26. Januar 2022 / 17:47 Uhr

TSG Neustrelitz im Aufwind: „Wir sind gut im Rennen“

TSG Neustrelitz im Aufwind: „Wir sind gut im Rennen“

Ben Brümmer
Ostsee-Zeitung
TSG-Coach Maximilian Dentz schaute sich das Geschehen beim ersten Training an.
TSG-Coach Maximilian Dentz © Matthias Schütt
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Oberliga-Kicker wollen sich oben in der Tabelle festigen. TSG-Coach Maximilian Dentz lobt die Entwicklung seiner Mannschaft und macht eine Kampfansage, was den Landespokal angeht.

Spiel, Spaß und Spannung – all das bot die TSG Neustrelitz im ersten Halbjahr der Fußball-Saison 2021/22. In der NOFV-Oberliga Nord sind die Residenzstädter voll im Soll. „Die Stimmung im Team ist super. Wir sind gut im Rennen“, meint TSG-Trainer Maximilian Dentz.

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Mit 23 erspielten Zählern beendeten die Neustrelitzer das erste Halbjahr auf dem siebten Platz und rangieren somit im gesicherten Tabellenmittelfeld. Zudem zählen die Kicker von der Mecklenburgischen Seenplatte aktuell zu den erfolgreichsten Teams der Liga. Seit dem 12. September blieb die TSG in all ihren Pflichtspielen ungeschlagen (acht Siege, drei Unentschieden).

Das sind die wichtigsten Wintertransfers in MV (Stand: 15. März 2022):

<b>NOFV-Oberliga Nord.</b> Lucas Steen vom 1. FC Phönix Lübeck zum Rostocker FC Zur Galerie
NOFV-Oberliga Nord. Lucas Steen vom 1. FC Phönix Lübeck zum Rostocker FC ©

„Es ist schon ein wenig ärgerlich, dass uns die Winterpause gestoppt hat“, hadert der Coach und ergänzt: „Nachdem wir im Sommer einen Umbruch hatten und neun neue Spieler zu unserem Team hinzukamen, haben wir die ersten Partien noch zur Vorbereitung benötigt. Anschließend wurden wir Woche für Woche stärker. Wir sind sehr froh über die Entwicklung der Mannschaft.“

Auch im MV-Landespokal konnten sich die Dentz-Schützlinge beweisen und erstmals seit 2014 wieder in das Viertelfinale einziehen. Nach einem Freilos in der ersten Spielrunde folgte ein ungefährdeter Erfolg über den Verbandsligisten und Lokalrivalen 1. FC Neubrandenburg (4:0). Außerdem siegte die TSG nach Verlängerung gegen Ligakontrahent Torgelower FC Greif (3:1) und fuhr einen knappen Derbysieg gegen Landesligist SV Hanse Neubrandenburg (2:1) ein. In der Runde der letzten acht verbliebenen Mannschaften treten die Neustrelitzer nun Ende März beim Verbandsliga-Aufsteiger FSV Bentwisch an.

Zuletzt standen sich beide Mannschaften in der Saison 2018/19 im Landespokal gegenüber. In der zweiten Spielrunde war es den Kickern vom Rostocker Stadtrand als Landesklasse-Teilnehmer gelungen, für die große Überraschung zu sorgen und die drei Ligen höher spielenden Neustrelitzer mit 1:0 zu schlagen. „Die Geschichte ist zwar noch in Erinnerung, die Niederlage spielt aber keine Rolle mehr“, macht Dentz deutlich und fügt hinzu: „Bis auf unsere Betreuer und den Physiotherapeuten ist kein Spieler aus dem damaligen Kader mehr aktiv für uns.“

Der 32-jährige Übungsleiter gibt sich stattdessen kämpferisch: „Was zählt, ist das Hier und Jetzt. Die Sehnsucht des Vereins, eine interessante Rolle im Pokal zu spielen, ist groß. Wir wollen so weit wie möglich kommen und fokussieren das Finale an.“ Auch im weiteren Ligaverlauf wollen die Residenzstädter abliefern. „Das Ziel ist es, dass sich die Jungs weiter oben festigen und wir uns unter den ersten sechs Mannschaften etablieren“, so Dentz.


Aktuell steht bei den Neustrelitzern, die sich seit dem 3. Januar wieder im Training befinden, kein Neuzugang auf der Liste. Auch Abgänge sind nicht geplant. „Punktuell hat der ein oder andere Probespieler bei uns mittrainiert. Im Großen und Ganzen sind wir aber sehr zufrieden mit unserem Team“, verrät der Trainer.

Nachdem die Testspiele gegen den Regionalligisten Tennis Borussia Berlin (8. Januar) und Verbandsligisten SV Siedenbollentin (22. Januar) coronabedingt abgesagt werden mussten, hoffen die Residenzstädter am kommenden Sonnabend ihren letzten und womöglich einzigen Test vor dem erneuten Oberliga-Start gegen das Verbandsliga-Schlusslicht SV Waren austragen zu können (13 Uhr).

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Eine Woche später, am Sonntag, dem 6. Februar, soll dann planmäßig der Ligaauftakt beim viertplatzierten SC Staaken folgen (13 Uhr). „Die Vorfreude ist groß“, meint Maximilian Dentz.