09. Oktober 2020 / 11:13 Uhr

"Ganz klar, ein Vorteil": Barsinghausen baut gegen Eldagsen und später auf Kunstrasen

"Ganz klar, ein Vorteil": Barsinghausen baut gegen Eldagsen und später auf Kunstrasen

Jens Niggemeyer
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Dominik Hänel (links) und der TSV Barsinghausen bitten Rune Flohr und seine Eldagser zum Nachbarschaftsduell.
Dominik Hänel (links) und der TSV Barsinghausen bitten Rune Flohr und seine Eldagser zum Nachbarschaftsduell. © deisterpics/Stefan Zwing
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Mit dem TSV Barsinghausen und FC Eldagsen treffen am Sonntag in der Landesliga Süd zwei Nachbarn geographischer und tabellarischer Natur aufeinander. Die Gastgeber setzen in der dunkleren Jahreszeit wieder auf ihren Kunstrasenplatz, auf dem sie trainieren, spielen und traditionell mehr punkten.

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Jahr für Jahr zeigt sich, dass der TSV Barsinghausen im Spätherbst, Winter und Frühjahr daheim besonders effizient punktet. Grund ist der Kunstrasen, den die Kicker aus der Deisterstadt aus dem Effeff kennen, weil sie darauf trainieren und spielen und weil sie wissen, wie man den Ball auf diesem speziellen Untergrund temperiert. „Ganz klar, das ist für uns ein Vorteil“, sagt Dennis Herrmann.

Das war es in der Bezirksliga, und das ist es auch eine Klasse höher in der Landesliga Süd. „Und darauf hoffen wir natürlich auch in dieser Saison“, sagt er. Der Coach wünscht sich, dass seine Mannschaft ihre Heimstärke auch im Nachbarschaftsduell am Sonntag (15 Uhr) gegen den FC Eldagsen zeigt.

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Gästetrainer Holger Gehrmann erwartet ein Duell auf Augenhöhe: „Es kommt auf Kleinigkeiten an.“ Zuletzt beim 3:2 gegen den SV Bavenstedt habe seine Mannschaft gegen einen „Top-Gegner“ einen starken Auftritt abgeliefert, aber auch das nötige Glück gehabt. „Das gleicht sich gewöhnlich über die Saison aus. Ich hoffe aber nicht, dass wir schon in Barsinghausen von Pech betroffen sind“, sagt er.

"Die Jungs müssen mehr sprechen"

Herrmann glaubt zu wissen, was für ein positives Ergebnis nötig sein wird: Dass die Mannschaft anders als beim 2:5 in Wunstorf oder dem jüngsten 0:4 beim VfR Evesen die Anfangsphase einmal nicht verschlafe. „In beiden Spielen fehlte zu Beginn die Gegenwehr, und beide Male lagen wir schnell 0:3 hinten – damit spielt es sich natürlich nicht so einfach“, sagt er. Und Herrmann verlangt mehr Kommunikation, „die Jungs müssen mehr sprechen“.

Er rechne mit einem extrem engen Match. Mut mache ihm das Training: „Das sah vor allem in den Spielformen sehr gut aus, da war Tempo drin.“ Apropos Training: Herrmann weist darauf hin, dass sich die Spieler unter der Woche zusammengesetzt und sich ausgesprochen haben, ohne das Trainerteam. Wichtigster Inhalt: Die Beteiligung während der Übungseinheiten. „Wir haben nur noch sieben Wochen bis zur Winterpause, da ist es wichtig, dass so viele Spieler wie möglich dreimal die Woche trainieren. Leichtfertige Absagen sollten also der Vergangenheit angehören.“

Eldagsens Trainer sieht Teams auf Augenhöhe

Gehrmann blickt der Aufgabe zuversichtlich entgegen: „Ich bin mit dem bisherigen Saisonverlauf nicht unzufrieden. Die Jungs haben nur zum Start gegen Evesen verwachst, in den restlichen Spielen hatten wir immer Phasen, in denen die Mannschaft trotz einiger Wackler vieles gut gemacht hat.“

Grundsätzlich sehe er beide Teams auf einem Level, beide aktuell mit denselben Problemen. „Wir haben zwar fußballerisch nicht immer die besten Lösungen parat, funktionieren aber als Team“, sagt der Trainer der Senfstädter. Er habe „höchsten Respekt“ vor dem TSV, empfinde vor allem seine mannschaftliche Geschlossenheit als Trumpf. „Wir werden viel arbeiten müssen, um dort etwas mitzunehmen.“