17. Februar 2022 / 10:24 Uhr

"Wird brutal schwer": Bleibt Basche mit alten Bekannten und echten Neuen drin?

"Wird brutal schwer": Bleibt Basche mit alten Bekannten und echten Neuen drin?

Jens Niggemeyer
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Die Barsinghäuser Verantwortlichen erwarten einen intensiven Kampf um den Klassenerhalt.
Die Barsinghäuser Verantwortlichen erwarten einen intensiven Kampf um den Klassenerhalt. © deisterpics/Stefan Zwing
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"Es wird brutal schwer, die Klasse zu halten", sagt Toni Pagano, Trainer des TSV Barsinghausen, vor Beginn der Landesliga-Abstiegsrunde. Dabei helfen sollen Rückkehrer Kienlin, zwei weitere externe Neue sowie zwei zuletzt Langzeitverletzte.

Nach der Hälfte der Vorrunde lag der TSV Barsinghausen in der Landesliga Süd mit 13 Punkten aus neun Spielen aussichtsreich auf Rang fünf. Das Team von Toni Pagano und Ricardo Díaz García hatte trotz elf Neuzugängen und einiger Personalprobleme einen guten Saisonstart hingelegt und zählte zu den spielstärksten Mannschaften der Staffel. „Unser Ziel war es, das Team zu stabilisieren“, so Pagano. „Das hat in Ansätzen auch gut geklappt.“

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Trotz der guten Leistungen im ersten Teil der Qualifikationsrunde habe man jedoch Punkte liegen gelassen. In den letzten sechs Partien sei dann die Liste an Ausfällen durch Ur­laub, Verletzungen, Abgänge und Sperren zu groß gewesen. „Das hat uns Knüppel zwischen die Beine geworfen und war letztlich nicht mehr zu kompensieren.“ Zeitweise habe eine zweistellige Zahl an Stammkräften gefehlt und man habe improvisieren mü­s­sen.

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In der Endphase setzte es fünf Nieder­lagen bei nur noch einem Sieg. „In dieser Liga musst du in Schlüsselspielen immer 100 Prozent auf den Platz bringen, 70 reichen da nicht.“ Auf der anderen Seite habe die Notwendigkeit, junge Talente ins kalte Wasser werfen zu müssen, auch eine gute Seite: „Die Jungs haben wichtige Erfahrungen gesammelt.“

Pagano erhofft sich für die Abstiegsrunde, weniger erzwungene Personalrochaden vornehmen zu müssen. Zu den Langzeitverletzten André Brockmann, Robin Abram und Kevin Kitsch fielen weitere Leistungsträger wie Robert Just und Lennart Dudek wochenlang aus, dazu kamen die Platzverweise von Pascal Martin und Tim-Liam Freund. „Wir erwarten, dass die Jungs in den nächsten Monaten das eine oder andere Private hintanstellen und voll durchziehen, denn auch wenn alle Mann an Bord sind, wird es brutal schwer, die Klasse zu halten“, so Pagano.

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Brockmann und Abram gefühlte Neuzugänge

Abwehrallrounder Brockmann werde nach seinem Kreuzbandriss wohl bald wieder ins Mannschaftstraining einsteigen, auch Abram, der fast zwei Jahre wegen chronischer Knieprobleme passen musste, ist auf einem guten Weg: „Er spielt schon Unifußball und im Soccerpark und hat uns signalisiert, dass es gut aussehe. Das sind für uns quasi zwei Neuzugänge für die Abstiegsrunde“, sagt Pagano.

Für die Abstiegsrunde haben sich die Barsinghäuser nun einen Hochkaräter als Neuzugang geangelt: Ex-Kapitän Tobias Kienlin kehrt vom Oberligisten 1. FC Germania Egestorf/Langreder zurück. „Toll, dass das geklappt hat. Tobi wird auf jeden Fall eine zentrale Rolle spielen“, sagt Pagano. Dazu kommt mit Schechmous Leilo (DJK Marathon Hannover) eine weitere externe Verstärkung für die Offensive. Der 19-jährigen Finn Brumma (neu von Arminia Hannover) fühlt sich in der Abwehrkette am wohlsten.

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„An Tobi haben wir gefühlt ein Jahr lang gebaggert, und wir sind froh, dass er sich für uns entschieden hat“, so Pagano. „Mit seinem brutalen Tempo, seinen tiefen Läufen, seinem Zug zum Tor und seinem Abschluss wird er uns auf Anhieb helfen“, sagt der Coach. Kienlin sei äußerst ambitioniert, ehrgeizig und ein absoluter Teamplayer. „Er war ja vorher nicht von ungefähr Capitano und hat ein enormes Standing in der Mannschaft.“ Ob als zentraler Mittelfeldspieler oder als hängende Spitze, Kienlin werde dem Team qualitativ einen Schub verpassen.

Leilo eine Alternative für die Außenbahn

Der wendige, drahtige Leilo sei aufgrund seiner Dribbelstärke und seines guten Abschlusses eine interessante Option für die offensive Außenbahn. „Der Junge macht einen guten Eindruck und wird seine Einsatzzeiten bekommen“, lobt sein neuer Coach. Eventuell komme noch ein weiterer Mann für die Flügel, „der kann offensiv und defensiv alle Außenpositionen spielen – mal sehen, ob das klappt“, so Pagano.

Mit Marco Schubrink (TV Jahn Leveste) hat der TSV zudem noch einen weiteren Keeper verpflichtet. „Vor allem, um die Trainingsqualität hochzuhalten. Am Wochenende ist er vor allem für die zweite Mannschaft eingeplant.“

Zerschlagen habe sich hingegen laut Pagano die Verpflichtung von Benjamin Hartmann. „Wir hätten ihn mit seiner Geschwindigkeit gerne geholt, aber er wird doch noch ein halbes Jahr beim TSV Stelingen bleiben.“ Gleich am 1. Spieltag (5./6. März) stehen sich diese beiden Teams am Forstweg gegenüber.

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