12. August 2019 / 19:18 Uhr

TSV Bargteheide klettert an die Spitze, SSC Hagen Ahrensburg II mit höchstem Sieg

TSV Bargteheide klettert an die Spitze, SSC Hagen Ahrensburg II mit höchstem Sieg

Hendrik König
Lübecker Nachrichten
Dennis Ziercke traf für die FSG Südstormarn doppelt.
Dennis Ziercke traf für die FSG Südstormarn doppelt. © fussball.de
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Unentschieden im „Elmenhorst-Duell“, Aufsteiger TSV Trittau holt zweiten Sieg.

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TSV Bargteheide – VfL Oldesloe 1:0

Die neu formierte junge erste Herrenmannschaft des TSV Bargteheide hat den Spitzenplatz in der Kreisliga Süd übernommen. Gegen den ebenfalls stark verjüngten VfL Oldesloe, für den es das erste Saisonspiel unter Trainer Torben Burmeister war, setzte man sich knapp mit 1:0 durch. Das Stormarn-Derby war von körperliche Härte dominiert. Schiri Andreas Raschka verteilte gleich neun Gelbe Karten und stellte TSV-Kicker Alex Krüger nach wiederholtem Foulspiel schon in der 36. Minute vom Feld. Der entscheidende und einzige Tagestreffer gelang Julius Schmalfeldt nach einem Standard bereits in Spielminute 18. Zwar hatte Oldesloe im zweiten Abschnitt viel Ballbesitz, konnte seine Spielanteile aber nicht nutzen.

Kevin Bothstede: „Unterm Strich wichtige drei Punkte gegen einen Gegner, der in meinen Augen auf jeden Fall oben mitspielt. Wir sind durch einen Eckball durch Julius Schmalfeldt 1:0 in Führung gegangen. Mussten im weiteren Verlauf des Spieles durch eine Gelb-Rote Karte in Unterzahl spielen. Wir haben halt dann zwangsläufig den Fokus auf die Defensive setzen müssen und das relativ geschickt gemacht. Oldesloe hatte im Grunde nur die eine Chance, die Phil Krüger an die Latte gelenkt hat. Hätten in der 80. Minute durch Jannis Rieger noch auf 2:0 erhöhen können mit einer Klasse heraus gespielten Konterchance.“

Heiko Henneking: „Erstes Spiel einer komplett neuen Mannschaft, hatten anfangs Probleme in das Spiel reinzukommen. Gegentor ist nach einer Ecke gefallen, wo bei uns die Zuteilung nicht stimmte. Bargteheide schwächte sich kurz vor der Pause mit einer Gelb-Roten Karte. Zweite Halbzeit hatten wir viel Ballbesitz, den wir aber nicht gut zu Ende gespielt haben. Mehrere Einschusschancen wurden vom guten Bargteheider Torwart vereitelt. Auf der Gegenseite hatten wir einmal Glück, dass ein Fehler im Spielaufbau nicht genutzt wurde. Im Endeffekt wäre ein Unentschieden verdient gewesen, wir werden weiter hart arbeiten und hoffentlich schnell die ersten Punkte einfahren.“

Bojan Stäcker mit drei Treffern

SSC Hagen Ahrensburg II – FFC Nordlichter Norderstedt 6:1

Der Hagener Reserve ist ein zufriedenstellender Saisonstart gelungen. Mit sieben Zählern steht man momentan auf Rang zwei. Die Norderstedter bewiesen in ihrem ersten Spiel kein Kreisliga-Niveau. Lasse Stein und Jonas Wilde schossen einen beruhigenden 2:0-Vorsprung zur Pause heraus. Bojan Stäcker schraubte nach der Pause schnell auf 3:0. Für die Nordlichter traf nur Fabian Rohne. Stäcker wurde zum Mann des Spiels und ließ sich zwei weitere Male feiern. Marvin Möller setzte in der Schlussminute den Schlusspunkt in einer einseitigen Partie.

Hendrik Lampen: „Die Niederlage ist verdient. Die ersten 30 Minuten waren von unserer Seite okay. Wir haben keine Chancen des Gegners zugelassen. Dann machen wir zwei einfache Fehler im Spielaufbau, die zu den Gegentoren führen. Die zweite Halbzeit war dann insgesamt zu schwach von uns. In der aktuellen Besetzung wird es schwer, konkurrenzfähig zu sein.“

Nahes dreifacher Korella

TuS Hoisdorf – TSV Nahe 2:5

Bereits am Freitagabend feierte der TSV Nahe in Hoisdorf seinen zweiten Saisonsieg. Nahe zeigte die richtige Antwort auf das 0:3 unter der Woche. Zahlreiche individuelle Abwehrfehler ließen Hoisdorfs Chancen auf einen Heimsieg immer weiter schrumpfen. Vorne passte die Chancenverwertung nicht so gut wie noch in der letzten Serie. Schon zur Halbzeit war der Drops gelutscht, denn dank Thorben Lemke, Konstantin Korella (zwei) und Florian Kaste stand es 4:0. Zwar traf Hoisdorfs Torjäger Fabian Koch nach der Pause schnell doppelt, aber spätestens mit dem fünften TSV-Tor durch Korella war diese Partie endgültig entschieden.

Yilmaz Ince: „Erste Halbzeit spiegelt unsere Leistung eigentlich wieder. Wir haben kaum die Zweikämpfe angenommen, Nahe war viel bissiger. Da haben sie uns echt den Schneid abgekauft. Warum die Spieler so ängstlich waren, kann ich auch nicht sagen. Nach der Ansprache haben wir es besser umgesetzt und hatten einige klare Chancen. Machen wir noch das 4:3, geht es vielleicht noch remis aus. Man kann aber nicht alles haben, Nahe war uns schon überlegen. Mit vielen jungen Spielern wird es natürlich ein langer Weg.“

Michael D´Urso: „In Hoisdorf hat meine Truppe ein komplett anderes Gesicht als in Ahrensburg gezeigt. Uns sind vier sehr schön herausgespielte Tore gelungen. Einsatzbereitschaft und Laufwille waren voll da und auch die Vorgaben wurden komplett erfüllt. Da war ich richtig stolz. Wir wollten Hoisdorf dann nicht mehr rankommen lassen, aber wie das so ist, treten am Anfang dann Unkonzentriertheiten auf. Nach dem 2:4 geht dann die Gedankenphase los. Wir waren aber mental stark genug und haben das 5:2 gemacht. Hoisdorf hat dann auch gemerkt, dass nicht mehr viel geht. Leider musste ich in der ersten Halbzeit bereits zweimal verletzungsbedingt wechseln. Das ist natürlich ein Moment, in dem die ganze Mannschaft kurz zuckt. Ich bin froh, dass wir eine so starke Reaktion gezeigt haben.“

Südstormarns Coach trotz Sieg nicht zufrieden

FSG Südstormarn – SSV Großensee 5:2

Südstormarn durfte seinen zweiten Sieg bejubeln, während Großensee Drittletzter ist und weiter auf den ersten Dreier warten muss. Dennis Ziercke (Foto) und Niklas Ölrichs schossen die ersten beiden Tore für die FSG, die in der letzten Saison überraschend um den Aufstieg mitspielte. Nach dem Seitenwechsel kam der SSV durch Kevin Hoffmann kurz zurück, aber nach einem Dreierpack binnen fünf Minuten, als Sascha Bern (2) und Dennis Ziercke trafen, war der Spielverlauf klar. Hoffmanns zweites Tor bedeutete dann nicht mehr als Ergebniskosmetik.

Martin Krüger: „Das Positive vorweg: Drei Punkte im Derby geholt. Die Art und Weise gefällt mir aktuell aber noch nicht. Wir verteidigen im Mannschaftsverbund nicht gut genug, so dass das Spiel auch hätte kippen können. Daran müssen und werden wir arbeiten. Zum Glück sind wir vorne momentan durchgehend gefährlich. Gerade Dennis Ziercke und Sascha Bern haben ihre gute Form aus der Vorbereitung mit in die Saison genommen und sind ein ständiger Gefahrenherd. Ein Dank und Lob geht auch an Michael Kuchta aus unserer zweiten Mannschaft, der seit Saisonstart aufgrund von Verletzungsproblemen in der Innenverteidigung aushilft und seine Sache wirklich gut macht.“

Christian Ladwig: „Eigentlich unverdient gehen wir mit 0:2 in Rückstand, da wir vor jedem Tor es selber hätten machen können, bekommen dann im Gegenzug die Tore. Unser Schwachpunkt ist momentan einfach, dass wir vorne die Dinger nicht machen.“

Trittau mit zweitem Saisonsieg

TSV Trittau – SVT Bad Oldesloe 3:2

Aufsteiger TSV Trittau freut sich über einen knappen Sieg über Türkspor. Andre Bannenberg gelang in der 28. Minute der erste TSV-Treffer, auf den Bilal Toure noch vor der Halbzeit die passende Antwort fand. Darijo Kramer verwertete einen Strafstoß zur erneuten Führung. Kramer war es auch, der in der 70. Minute auf 3:1 stellte. Der erneute Anschluss – wieder war es Toure – kam zu spät für die Oldesloer.

Matthias Räck: „Ja, mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, auch wenn der Sieg hätte höher ausfallen müssen. Mit der Spielweise meiner Mannschaft war ich nicht einverstanden. Wir haben ohne Tempo gespielt und haben uns zu oft einlullen lassen. Aber daran werden wir arbeiten. Erstmal freuen wir uns über den Sieg.“

Sebastian Fojcik: „Leider standen uns zum Ende der englischen Woche nur 13 wettbewerbsfähige Spieler zur Verfügung. Zu allem Überfluss hauen wir beim 0:1 unbedrängt über den Ball und verursachen zum 1:2 einen völlig unnötigen Elfmeter, da der Spieler aus dem Strafraum läuft. Wir kommen aber in der ersten Halbzeit zurück und auch in der zweiten Halbzeit schießen wir das 2:2, das vom Schiri aber wegen angeblicher Abseitsposition nicht anerkannt wurde. Dass man einen Spieler, der aus meiner Sicht nicht im Abseits stand, 16 Meter mit dem Ball am Fuß aufs Tor zulaufen lässt und erst als er auch das Tor erzielt die Fahne hebt, kann ich nicht nachvollziehen. So haben wir erst den Anschlusstreffer erzielt, als wir in den letzten Minuten volles Risiko gehen mussten. Hätten gern einen Punkt mitgenommen und der war auch drin.“

Fischbek stellt nach 2:0 das Fußballspielen ein

JuS Fischbek – Bargfelder SV 2:2

Fischbek holt den ersten Punkt in dieser noch so jungen Spielzeit. In einer sehr hitzigen Partie, in der Schiri Lukas Leister gleich elf(!) Gelb-Verwarnungen austeilte und einen JuS-Kicker in der Nachspielzeit mit gelb-rot vom Platz stellte, sah es zunächst stark nach einem Erfolg des Heimteams aus. Nach torlosem ersten Durchgang war es nach 56 Minuten Ahmad Karakash, der die Führung besorgte, die Kevin Passow weiter ausbauen konnte. Die in dunkelblau gekleideten Fischbeker ließen aber im letzten Drittel des Matches nach und luden Bargfeld zu Chancen ein. Eric Schoppe gelang der Anschluss und zwei Minuten vor dem Ende schaffte es Marco Beck per Strafstoß das 2:2 zu erzielen.

Bahattin Altinalana: „Erste Halbzeit war noch ordentlich Sand im Getriebe mit mehr Spielanteilen für uns, wobei Bargfeld eher durch Zufall zu zweimal Aluminium gekommen ist.. Nach der Halbzeit haben meine Jungs mal so ordentlich aufgedreht und sind verdient mit 2:0 in Führung gegangen anschließend noch drei Hundertprozentige liegen lassen, wo du den Sack endgültig zu machen musst. Dann kommt Bargfeld eher überraschend zum Anschlusstreffer und wir stellen aus dem Nichts das Fußballspielen ein und bekommen mal wieder durch einen eigenen Fehler das 2:2 durch einen Elfer Das ist natürlich ganz bitter und fühlt sich an wie eine Niederlage.“ **

Björn Hermes: „Am Ende war es glaube ich ein gerechtes Unentschieden. Fischbek hatte ein bis zwei gute Chancen und wir hatten ein wenig Alupech. Meine Jungs haben mal wieder bewiesen, dass sie immer für ein Tor und eine Aufholjagd gut sind. Nach 2:0-Rückstand noch einen Punkt zu holen ist eine super Leistung, welche mir zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

„Dreckiger Sieg“ für Aufsteiger Oering-Seth

SG Wentorf-S./Schönberg – SG Oering-Seth 1:3

Wentorf hatte sich den Start in die Spielzeit wohl ein wenig anders vorgestellt und steht nach drei Partien weiterhin bei nur einem Zähler. Aufsteiger Oering-Seth durfte sich über den ersten Sieg freuen. Dabei spiegelt der Endstand nicht wirklich den Spielverlauf wieder. Wentorf war nämlich das Team mit den wesentlich besseren Chancen, konnte diese aber nicht nutzen, obwohl man loslegte wie die Feuerwehr. Durch ein Eigentor von Nico Cevik in der 17. Minute geriet man ins Hintertreffen. Kevin Schnoor traf für die Gäste zum psychologisch wichtigem Zeitpunkt unmittelbar vor der Pause. Zwar kamen die Grün-Weißen durch das 1:2 von Lennart Krüger gleich nach dem Wiederanpfiff schnell bis auf ein Tor heran, aber Alfons Jordan, der erst eine Viertelstunde zuvor gekommen war, machte mit dem 3:1 endgültig alles klar.

Klaus-Dieter Koch: „Das war ganz klar ein dreckiger Sieg. Wir haben die ersten zehn Minuten in jeder Hälfte absolut verpenn und wirklich unterirdisch gespielt. Wir können froh sein, dass Wentorf die Chancen nicht genutzt hat. Dann sind wir nach den beiden Toren auch besser reingekommen und wollten nach der Pause nicht direkt wieder so schlafen. Das ist uns aber gar nicht gelungen und wir fangen uns direkt das 1:2. Sie hatten einfach riesige Chancen und es hätte am Ende auch 6:6 ausgehen können. Leider hat sich unser Keeper verletzt und wird wohl erstmal länger ausfallen.“

Elmenhorst-Derby ohne Sieger

SC Elmenhorst – S.I.G. Elmenhorst 4:4

Keinen Sieger fand das „Elmenhorst-Derby“ zwischen dem favorisierten SC und dem grün-weißen Aufsteiger aus Lauenburg. Der SCE rutscht nach dem Remis auf Rang Vier ab, während die S.I.G. bei zwei Zählern steht. Unglaublich, wenn man den Spielverlauf betrachtet, denn nach bereits 19 Minuten sah es nach einem Kantersieg für die Stormarner aus, die schon mit 4:0 führten. Alexander Agne (2), Yannik Teichmann und Jan-Hendrik Jobmann netzten ein. Zwar gelang Niclas Rau in der 44. das 1:4, aber die wenigsten gaben noch einen Pfifferling auf die Gäste. Durch eine Leistungssteigerung und drei Tore durch Rau, Janis Lange und Timo Havemann reichte es am Ende doch noch zu einem 4:4.

Marius Kuhlke: „SIG hatte in den ersten fünf Minuten zwei riesige Torchancen, die durch unseren Keeper Kevin Witzlau vereitelt wurden. Anschließend spielen wir uns in einen Rausch und ziehen innerhalb von 15 Minuten mit 4:0 davon. Was dann geschah, macht mich fassungslos. Kurz vor der Halbzeitpause kassieren wir das 1:4 und brechen komplett zusammen. Keine Gegenwehr, keine Leidenschaft, pure Ohnmacht machte sich breit. Das war besorgniserregend und sollte uns zu denken geben. Glückwunsch an SIG zum verdienten Punktgewinn, zehn Minuten länger und wir hätten das Ding noch verloren.“

Dennis Köpke: „Wir hatten uns vorgenommen, an der Leistung von dem 3:3 gegen Südstormarn anzuknüpfen und weniger individuelle Fehler zu machen als gegen Trittau. Das ging leider völlig in die Hose, sodass wir nach 19 Minuten schon 4:0 zurücklagen. Schuld daran waren die starken Elmenhorster aus Stormarn, aber auch wir mit einer unterirdischen leistung. Wir fanden dann besser ins Spiel und erzielten kurz vor der Pause das 4:1, was innerlich nochmal ein Weckruf war. In der Halbzeit haben wir uns eingeschworen, dass dieser Spielstand nicht unser Leistungsvermögen wiederspiegelt und wir noch 45 Minuten haben, das zu beweisen. in der Folge glichen wir verdient aus und hätten auch den Siegtreffer mehrmals machen können, den aber der starke Torhüter verhinderte. Die letzte Chance das Spiel zu entscheiden hatte jedoch der SC, da unser Torwart über den Ball getreten hat. zu unserer Erleichterung ließen sie diese ungenutzt liegen.“

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