01. Juni 2021 / 14:46 Uhr

Hoffenheim trennt sich von Geschäftsführer Görlich – TSG-Mäzen Hopp liefert Begründung

Hoffenheim trennt sich von Geschäftsführer Görlich – TSG-Mäzen Hopp liefert Begründung

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Peter Görlich wurde als Geschäftsführer der TSG Hoffenheim abberufen.
Peter Görlich wurde als Geschäftsführer der TSG Hoffenheim abberufen. © IMAGO/Jan Huebner
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Dietmar Hopp greift durch: Der Gesellschafter der TSG Hoffenheim hat am Dienstag die Trennung vom langjährigen TSG-Geschäftsführer Peter Görlich vollzogen und sich auch zu den Gründen geäußert.

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Die Gesellschafter der TSG Hoffenheim nehmen mit sofortiger Wirkung eine Weichenstellung vor. Wie der Bundesligist am Dienstag mitteilte, wurde der langjährige Geschäftsführer Peter Görlich trotz eines noch bis 2025 laufenden Vertrages von seinen Aufgaben entbunden. Der 54-Jährige hatte die Fußball-Spielbetriebs GmbH der Kraichgauer seit 2015 geleitet. Seine Aufgaben werden nun von Denni Strich und Frank Briel übernommen, die neben Görlich die Geschäftsführung inne hatten.

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Der milliardenschwere TSG-Mäzen Dietmar Hopp, der gemeinsam mit Kristian Baumgärtner als Gesellschafter der TSG fungiert, begründete den Schritt in einer Stellungnahme. "Auch und gerade jetzt gilt es wieder auf verschiedenen Ebenen wichtige Weichen zu stellen, um den Klub und sein Kerngeschäft zukunftsfähig zu halten", erklärte Hopp. "Zuletzt wurde immer deutlicher, dass es unterschiedliche Auffassungen darüber gab, wie die TSG Hoffenheim aufgestellt und geführt werden soll. Deshalb haben wir uns zu diesem Schritt entschieden."

Görlich hatte maßgeblichen Anteil an Nagelsmann-Verpflichtung

Görlich war neben Sportchef Alexander Rosen verantwortlich für die Ende des Jahres 2015 erfolgte Berufung des damals 28 Jahre alten Julian Nagelsmann zum Cheftrainer der Kraichgauer, die ursprünglich für den Start der Saison 2016/17 geplant war, dann aber im Februar 2016 vorgezogen wurde und zu einer Erfolgsgeschichte wurde, die Hoffenheim nachhaltig beeinflusste. Laut Kicker war er bei Hopp in Ungnade gefallen, weil er sich am aus seiner Sicht großen Einfluss von Spielerberater Roger Wittmann auf Hopp und die TSG gestört hatte.