23. Oktober 2020 / 10:17 Uhr

TSG Wismar kämpft im Topduell um Spitzenplatz

TSG Wismar kämpft im Topduell um Spitzenplatz

Dirk Hoffmann
Ostsee-Zeitung
Heimspiel gegen Einheit Demmin konnten die Handballer der TSG Wismar jubeln. Das wollen sie nach dem Spitzenspiel am Sonnabend gegen den Ribnitzer HV möglichst auch. 
Heimspiel gegen Einheit Demmin konnten die Handballer der TSG Wismar jubeln. Das wollen sie nach dem Spitzenspiel am Sonnabend gegen den Ribnitzer HV möglichst auch.  © Daniel Koch
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Wismars Handballer erwarten am Sonnabend den punktgleichen Tabellenführer Ribnitzer HV in der Sporthalle Dorf Mecklenburg. Die Frauen sind im Punktspiel der Oberliga Ostsee-Spree in Altlandsberg gefordert   

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Zu einem echten Handball-Kracher in der Mecklenburg-Vorpommern Liga kommt es am Sonnabend in der Mehrzweckhalle in Dorf Mecklenburg. Der Tabellenzweite TSG Wismar empfängt den Spitzenreiter Ribnitzer HV. Beide Mannschaften haben ihre ersten vier Saisonspiele gewonnen, die Hansestädter haben gegenüber den Gästen nur ein um fünf Treffer schlechteres Torverhältnis.

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„Ribnitz hat eine spielstarke Truppe mit individuell sehr guten Spielern wie Nick und Ben Meyer“, so TSG-Trainer Sven Hünerbein. Für ihn ist es auch kein Zufall, dass dieses Team so weit oben steht. Die Wismarer müssen deshalb vor allem erst einmal den Spielfluss der Ribnitzer nach Aussage von Hünerbein unterbrechen, um eine Chance zu haben. Außerdem gilt es, die leichten Fehler im Angriffsspiel der ersten Partien abzustellen und auch das Umschaltspiel aus der Abwehr zu verbessern. „Bei Ballgewinn müssen wir auch mal leichte Tore machen“, so der Wismarer Coach.

Das wird alles andere als einfach, denn das TSG-Team muss wahrscheinlich wichtige Ausfälle verkraften und durch andere Spieler ersetzen. So steht bereits fest, dass Richard Seidel nach seiner Knieverletzung am 3. Oktober beim 29:24-Heimsieg gegen Einheit Demmin noch nicht wieder spielen kann. Und Robert Köhler, der sich in dieser Partie am Innen- und Kreuzband verletzte, konnte zwar in dieser Woche mit der Mannschaft schon wieder trainieren. Ob es aber für das Spitzenspiel bereits reicht, das wird – so Hünerbein – kurzfristig entschieden. „Es wird ein Spiel auf Augenhöhe. Wer den Sieg mehr will, wird das Feld als Sieger verlassen“, so der TSG-Coach.

Das Spiel beginnt um 18 Uhr und soll vor maximal 140 Zuschauern stattfinden. Karten zum Preis von vier Euro sind nur im Vorverkauf in der Brechtsporthalle in Wismar (Freitag von 17 bis 20 Uhr) oder online (tickets-tsgmaenner@gmx.de) erhältlich. Am Spieltag selbst werden keine Karten verkauft.

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Frauen wollen auswärts punkten

Die Erfahrung, dass Aufsteiger es in der Regel etwas schwerer haben als etablierte Teams, machen derzeit die Handballerinnen der TSG Wismar in der Oberliga Ostsee-Spree. Nach Niederlagen bei Pro Sport 24 Berlin (21:25) und SV Fortuna 50 Neubrandenburg (23:33) sind sie am Sonntag beim brandenburgischen MTV 1860 Altlandsberg gefordert, der bislang ebenfalls noch kein Spiel siegreich beenden konnte.

„Wir haben Respekt, aber wollen schon gewinnen“, erklärt TSG-Trainer Jörn Harder. Drei Wochen hatten er und sein Team Zeit, sich auf das Spiel vorzubereiten. Denn so lange war die Pause zwischen dem zweiten und dritten Spiel der Hansestädterinnen. Genutzt habe man sie, so Harder, um an den Schwächen der ersten Partien zu arbeiten. Dazu gehörten die mangelnde Chancenverwertung und das schlechte Rückzugsverhalten. Es hatte sich nach Aussage des Trainers auch gezeigt, dass Punktspiele doch etwas anderes als Testspiele sind. So brauche man wohl noch zwei oder drei Pflichtspiele, um endgültig in der neuen Liga anzukommen.

Für das Spiel am Sonntag muss der Trainer nun sein Team wohl oder übel auf einigen Positionen umstellen. Denn gleich vier Stammspielerinnen müssen ersetzt werden. Michelle Lübke und Jasmin Oldenburg fehlen verletzungsbedingt, Sarah Dürl ist von Berufswegen verhindert und Julia Marten ist in der A-Jugendbundesliga für den SV Grün-Weiß Schwerin im Einsatz, der am gleichen Tag in Minden spielt. Umso mehr sind jetzt die anderen Spielerinnen gefordert. Das wird nicht einfach, es ist aber auch eine Chance für sie. „Nicht die Tagesform, sondern die Einstellung wird für den Ausgang des Spiels entscheidend sein“, so Jörn Harder.