19. August 2021 / 14:49 Uhr

TSV Altenholz: Imeri-Nachfolger Meyer als Umbruch-Manager

TSV Altenholz: Imeri-Nachfolger Meyer als Umbruch-Manager

Jan-Phillip Wottge
Kieler Nachrichten
Dreh- und Angelpunkt im Altenholzer Spiel: Lasse Jensen (li.).
Dreh- und Angelpunkt im Altenholzer Spiel: Lasse Jensen (li.). © Sönke Ehlers
Anzeige

Ende August beginnt im Amateurfußball die neue Saison. Nach der abgebrochenen Spielzeit im vergangenen Jahr ein neuer Anlauf auch für die Top-Vereine unserer Region. Hier im KN-Sportbuzzer stellen wir bis zum Start der neuen Runde in unserem „Saison-Check“ alle regionalen Verbands-, Landes- und Oberligisten vor, analysieren die Qualität der Mannschaft, die Spielphilosophie des Trainers und geben eine Prognose ab, wo das Team am Ende landen kann. Diesmal: Der Oberligist TSV Altenholz.

Zehn Punkte aus sechs Spielen lautete die stolze Bilanz des Oberligaaufsteigers TSV Altenholz zum Zeitpunkt des Abbruchs der Vorsaison. Die Altenholzer waren das Überraschungsteam der Liga. Doch Trainer Liridon Imeri verlängerte seinen auslaufenden Vertrag nicht. Volkmar Meyer (zuvor 1. FC Schinkel) heuerte beim TSVA an und musste einen personellen Umbruch vollziehen.

Wer kam, wer ging?

Der TSV Altenholz geht stringent den Weg der Kaderverjüngung. Aus der eigenen U19 rücken mit Otto Fenn, Jakob Mathea und Ole Sonnenberg drei hoffnungsvolle Talente auf, die bereits an der Startelf schnuppern. Zurück in den Ligakader kehren auch Julian Langnau (TSVA III) und Thies Witthöft (TSVA II). Zudem angelte sich der TSVA Paul Fröhlich vom SC Weiche Flensburg 08 und Rockefeller Konneh-Tandoh (Inter Türkspor Kiel). Kompensieren sollen sie die Abgänge der Routiniers Ali Kalma, Björn Kastner (beide SpVg Eidertal Molfsee) und Jan Patzel (HFC Falke). Zudem verabschiedeten sich Nils Drauschke (PSV Neumünster), Carl Hauck (Studium in Norwegen) und Andre Volkers (Inter Türkspor Kiel).

Star der Mannschaft

Lasse Jensen ist nach wie vor der Dreh- und Angelpunkt im Altenholzer Spiel. Der 33-jährige Mittelfeldspieler trägt das TSVA-Trikot seit 2007. Gemeinsam mit Malte Ceynowa, Rene Joswig und Didier Webessie ist er das Relikt der Altenholzer Erfolgsära in der SH-Liga, die mit dem Abstieg 2017 endete.

Anzeige

Philosophie des Trainers

Die Vereinsphilosophie lautet „Jugend forscht“ und wird vom Trainerteam mitgetragen. „Man merkt aber gerade den Jugendspielern, die aus der U19 kommen, an, dass sie in den letzten beiden Jahren kaum Spielpraxis sammeln konnte. Da müssen wir einiges an Entwicklung nachholen“, erklärt Co-Trainer Dennis Polenkowski und wagt den Schwenk zur Spielphilosophie: „In der Theorie wollen wir ein grundsolides Aufbauspiel mit viel Ballbesitz pflegen. Aber aufgrund der fehlenden Spielpraxis geht es zunächst eher darum, einfach zu spielen, um die Fehlerquellen gering zu halten.“ Um die Spieler auf den Weg einzuschwören, wurden diverse Einzelgespräche geführt.

Erwartungen und Ziele zur neuen Saison

Auch unter dem neuen Coach Volkmar Meyer bleibt der Klassenerhalt das ausgerufene Ziel. „Wir arbeiten aktuell noch an Basics, da ist vieles verloren gegangen. Die Automatismen sind nach der langen Pause längst noch nicht konstant abrufbar. Das zeigt sich in den Leistungsschwankungen in den Testspielen. Vieles wird von der Tagesform abhängen. Letztlich wollen wir uns in der Oberliga auf Augenhöhe bewegen“, sagt Polenkowski.

Sportbuzzer-Prognose

Was für den TSV Kronshagen, den Eckernförder SV, den SV Frisia 03 Lindholm und Inter Türkspor Kiel gilt, besitzt auch für den TSV Altenholz Gültigkeit: Einem Team dieses Quintetts gelingt der Sprung in die Meisterrunde und somit der vorzeitige Klassenerhalt. Geht es in die Abstiegsrunde, wird es auch für den TSVA bis zum letzten Spieltag eine Zitterpartie um den Oberligaverbleib.