27. Oktober 2019 / 13:56 Uhr

Trotz Wind: Streckenrekord beim Dresden-Marathon

Trotz Wind: Streckenrekord beim Dresden-Marathon

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Ezekiel Koech gewinnt den Dresden-Marathon. Trotz starken Windes unterbietet er den Streckenrekord von Joseph Kyengo Munywoki aus dem Jahr 2016.
Ezekiel Koech gewinnt den Dresden-Marathon. Trotz starken Windes unterbietet er den Streckenrekord von Joseph Kyengo Munywoki aus dem Jahr 2016. © Anja Schneider
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Ungläubiges Staunen bei den Moderatoren am Zieleinlauf: Trotz heftigen Windes auf der Strecke lief der Kenianer Ezekiel Koech hat beim Dresden-Marathon einen neuen Streckenrekord. Er unterbot die bisherige Bestzeit um fast eine halbe Minute.

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Dresden. Kurz bevor Ezekiel Koech heranstürmte, mussten die Organisatoren des 21. Dresden-Marathon schnell noch die Halbmarathon-Läufer umleiten, um dem Kenianer nicht auszubremsen. Mit einer so schnellen Zeit hatte wohl an diesem Tag niemand gerechnet. Zu kalt und böig blies der Wind. Doch dem 35-Jährigen schien dies nichts auszumachen. Die Hände zur Siegerfaust geballt, lief er jubelnd über die Ziellinie. Für die 42,195 Kilometer auf dem Kurs durch die Dresdner City brauchte Ezekiel Koech nur 2:10:02 Stunden und das bedeutete neuen Streckenrekord. Den bisherigen hielt sein Landsmann Joseph Kyengo Munywoki, der 2016 in 2:10:21 Stunden das Ziel erreichte. Für den neuen Rekordhalter war es zugleich persönliche Bestzeit bei seinem Marathon-Debüt in Deutschland. Erst am Donnerstag war er in Frankfurt gelandet und mit dem durchaus ansehnlichen Preisgeld von 10 500 Euro wird er an diesem Sonntag zurück nach Kenia fliegen.

Vorjahressieger Edwin Kosgei musste sich diesmal in 2:11:24 Stunden mit Platz zwei zufriedengeben. Den kenianischen Dreifach-Triumph komplettierte Patrick Ereng (2:22:27). Bei der Siegerehrung im Kongresszentrum wurde das Trio vom Publikum fast frenetisch für diese Leistungen gefeiert.

DURCHKLICKEN: Bilder von der 21. Auflage des Dresden-Marathons

Startschuss! Die Eindrücke vom 21. Dresden-Marathon am 27. Oktober 2019. Zur Galerie
Startschuss! Die Eindrücke vom 21. Dresden-Marathon am 27. Oktober 2019. ©
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„Sie fühlte sich nicht ganz so gut“

Noch bevor die erste Frau das Ziel erreichte, kamen vier junge Männer, die die Staffel-Premiere für sich entschieden. Zum Quartett aus Leipzig gehörte unter anderen der diesjährige Sieger des Leipzig-Marathons Nik Ihlow.

Für eine Top-Zeit reichte es bei den Frauen diesmal nicht, zumal die dreifache Dresden-Marathon-Gewinnerin Prisca Kiprono aus Kenia kurzfristig nur den Halbmarathon absolviert hatte. Ihr Betreuer Alexander Hempel erläuterte: „Sie fühlte sich nicht ganz so gut und deshalb hat sie sich für die Hälfte der Distanz entschieden.“ Mit Erfolg, denn die 37-Jährige gewann in 1:18:20 Stunden und sicherte sich damit 500 Euro Siegprämie.

Marathon-Fieber am Fetscherplatz in Dresden

„Rund 1000 mehr als im vergangenen Jahr“

Schnellste Frau über die Marathon-Distanz war Jasmin Klotz aus Markgröningen in der Nähe von Ludwigsburg in 2:58:44 Stunden. Sie verwies Angelika Schlender-Kamp aus Neubrandenburg (3:06:06) und Margrit5 Elfers (Kemmern/3:10:27) auf die Plätze. Die Siegerin gestand: „Ich bin ziemlich allein unterwegs gewesen, konnte mich bei dem wind hinter keiner Gruppe verstecken. Das war nicht ganz einfach für den Kopf. Dass ich bei meinem vierten Marathon den zweiten Sieg feiere, hätte ich nie erwartet“, sagte die 30-jährige Beamtin, die früher für Crailsheim in der 2. Bundesliga Fußball gespielt hat und erst vor knapp vier Jahren mit dem Laufen begann. Von Dresden zeigte sie sich begeistert: „Ich bin schon am Donnerstag angereist und habe mir einiges von der Stadt angeschaut. Die ist wunderschön und auch die Menschen waren überall unheimlich freundlich und hilfsbereit“, befand sie.

Zufrieden zeigten sich auch die Organisatoren mit knapp 7900 Teilnehmern. „Das sind rund 1000 mehr als im vergangenen Jahr. Da haben wir auch durch die Staffeln einige Läuferinnen und Läufer anlocken können“, freute sich Marathon-Vereinschef Gerald Henzel und hofft zugleich, dass man irgendwann sogar die 10 000-er Marke knacken kann.

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