27. April 2020 / 08:20 Uhr

"Können das verkraften": Barsinghäuser bleiben in der Krise zuversichtlich - und kreativ

"Können das verkraften": Barsinghäuser bleiben in der Krise zuversichtlich - und kreativ

David Lidón
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Die Spieler des TSV Barsinghausen wollen auch künftig in der Landesliga etwas zu jubeln haben. Vorerst stehen jedoch andere Dinge im Mittelpunkt - und auch diesbezüglich sind die Deisterstädter nicht untätig.
Die Spieler des TSV Barsinghausen wollen auch künftig in der Landesliga etwas zu jubeln haben. Vorerst stehen jedoch andere Dinge im Mittelpunkt - und auch diesbezüglich sind die Deisterstädter nicht untätig. © Stefan Zwing/privat
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Der TSV Barsinghausen hat eine starke Saison gespielt - dann kam Corona. In der Krise haben die Deisterstädter nun eine eigene Maske auf den Markt gebracht, sie bleiben auch sonst umtriebig: Routinier Marvin Körber wird zwar kürzertreten, die umworbenen jungen Spieler bleiben jedoch allesamt.

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Der TSV Barsinghausen war in der Landesliga bis auf Platz sieben geklettert, bevor das Corona-Virus ein Stoppschild vor den Spielbetrieb setzte. Insbesondere als Aufsteiger muss man sich vor dieser Leistung gewiss nicht verstecken. Dass die Calenberger nun eine eigene Maske anbieten, soll ausschließlich der Verringerung der Ansteckungsgefahr dienen.

"Für alle Parteien eine sinnvolle Sache"

Im Printshop am Deister an der Bahnhofstraße ist das optisch gelungene Stück zu bekommen. „Die Idee hatte unser umtriebiger Sponsor Nils Huschke, der einen guten Draht zum Printshop hat“, sagt Marvin Körber, Mittelfeldspieler und Manager des TSV. Die Einnahmen von 15 Euro pro selbst genähter Maske werden unter dem Geschäft und dem Verein aufgeteilt. „Das ist für alle Parteien eine sinnvolle Sache. Und wenn schon Maskenpflicht herrscht, kann man ja das Lokale unterstützen“, sagt Körber.

Der Routinier trug im Herbst 2005 erstmals das Trikot der Barsinghäuser – zur neuen Saison will er nach fast 15 Jahren vollem Einsatz merklich kürzer treten – die Gründe sind beruflicher und familiärer Natur. „Ich werde verstärkt in der zweiten Mannschaft auflaufen, für die Erste bin ich dann nur noch Stand-by-Spieler“, verrät der 32-Jährige. Ein zweiter Abgang stehe für die nächste Spielzeit auch schon fest. Da sich der neue Klub aber noch nicht gemeldet habe, muss der Name vorerst geheim bleiben.

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„Wichtig ist, dass unsere umworbenen Youngster alle für die nächste Saison zugesagt haben“, sagt der Manager. Im vergangenen Sommer gab es einen Umbruch bei den Deisterstädtern. Speziell die jungen Zugänge Florian Nolte, Noah Herhaus, Dominik Hänel und Mustafa Cinar schlugen voll ein. Das Aufgebot wird für 2020/21 – oder wann auch immer die nächste Spielzeit auf dem Programm stehen wird – wohl um zwei Akteure verstärkt werden, um wieder auf einen 26-Mann-Kader zu kommen.

„Die Landesliga ist für uns eine sehr reizvolle und sportlich attraktive Aufgabe, wird aber immer schwierig bleiben“, sagt Körber. Beim TSV mache sich keiner etwas vor: Das nötige Kleingeld fehlte schon vor Corona im Verein, daher wird alles mit Auge gemacht. Wenn sich gute Möglichkeiten ergeben, werden die Barsinghäuser zuschlagen. „Wir haben da schon einige im Visier, die auch vom Charakter zu uns passen würden“, sagt der Verantwortliche.

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Und das ist ein wichtiger Faktor, denn der gute Teamgeist beim TSV Barsinghausen ist weit über die Grenzen des Calenberger Landes bekannt. Momentan sind die Spieler, die unter normalen Umständen auch privat viel miteinander unternehmen, auf Mannschaftstreffen bei der Videoplattform Zoom angewiesen, um im größeren Rahmen beisammen zu sein.

Es gibt zudem Lauftreffs in Kleingruppen, wie Körber verrät. Die Zeit ohne sämtliche Teamkollegen werde nichts an dem Zusammenhalt ändern: „Wir sind eine homogene Truppe.“

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Der Manager und Noch-Spieler ist davon überzeugt, dass auch die finanziellen Schäden bei seinem Verein durch die Corona-Krise überschaubar sein werden. „Seitdem ich hier bin, wurde das Geld noch nie aus dem Fenster geschmissen. Unsere Sponsoren sind breit aufgestellt, und das in unterschiedlichen Branchen“, sagt er.

Einschnitte werde es natürlich geben, wenn der Weg zurück in die Normalität wieder anrollt. „Aber das können wir verkraften. Der TSV Barsinghausen wird gestärkt aus dieser Krise herausgehen“, sagt Marvin Körber.

Interessenten an der Maske können eine E-Mail an info@printshop-barsinghausen.de schreiben.