14. April 2019 / 19:43 Uhr

TSV 1860 Stralsund dominiert gegen Boizenburg und verliert dennoch

TSV 1860 Stralsund dominiert gegen Boizenburg und verliert dennoch

Niklas Kunkel
Ostsee-Zeitung
Stralsunds Kevin Kutz kann hier Boizenburgs Dominic Schnabl nicht stoppen.
Stralsunds Kevin Kutz kann hier Boizenburgs Dominic Schnabl nicht stoppen. © foto: Niklas Kunkel
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Der Verbandsligist vom Sund versiebt viele Chancen und unterliegt der SG Aufbau Boizenburg mit 0:1. Stralsunder fühlen sich ans Hinspiel erinnert.

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Den Stralsunder Spielern stand nach dem Abpfiff am Sonnabend pure Ratlosigkeit ins Gesicht geschrieben. Die Verbandsliga-Kicker des TSV 1860 „versemmelten“ gegen die SG Aufbau Boizenburg zahlreiche Chancen und mussten sich am Ende mit 0:1 geschlagen geben. Der erhoffte Befreiungsschlag blieb – wie schon in der Vorwoche beim 3:5 in Malchin – aus. „Unverdienter kann man nicht verlieren“, haderte der sichtlich angefressene TSV-Schlussmann Alexander Gernetzki.

Tor des Tages fällt in der 40. Minute

Gernetzki musste in der 40. Minute einen Schuss von Dominik Nawrot aus Nahdistanz und spitzem Winkel passieren lassen, nachdem sich der flinke Stürmer an der Grundlinie gegen die Stralsunder Verteidigung durchgesetzt hatte. Zuvor vergab die 1860-Offensivreihe mehr­mals frei vor Boizenburgs Keeper Kevin-David Zlotkowski. „Wir müssen in der ersten Halbzeit in Führung gehen. Dann laufen wir nicht so einem blöden Rückstand hinterher und können befreiter aufspielen. Wir hatten das Spiel ja weitestgehend unter Kontrolle. Stattdessen kriegen wir aus dem Nichts das 0:1“, blickte Gernetzki zurück.

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Die Gäste machten früh Druck, doch wirklich gefährlich wurde die SG Aufbau nur einmal vor dem Führungstreffer. Der Abschluss von Patrick Gellert ging aber knapp übers Tor. Auf der anderen Seite fehlte neben der Abschlussschwäche auch das Quäntchen Glück. Ein Fernschuss von Marten Bergmann senkte sich hinter Zlotkowski an die Unterlatte und den Innenpfosten, aber nicht ins Tor.

TSV 1860 Stralsund fehlt die Durchschlagskraft

In der zweiten Halbzeit beschränkte sich Boizenburg auf die Verwaltung der Führung. 1860 schaffte es nicht, sich klare Chancen zu erarbeiten. Die optische Überlegenheit brachte nichts ein. Immer wieder rannte Stralsund an. Der Abwehrriegel der Gäste, die nach Gelb-Rot für Gellert die Schlussminuten zu zehnt überstanden, hielt. Zlotkowski rettete Sekunden vor dem Abpfiff mit einer Glanztat. Als Daniel Hartz mit Ball am Fuß plötzlich frei im Strafraum auftauchte, lenkte er dessen Schuss noch um den Pfosten. Gernetzki selbst hätte bei der anschließenden Ecke für Stralsunder Jubelstürme sorgen können, doch sein Kopfball rauschte über die Latte. „Das wär’s natürlich gewesen...“, spekulierte der Torwart achselzuckend.

So verliert der TSV wie schon in Boizenburg mit 0:1 gegen die SG. „Die Partie war eine exakte Kopie des Hinspiels. Damals war ein Sonntagsschuss von denen drin, und wir haben die Murmel nicht reingemacht“, erinnerte sich Gernetzki zähneknirschend. Da auch die Konkurrenz der Stralsunder im Abstiegskampf nicht gepunktet hat, steht der TSV (14./16 Punkte) weiterhin über dem Strich, einen Zähler vor dem SV Görmin und punktgleich mit dem FSV Malchin.

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