12. März 2019 / 13:08 Uhr

TSV Altenholz feiert die große Webessie-Show in Husum

TSV Altenholz feiert die große Webessie-Show in Husum

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Pierre Didier Webessie (li.) bot beim Spitzenreiter Husmer SV eine Tor-Gala in drei Akten.
Pierre Didier Webessie (li.) bot beim Spitzenreiter Husmer SV eine Tor-Gala in drei Akten. © Sonja Paar
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Es hätte ein rabenschwarzer Tag für den TSV Altenholz werden können. 0:3 zurück, und das nach gerade einmal 14 gespielten Minuten im Duell mit der Husumer SV, dem Ligaprimus der Fußball-Landesliga-Schleswig. Der Matchplan von Trainer Kristian Hamm und seiner Mannschaft war offensichtlich dahin. Das Ding war durch, oder? Von wegen!

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Zunächst einmal ging es mit hängenden Köpfen in die Kabine. „Wir waren in allen Belangen unterlegen“, monierte der TSV-Coach, dessen Pausenansprache dementsprechend deutlich ausfiel. „Wir mussten uns in Hälfte zwei am Riemen reißen, und das haben wir getan“, erklärte er. Und wie. Die Altenholzer kamen, warum auch immer, mit breiter Brust aus der Kabine. Die Einstellung, der Kampfgeist, der Mut, die Moral – alles stimmte plötzlich. „In so einem Spiel brauchen wir einen guten Tag, und der Gegner muss uns Schwachstellen anbieten“, so Hamm im Vorfeld – als hätte er es geahnt.

Der Tabellenzwölfte drehte beim Spitzenreiter auf und kam dank einer grandiosen Webessie-Show zurück in die Partie. Die ersten beiden Treffer erzielte Webessie selbst, dann glich Max-Peter Andersen zum 3:3 aus – der reine Wahnsinn. Auch vom erneuten Rückstand ließ sich die Hamm-Elf nicht zurückwerfen, weil Pierre Didier Webessie einen perfekten Tag erwischte und in der 70. Minute mit seinem neunten Saisontreffer den Dreierpack zum 4:4-Endstand schnürte. „Er hat seine Klasse unter Beweis gestellt“, lobte Hamm seinen Neuner, der in den letzten Vorbereitungsspielen mit Ladehemmung zu kämpfen hatte. „Die Tore hat er sich eben für den Pflichtspielstart aufgehoben“, scherzte Hamm.

Hamm: „Ich will nicht wissen, was losgewesen wäre, wenn wir kurz vor Schluss noch die Riesenchance zum 5:4 machen."

Als klarer Außenseiter, der sich mitten im Abstiegskampf befindet, holte der TSV Altenholz einen enorm wichtigen Punkt. „Ein Punktgewinn der Moral“, so Hamm. Mit dem nötigen Quäntchen Glück wäre in Husum sogar noch mehr drin gewesen. „Ich will nicht wissen, was losgewesen wäre, wenn wir kurz vor Schluss noch die Riesenchance zum 5:4 machen“, schmunzelte der TSV-Coach. So nehmen die Altenholzer den Punkt nach diesem Spektakel mit und wissen für die kommenden Aufgaben, worauf es ankommt: Kampfgeist, Einstellung, Mut und niemals aufgeben.

Letzteres galt auch für den Gettorfer SC. Die Rot-Weißen wurden ebenfalls mit einer kalten Dusche aus der Winterpause geweckt. Schon nach drei Minuten lag der Landesligist beim FC Reher/Puls mit 0:1 zurück. GSC-Coach Christian Schössler haderte: „Wir hatte Schwierigkeiten, ins Spiel zu kommen.“ Dank einer Leistungssteigerung im zweiten Durchgang erkämpften sich die Gettorfer mit dem 1:1 noch einen Punkt. „Ein leistungsgerechtes Unentschieden“, befand Schössler, der mit seiner Mannschaft am Ende der Saison zu den vier besten Teams der Liga gehören will. „Wir wollen den Anschluss nicht größer werden lassen“, lautete vor der Partie seine Marschroute. Viel größer ist die Distanz zu den Top-Vier nach dem Remis nicht geworden, deutlich kleiner aber auch nicht.

Was dem GSC für den restlichen Saisonverlauf jedoch Mut macht, ist vor allem das Traum-Comeback von David Wagner. Wie wichtig der 26-jährige Mittelfeldspieler fürs Team ist, stellte Schössler immer wieder heraus. Die komplette Hinrunde fehlte Wagner verletzungsbedingt. Nun ist er wieder da. Und sein Comeback hätte kaum besser laufen können: erstes Pflichtspiel, Startelf, Tor gemacht. Bravo!

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