13. September 2020 / 20:29 Uhr

"Kaputt vom Platz geschlichen": Barsinghäuser erkämpfen Heimsieg gegen Sarstedt

"Kaputt vom Platz geschlichen": Barsinghäuser erkämpfen Heimsieg gegen Sarstedt

Jens Niggemeyer
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Die Spieler des TSV Barsinghausen feiern den Treffer zum 2:1.
Die Spieler des TSV Barsinghausen feiern den Treffer zum 2:1. © deisterpics/Stefan Zwing
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Diesen Heimerfolg hat sich der TSV Barsinghausen hart erarbeitet. Die Spieler seien "total kaputt vom Platz geschlichen", lobte Trainer Dennis Herrmann nach dem 2:1 gegen den 1. FC Sarstedt. Zum Matchwinner avancierte Torhüter Tim-Liam Freund, der in der Schlussphase drei Hochkaräter entschärfte.

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Einmal mehr hat der TSV Barsinghausen in der Landesliga Süd seine Heimqualitäten unter Beweis gestellt: Gegen den hoch eingeschätzten Aufsteiger 1. FC Sarstedt setzte sich das Team von Dennis Herrmann nach einem zerfahrenen, teilweise hektischen Duell knapp mit 2:1 durch. „Es war eine starke Teamleistung“, lobte der Coach. „Die Jungs haben mit enormem Kampfgeist, viel Leidenschaft und großem Willen gespielt. Am Ende sind sie total kaputt vom Platz geschlichen.“ Diese Einstellung habe er allerdings auch gefordert. „Und gegen diesen Gegner war das auch absolut nötig.“

"Tim hat uns den Sieg gerettet"

Der Ko-Trainer der Gäste buchte das Ganze letztlich unter Lernprozess ab. „Die erste Hälfte haben wir verpennt – da waren wir schwach“, monierte Eugen Klein. „Nach der Pause haben wir dann ein besseres Gesicht gezeigt, Moral bewiesen und vor allem in der letzten halben Stunde gedrückt.“ Dem möglichen 2:2 habe jedoch Barsinghausens Keeper Tim-Liam Freund im Weg gestanden, der in der Schlussphase drei Hochkaräter entschärft habe. Das sah auch Herrmann so: „Tim hat uns mit diesen drei Paraden den Sieg gerettet.“

Bilder vom Spiel der Landesliga Süd zwischen dem TSV Barsinghausen und 1. FC Sarstedt

Barsinghausens Marcel Dunsing (rechts) versucht, die Hereingabe von Sarstedts Hannes Thomas zu stoppen. Zur Galerie
Barsinghausens Marcel Dunsing (rechts) versucht, die Hereingabe von Sarstedts Hannes Thomas zu stoppen. ©

Der Barsinghäuser Trainer hatte das System verändert, seine Mannschaft diesmal in einem 4-2-3-1 angeordnet, ließ die Viererkette relativ weit vorschieben und seine Schützlinge den Gegner frühzeitig anlaufen. „Wir wollten das Aufbauspiel der Sarstedter unterbinden und gleichzeitig möglichst schon Ballgewinne in deren Hälfte.“ Das eine klappte ganz ordentlich, denn Spielfluss kam bei den Gästen zunächst nicht auf. „Allerdings kamen wir nicht zu den erhofften Chancen“, so Herrmann.

Außer O'Donnells Schuss kommt nicht viel

Klein fehlte im ersten Spielabschnitt zweierlei: „Wir hatten trotz der hoch stehenden Abwehrkette des Gegners keine guten Laufwege und keine Tiefe in unserem Spiel, und uns fehlte in der Offensive die Durchschlagskraft.“ Außer einem 20-Meter-Schuss von Gideon O‘Donnell sei die eigene Mannschaft vor dem Wechsel nicht gefährlich geworden.

Die Hausherren schafften dies zumindest zweimal: Nach 20 Minuten fuhr der TSV – in einer Druckphase der Gäste – den ersten gelungenen Angriff, doch Luca Triebsch scheiterte an Keeper Jan Arendt, den Nachschuss von Florian Nolte klärte ein Sarstedter auf der Linie, der dritte Versuch von Refaat Hasso schlug allerdings zum 1:0 ein. „Das war eine Erlösung und wichtig für den Kopf“, so der TSV-Coach. Zehn Minuten später war Pascal Martin nach einer Ecke per Kopf zur Stelle und erhöhte auf 2:0. Herrmann: „Das hat den Sarstedtern einen kleinen Knacks verpasst.“

Nach dem Wechsel hätte der TSV trotz Dauerdrucks der Gäste den Sack zügig zubinden können. Zunächst tauchte Nolte frei vor dem Gehäuse auf, scheiterte allerdings (49.), dann traf Marcel Dunsing nach einem Eckball nur die Lattenunterkante (53.). „Geht das Ding rein, wären wir k.o. gewesen“, räumte Klein ein.

Freund hält dem TSV die Punkte fest

Doch von da an lief das Spiel nur noch in eine Richtung: Die Gäste schnürten die Barsinghäuser ein, ließen diesen keine Luft zum Atmen. Hannes Thomas verkürzte per Kopf auf 1:2 (57.), danach hatten zweimal Jonas Jürgens sowie einmal Gilles-Asri Kvadjovie – jeweils allein vor Freund – den Ausgleich auf dem Fuß, doch der TSV-Keeper fischte alles weg. „Wir haben das Ergebnis mit Glück und Geschick verteidigt“, freute sich Herrmann über die Einsatzbereitschaft seiner Spieler.

Zwischenzeitlich hatten der Barsinghäuser Noah Herhaus und der Sarstedter Aron Ludewig nach einem Gerangel die Rote Karte (78.) gesehen. „Der Schiri hat ein Superspiel abgeliefert, aber da hätte es für beide auch Gelb getan“, so Klein.