10. Juni 2020 / 12:21 Uhr

"Habe mit ihm telefoniert": Nagelsmann spricht über Blitz-Aus von Nachfolger Schreuder in Hoffenheim

"Habe mit ihm telefoniert": Nagelsmann spricht über Blitz-Aus von Nachfolger Schreuder in Hoffenheim

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Julian Nagelsmann hat sich zum überraschenden Aus seines früheren Co-Trainers Alfred Schreuder bei der TSG Hoffenheim geäußert.
Julian Nagelsmann hat sich zum überraschenden Aus seines früheren Co-Trainers Alfred Schreuder bei der TSG Hoffenheim geäußert. © imago images/Picture Point LE
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Die TSG Hoffenheim hat sich von Trainer Alfred Schreuder getrennt - ausgerechnet vor dem Spiel gegen dessen Vorgänger Julian Nagelsmann, der am Freitag mit RB Leipzig bei der TSG antritt. Der 32-Jährige äußerte sich am Tag nach dem Schreuder-Aus über seinen einstigen Co-Trainer.

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Alfred Schreuder ist nicht mehr Trainer der TSG Hoffenheim: Auch Julian Nagelsmann dürfte diese Meldung mehr oder weniger kalt erwischt haben. Der Chefcoach von RB Leipzig war bis zum vergangenen Sommer bei der TSG tätig und ist damit Schreuders unmittelbarer Vorgänger bei den Kraichgauern. Der Holländer war zwischen 2015 und 2018 sogar Nagelsmann Assistent. Pikant: Die Trennung von Schreuder erfolgte ausgerechnet vor der ersten Rückkehr Nagelsmanns an die alte Wirkungsstätte am Freitag (20.30 Uhr/DAZN und Amazon Prime). Nagelsmann muss umdisponieren.

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Er wisse "nicht genau, was vorgefallen ist, warum die Entscheidung getroffen wurde, auch wenn ich gut vernetzt bin. Ich kann das nicht bewerten", erklärte der 32-Jährige, der insgesamt neun Jahre in Hoffenheim wirkte, auf der Pressekonferenz vor dem Duell mit dem Tabellensiebten. Allerdings sei er nicht der Typ, am Tag nach einer Trennung "nachzubohren" und entsprechende Nachforschungen anzustellen. Zum Aus Schreuders hat er dennoch eine Meinung: "Ich bedauere es schon, weil ich ihn mag und er ein cooler Typ und ein guter Trainer ist." Ein Wiedersehen an der Stätte des gemeinsamen Erfolgs hätte er sich also gewünscht.

Nagelsmann: Schreuder ist zurück in Holland

Wie eng der Kontakt noch ist, zeigt folgender Aspekt: Nach dem Aus Schreuders gab es ein Gespräch der beiden Trainer. "Ich habe kurz mit ihm telefoniert und gefragt, ob alles okay ist", sagte Nagelsmann. "Weil so oft ist es ihm auch noch nicht passiert, dass er als Trainer entlassen wurde." Seinem einstigen Co-Trainer gehe es "gut, er ist zurück in die Niederlande gefahren und und schnauft jetzt ein paar Tage durch".



Zuletzt hatte es Spekulationen gegeben, wonach TSG-Mäzen Dietmar Hopp mit der Arbeit von Schreuder nicht mehr einverstanden gewesen sein soll. Nagelsmann wollte darüber nicht spekulieren. In seiner Zeit im Kraichgau habe es mit dem Förderer keine Probleme gegeben: "Bei mir lief's eigentlich ganz gut. Ehrlich gesagt hat er sich bei mir gar nicht eingemischt. Ich hatte dreieinhalb Jahre einen recht entspannten Job."

Auch Schreuders insgesamt sechs Nachfolger - Matthias Kaltenbach, Michael Rechner, Timo Gross, Marcel Rapp, Kai Herdling und der mit Nagelsmann befreundete Sportvorstand Alexander Rosen, der dem Trainerteam vorübergehend ebenfalls angehören wird - kennt Nagelsmann bestens. Angst bereitet ihm das Aufeinandertreffen mit ihnen nicht.

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Nagelsmann über Schreuder-Nachfolger: "Wollen sofort Fußstapfen hinterlassen"

"Gerade Marcel und Kai scharren mit den Hufen, sofort Fußstapfen in der Bundesliga zu hinterlassen", sagte der Leipziger, der mit den Sachsen die Qualifikation für die Champions League perfekt machen will. "Ich glaube nicht, dass die neuen Trainer in der kurzen Zeit grundlegende Dinge ändern können. Die Mannschaft wird gerade in Stresssituationen in alte Muster zurückfallen."

Speziell zu Beginn erwarte er jedoch Veränderungen, sieht sich selbst gegen die alten Weggefährten aber gewappnet: "Ich bin gut vorbereitet. Vielleicht lasse ich mir was Besonderes einfallen, dann müssen sie reagieren."

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