05. November 2020 / 23:41 Uhr

Nach Rassismus-Attacke: Hoffenheim-Profis solidarisieren sich beim Europa-League-Sieg mit Sessegnon

Nach Rassismus-Attacke: Hoffenheim-Profis solidarisieren sich beim Europa-League-Sieg mit Sessegnon

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Spieler der TSG Hoffenheim haben sich am Donnerstag solidarisch mit Ryan Sessegnon gezeigt.
Die Spieler der TSG Hoffenheim haben sich am Donnerstag solidarisch mit Ryan Sessegnon gezeigt. © 2020 Getty Images
Anzeige

Nachdem Hoffenheim-Youngster Ryan Sessegnon am Montag auf Instagram rassistisch angefeindet wurde, haben sich seine Mitspieler am Donnerstag solidarisch gezeigt. Beim Kantersieg gegen Liberec zeigten sie beim Torjubel eine typisch antirassistische Geste.

Anzeige

Starkes Zeichen: Die Spieler der TSG Hoffenheim haben sich im Rahmen des 5:0-Heimsiegs in der Europa League gegen Liberec solidarisch mit ihrem Mitspieler Ryan Sessegnon gezeigt. Der junge Engländer hatte am Montag auf Instagram öffentlich gemacht, wie er von einem Nutzer auf der Plattform rassistisch angefeindet wurde. Am Donnerstagabend haben die TSG-Profis nun ein deutliches Zeichen gegen die abscheulichen Anfeindungen gesetzt: Sie verzichteten auf den üblichen Torjubel und reckten stattdessen die Fäuste zu einer typisch antirassistischen Geste in die Luft.

Anzeige

Sessegnon, der beim Schützenfest gegen die Tschechen über 90 Minuten auf der Bank saß, bedankte sich nach dem Spiel auf Twitter für die Geste. Der von den Tottenham Hotspur ausgeliehene 20 Jahre alte Linksverteidiger postete ein Bild von der Aktion seiner Mitspieler und schrieb dazu: "Meine Jungs! Solidarität #NoToRacism." Hoffenheim teilte die Botschaft des Youngsters ebenso wie die Spurs, die dazu schrieben: "Wir stehen alle hinter dir, Ryan."

Mehr vom SPORTBUZZER

Sessegnon hatte schon am Montag, nachdem er die Anfeindungen im Rahmen des Bundesliga-Spiels gegen Union Berlin erhalten hattte, reagiert. "Das Verrückteste ist, dass ich nicht einmal mehr überrascht bin“, schrieb Sessegnon in seiner Instagram-Story. Dazu nannte er die Aussagen "widerlich". Hoffenheim reagierte ebenfalls unmittelbar und verurteilte die Aussagen aufs Schärfste: "Die #TSG steht für Toleranz, Integration und Respekt. Wir lehnen jede Form von Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung ab und sagen #NoToRacism!", hieß es vom Bundesligisten.

Der Vorfall war nicht der erste in der jüngeren Zeit. Kürzlich war schon Gladbachs Stürmer Breel Embolo auf Instagram rassistisch angefeindet worden. Auch der Schweizer Nationalspieler hatte einen Screenshot des Vorfalls veröffentlicht. Die Borussia reagierte ebenfalls unmittelbar und erklärte, man sei "erschüttert und verurteilt solche Anfeindungen aufs Schärfste". In einer Mitteilung hatte der Verein zudem Konsequenzen angekündigt: "Der VfL setzt alles daran, den Täter, der sein Profil mittlerweile gelöscht hat, gemeinsam mit den zuständigen Behörden zu ermitteln und bedankt sich in diesem Zusammenhang für sachdienliche Hinweise."