20. April 2022 / 22:40 Uhr

TSG Neustrelitz macht Finale vor eigener Kulisse klar

TSG Neustrelitz macht Finale vor eigener Kulisse klar

Johannes Weber
Ostsee-Zeitung
Artur Bednarczyk, hier im Ligaspiel gegen den Greifswalder FC, erzielte den entscheidenden Treffer für die TSG Neustrelitz in Malchow.
Artur Bednarczyk, hier im Ligaspiel gegen den Greifswalder FC, erzielte den entscheidenden Treffer für die TSG Neustrelitz in Malchow. © IMAGO/Andre Gschweng
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Beim Verbandsligisten Malchower SV setzt sich die TSG Neustrelitz im Landespokal-Halbfinale mit 1:0 durch. Der Underdog streift nur knapp am Ausgleich vorbei.

Die TSG Neustrelitz hat sich das große Ziel vom Finale im heimischen Parkstadion erfüllt. Der Fußball-Oberligist entschied am Mittwochabend das Halbfinale auswärts gegen den Malchower SV aus der Verbandsliga mit 1:0 (1:0) für sich. Artur Bednarczyk war nach Vorarbeit von Marcus Niemitz für den einzigen Treffer zuständig. Im Endspiel wird die TSG am 21. Mai auf den Oberliga-Kontrahenten Greifswalder FC treffen, der sich am Mittwochabend ebenfalls mit 1:0 beim Verbandsligisten SV Pastow durchsetzte.

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Enttäuschung herrschte hingegen beim Malchower SV. Im ersten Halbfinale seit zwölf Jahren waren die Inselstädter nah dran, dem Favoriten ein Bein zu stellen. MSV-Trainer Sven Lange sagte: "Klar, ist die Enttäuschung groß. Wir haben dem Favoriten einen großen Kampf geliefert und uns ordentlich verkauft. Wir versuchen das Beste aus dem Spiel mitzunehmen."

So sieht die Top-20-Torjägerliste im Landespokal 2021/22 nach dem Achtelfinale aus (Stand: 27. März):

Alexander Lukesch legt hier den Ball über den gegnerischen Torhüter und köpft danach zum 5:0 ein. Zur Galerie
Alexander Lukesch legt hier den Ball über den gegnerischen Torhüter und köpft danach zum 5:0 ein. ©

Im ersten Abschnitt befand Lange, dass es seine Elf vor 473 Zuschauern noch ein wenig zu ängstlich gegen den eine Klasse höher spielenden Lokalrivalen anging. Die Neustrelitzer nahmen das Zepter in die Hand und schlugen in der 21. Minute zu. Nach Niemitz-Flanke spitzelte Bednarczyk den Ball an MSV-Keeper Niclas Kühn vorbei ins Tor. Unmittelbar danach wäre fast das 2:0 gefallen. Niemitz setzte das Spielgerät an den Querbalken. Später scheiterte noch Mitspieler Justin Schultze aus Nahdistanz an Kühn.

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"In der zweiten Halbzeit nahm das Spiel aus unserer Sicht dann Fahrt auf. Es war ordentlich Feuer drin", erzählte Lange. Dass es im Lokalduell durchaus zur Sache ging, unterstreichen die neun Gelben Karten am Ende.

Mit zunehmender Spieldauer wurden die Malchower mutiger. Hinten mussten die Hausherren jedoch aufpassen, da die Neustrelitzer immer wieder Konter fuhren. Die Situationen spielten die Gäste oftmals zu kläglich aus. Zudem zeichnete sich Kühn noch mehrfach aus. Durchatmen musste die TSG am Ende bei Versuchen von Paul Telschow (48.), Nikita Skliar (84.) und Björn Plate (90. +7). Gerade der Fernschuss von Skliar streifte knapp am Außenpfosten vorbei.

Am Ende jubelte jedoch die TSG, die erstmals seit 2015 wieder im Endspiel steht. Zwei Jahre zuvor konnten sie das Finale im eigenen Parkstadion noch mit 3:0 gegen den damaligen Drittligisten FC Hansa Rostock überraschend für sich entscheiden.

Malchower SV: Kühn – Grotian, Bartelt, Mellmann, Rath (73. Quaschning) – Plate – Frehse, Mat. Buchholz, Max Buchholz (70. Skliar) – Telschow, Täge.
TSG Neustrelitz: Delpino – Robinson, Riechert, Guth – Jarosz (89. Delner), Röth, Bednarczyk, Ladwig – Keil (66. Schmunck), Schultze (75. Friebe), Niemitz.
Tor: 0:1 Bednarczyk (21.).
Schiedsrichter: Hannes Ventzke.
Zuschauer: 473.