22. Februar 2019 / 12:12 Uhr

Trotz verkorkster Hinserie: TSV Ristedt bleibt entspannt

Trotz verkorkster Hinserie: TSV Ristedt bleibt entspannt

Thorin Mentrup
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Freut sich trotz der aussichtslosen Lage auf die Rückrunde: Ristedts Trainer Bernd Schebitz.
Freut sich trotz der aussichtslosen Lage auf die Rückrunde: Ristedts Trainer Bernd Schebitz. © Thorin Mentrup
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Kreisligist strebt einen versöhnlichen Abschluss an / "Die letzten Monate genießen"

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Die Winterpause hat den Fußballern des TSV Ristedt ganz gut getan. Das findet zumindest TSV-Coach Bernd Schebitz, der im Sommer sein Amt als Übungsleiter niederlegen wird. „In der Pause konnten wir noch einmal alle Kräfte sammeln. Jetzt haben wir richtig Bock auf Fußball und wollen die letzten drei Monate in der Kreisliga noch einmal genießen“, sagt er.

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Am 17. Januar sind die Kreisliga-Fußballer in die Vorbereitung gestartet. „Ziemlich früh“, wie Schebitz sagt. Doch seine Mannen sind hoch motiviert. „Die Trainingsbeteiligung war immer ziemlich hoch, weil auch zahlreiche Spieler nach ihrer Verletzung zurückgekehrt sind. Das war schon etwas ungewohnt“, gibt der TSV-Coach zu. Die größten Probleme in der Hinrunde hatten die Ristedter vor allem in der Ausdauer und in der Defensive. „Nach 75 Minuten waren wir quasi tot. Die Mannschaften haben uns überrannt“, verdeutlicht Schebitz noch einmal die Problematik. Deswegen hat der Trainer in der Vorbereitung das Hauptaugenmerk auch auf diese beiden Baustellen gelegt. Nach drei Wochen habe er eine Verbesserung sehen können. „Ich hoffe nur, dass sie das auch im Spiel so umsetzen wie im Training.“ Die Stimmung bei den Ristedtern ist trotz der teilweise schwierigen Witterungsverhältnisse positiv. „Die Wintervorbereitung ist glaube ich bei keinem Spieler so beliebt. Umso schöner ist es, dass wir unser Training immer absolvieren konnten, weil wir auf den Kunstrasenplatz in Syke ausweichen durften“, erzählt der TSV-Coach.

In Sachen Personal haben die Ristedter von der Torwartposition bis zum Stürmer noch einmal aufgerüstet. Mit Louis Kehlenbeck (TSV Weyhe-Lahausen), Kevin Diekeka, Matthias Pirkotsch (beide SC Weyhe), Marcel Jeinsen (SC AS Hachetal) und Kenny Heise (SV Dreye) haben sich gleich fünf neue Spieler dem TSV Ristedt angeschlossen. Darüber hinaus wurde das Trainerteam mit Denny Jürgens-Lohmann erweitert. „In erster Linie ist er der Torwarttrainer. Er soll uns ab und an mal aber auch entlasten“, sagt Schebitz. Was die einzelnen Spieler für ein Leistungsvermögen mit sich bringen, kann der TSV-Trainer noch nicht beurteilen. „Das wird sich wohl erst in den Spielen zeigen. Im Training machen sie auf jeden Fall einen guten Eindruck. Eine Chance auf die Startelf haben sie.“

Für die Rückrunde haben sich die Ristdeter nur ein Ziel gesetzt: „Wir möchten gerne wieder einige Spiele gewinnen.“ Doch das ist laut Schebitz trotz der zahlreichen Rückkehrer und Neuzugänge keine einfache Aufgabe. „Wir müssen realistisch bleiben. Wir stehen mit einem Punkt auf dem letzten Rang“, verdeutlicht er die brisante Situation. Sein Team müsse zunächst einmal vier Spiele gewinnen, um überhaupt den Anschluss zu bekommen. Doch darauf möchte sich der 47-jährige Kriminalbeamte nicht fokussieren. „Nach so einer Hinserie wollen wir einfach wieder Spaß haben und Fußball spielen, ohne jeglichen Druck.“ Ein Abstieg sei kaum vermeidbar, doch das sieht der Trainer nicht so tragisch. „Das Schöne an einem Abstieg, so komisch es auch klingen mag, wäre, dass die Mannschaft wieder von vorne anfangen kann.“


Der TSV Ristedt startet an diesem Sonntag um 14 Uhr in die Rückrunde und empfängt den Barnstofer SV. Erwartungen oder Ziele hat der Trainer nicht. „Wir schauen einfach, was passiert“, ist Schebitz ganz entspannt.