Weber gewinnt die Partie gegen den VfB Germania Halberstadt 2:1. Zur Galerie
Freude beim ZFC Meuselwitz: Die Elf von Coach Heiko Weber gewinnt die Partie gegen den VfB Germania Halberstadt 2:1. © Jens Paul Taubert
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Die Entschlossenheit, in den verbleibenden zwei Heimpartien unbedingt noch Zählbares zu holen, war dem ZFC schon mit Anpfiff von Schiedsrichter Jens Klemm aus Gröditz anzumerken. Schon in der zweiten Minute bekam Halberstadts Keeper Fabian Guderitz ordentlich Arbeit, als Lucca Bürger gen langen Pfosten flankte und Bastian Strietzel aus spitzem Winkel gen Tor köpfte. Der Keeper schnappte sich den Ball im Nachfassen. In diesem Stil ging es auch weiter: Romarjo Hajrullas Schuss aus rund 18 Metern konnte der Germanen-Keeper in der achten Minute noch zur Ecke abwehren. Aber die Partie lief für den ZFC wie so viele in dieser Saison: Einer drangvollen Phase folgte dann ein kaum erklärbarer Leistungsabfall. Und erstarkende Halberstädter, die sich immer besser in die Partie fanden. So hatte Hendrik Hofgärtner eine sehr gute Gelegenheit, die aber nach einer halben Stunde knapp am von Chris Kroner gehüteten Tor vorbei strich. Als sich viele im Stadion dann auf eine torlose erste Halbzeit einstellten, schlug der ZFC doch noch einmal zu. Nach Ecke von Luca Bürger tauchte Alexander Dartsch in der 43. Minute blitzschnell ab und wuchtete per Flugkopfball den Ball zur Führung ins Netz.

ZFC beginnt zu schwimmen

So konnte es weiter gehen. Aber das Spiel lief in der zweiten Halbzeit anders an. Denn Halberstadts Trainer Maximilian Dentz hatte zur Pause mit Alexander Schmitt und Dennis Blaser zwei Akteure eingewechselt, die gleich für mehr Tempo bei den Gästen sorgten. Und jener Blaser war es auch, der in der 48. Minute fast den Ausgleich erzielte, aber den Ball knapp vorbei zirkelte. Jetzt schwamm der ZFC spürbar und drückte die Germania und vor allem Dennis Blaser war kaum zu beherrschen. Er traf auch in der 67. Minute zum da verdienten Ausgleich für die Randharzer. Zuvor konnte der gute Keeper Chris Kroner noch einen Schuss von Paul Grzega noch abwehren, gegen das Nachsetzen von Blaser war er aber machtlos. Jetzt schien die Partie komplett zu kippen. Vor allem, als der schon mit Gelb bedachte Henrik Ernst in der 73. Minute nach einem weiteren Foul die Ampelkarte sah. Da half auch kein Schimpfen und ein wütender Tritt gegen den Getränkekübel nichts.

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Denn schon so oft hatte gerade in der Schlussphase von Spielen der ZFC die vermeintlich sicher geglaubte Ausbeute wieder aus der Hand gegeben. Nun, Sonnabend auf jeden Fall glücklicherweise nicht. Denn die Unterzahl schien den Hausherren die zweite Luft zu geben. Und man belohnte sich sogar noch. Rintaro Yajima legte in der 86. Minute fein für den heranstürmenden Francesco Lubsch auf, der wieder per Kopf den Siegtreffer erzielen konnte. Dabei blieb es. Vor der Partie beim Meister Chemnitz kommende Woche sackte Zipse die Zähler 35 bis 37 ein.

Weber lobt Einstellung seiner Elf

„Die Fehler, die mein junges Team gemacht hat, bestrafte der ZFC eiskalt. Glückwunsch an die Meuselwitzer“, sagte Germanias Trainer Maximilian Dentz nach der Partie. „Ich mache meinem Team aber keinen Vorwurf, denn es hat eigentlich eine gute Partie abgeliefert. Nach dem knappen Rückstand zur Pause sind wir gut zurück gekommen und haben den Ausgleich geschafft. Und dann kam dieser leichtsinnige Fehler, weshalb der Sieg des ZFC in Ordnung geht.“

Heiko Weber sah vor allem die psychologische Wirkung dieses Dreiers: „Nach zwei unglücklichen Niederlagen in den beiden letzten Partien hat man gemerkt, wie schwer die Beine bei meiner Mannschaft waren. Uns allen war klar, dass es bei einem Gegner, der mit 41 Punkten völlig unbeschwert aufspielen kann, sehr schwer wird. Beachtlich, wie sich alle da ins Zeug gelegt haben.“

Die Statistik zum Spiel:

ZFC Meuselwitz: Kroner - Lubsch, le Beau, Strietzel, Raithel - Ernst - Bürger (79. Rudolph), Stenzel, Dartsch - Giannitsanis (57. Yajima), Hajrulla (69. Trübenbach).

Germania Halberstadt: Guderitz - Boltze (58. Korsch), Harant, Twardzik, Surek - Michel, Hübner, Hofgärtner (46. Schmitt), Ludwig - Grzega, Jäpel (46. Blaser).

Torfolge: 1:0 Dartsch (43.), 1:1 Blaser (67.), 2:1 Lubsch (86.), Zuschauer: 358, Schiedsrichter: Jens Klemm (Gröditz).

Gelb: Ernst, Raithel, Trübenbach (ZFC), Surek, Ludwig (Halberstadt) / Gelb-Rot: Ernst (ZFC/wiederholtes Foul, 73.).

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