16. September 2021 / 16:01 Uhr

"Punktausbeute fast zu gut": Basche-Coach Pagano warnt vor Blick auf Tabelle

"Punktausbeute fast zu gut": Basche-Coach Pagano warnt vor Blick auf Tabelle

Jens Niggemeyer
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Toni Pagano (rechts) und Trainerkollege Ricardo Díaz García schätzen die Lage beim TSV Barsinghausen realistisch ein.
Toni Pagano (rechts) und Trainerkollege Ricardo Díaz García schätzen die Lage beim TSV Barsinghausen realistisch ein. © Dennis Michelmann
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Vor dem Spiel in Bad Pyrmont sieht es richtig gut aus für den TSV Barsinghausen. Rang drei, nur eine Niederlage. "So sehr wir uns natürlich darüber freuen, die Punktausbeute ist fast zu gut", sagt Coach Toni Pagano. So stark, wie die Tabellenplatzierung suggeriere, sei man (noch) nicht - speziell im Defensivverhalten.

Toni Pagano bemüht sich, die Lage realistisch und nüchtern einzuschätzen: Zwölf Zähler nach sieben Spielen, 15:12 Tore, nur eine Niederlage, Platz drei in der Landesliga Süd – optisch sieht das für den TSV Barsinghausen momentan sehr gut aus. „So sehr wir uns natürlich darüber freuen, die Punktausbeute ist allerdings fast zu gut“, relativiert der Coach mit Blick auf die bisherigen Leistungen und Spielverläufe. „Das war aber auch klar: Denn diese junge Mannschaft zu entwickeln, ist ein Prozess. Das geht nicht in drei Monaten.“

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Vor allem eine Baustelle hat Pagano ausgemacht: „Wir müssen weiter an unserem Defensivverhalten arbeiten. Wir kriegen zu viele Gegentore, Wenn du jedes Spiel zwei Dinger kassierst, wird’s irgendwann schwer zu gewinnen.“

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Im Auswärtsspiel am Sonntag (15 Uhr) bei der SpVgg. Bad Pyrmont starten die Barsinghäuser einen erneuten Versuch, die Zahl der gegnerischen Chancen und Gegentreffer zu reduzieren. „Vor allem gruppentaktisch gibt es noch vieles zu optimieren“, so der Coach. „Wann rücken die Innenverteidiger raus? Wie kriege ich eine bessere Tiefenstaffelung hin? Wie und wann verschieben wir? Schaffen wir es, konsequent durchzuverteidigen?“

Es sei nicht so leicht, es hinzukriegen, dass elf Spieler so synchron verteidigten, dass der Gegner sich die Zähne ausbeißen würden. In dieser Woche wurde außer an der Arbeit gegen den Ball auch verstärkt am Spiel mit dem Ball gefeilt, denn Pagano rechnet schon damit, dass die Hausherren bemüht sein werden, seiner Mannschaft die Initiative zu überlassen. „Wir werden wohl mehr den Ball haben. Das ist etwas, was in den bisherigen Spielen nicht so von uns verlangt worden ist.“

Pagano erwartet kein Pyrmonter Feuerwerk

Er glaube, das die Bad Pyrmonter versuchen würden, mit denselben Waffen zum Erfolg zu kommen, wie es bislang seiner Mannschaft so gut gelungen sei. „Die werden kein Offensivfeuerwerk abbrennen, sondern griffig und aggressiv verteidigen und auf schnelles Umschaltspiel setzen.“ Er erwarte ein „knackiges, enges Spiel“, bei dem nicht zuletzt die bessere Tagesform den Ausschlag geben könne. „Wer das erste Tor schießt, hat eine hohe Wahrscheinlichkeit, am Ende als Sieger vom Platz zu gehen.“

Die psychologische Ausgangssituation sei spannend: „Wir werden zum ersten Mal als Favorit in ein Spiel gehen, weil aufgrund der Tabellenlage alle denken, wir sind schon total gut. Das ist aber objektiv betrachtet nicht der Fall“, bemüht sich Pagano um eine nüchterne Analyse. Da Robert Just aus dem Urlaub zurück ist, stehen Pagano und Ricardo Díaz García insgesamt 21 Spieler zur Verfügung. „Wir werden also erstmals in dieser Saison ein paar Jungs aus dem Kader streichen und in die Zweite schicken müssen.“