21. November 2021 / 17:58 Uhr

Duell der Dezimierten: Basche gegen Hemmingen "gedanklich und körperlich zu langsam"

Duell der Dezimierten: Basche gegen Hemmingen "gedanklich und körperlich zu langsam"

Jens Niggemeyer
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Ein Feldspieler zwischen den Pfosten: Alexander Wissel (rechts) hütet das Barsinghäuser Tor.
Ein Feldspieler zwischen den Pfosten: Alexander Wissel (rechts) hütet das Barsinghäuser Tor. © deisterpics/Stefan Zwing
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Nichts zu melden hatte der TSV Barsinghausen im Heimspiel der Landesliga Süd gegen den SC Hemmingen-Westerfeld. Im Duell zweier personell geschwächter Teams war das von Coach Toni Pagano "gedanklich und körperlich zu langsam", unterlag deutlich mit 0:4. 

Im Duell zweiter Teams mit enormen Besetzungsproblemen hat das mit der größere Anzahl an Ausfällen keine Chance gehabt: Im Heimspiel gegen den SC Hemmingen-Westerfeld blieben die Landesliga-Kicker des TSV Barsinghausen chancenlos und unterlagen verdientermaßen mit 0:4 (0:3). „Mit Alex Wissel hatten wir einen Feldspieler im Tor, dazu mussten mit Gibril Ceesay, Dodzi Julio Kotchi und Jannes Wittkohl drei angeschlagene Jungs durchziehen, die wir normalerweise gar nicht gebracht hätten“, schilderte TSV-Coach Toni Pagano die Ausgangslage.

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Der Spielverlauf sei dann wie erwartet respektive wie befürchtet gewesen. „Wir waren heute gedanklich und körperlich zu langsam, haben dem Gegner zu viele Freiräume gelassen.“

Bilder vom Spiel der Landesliga Süd zwischen dem TSV Barsinghausen und SC Hemmingen-Westerfeld

Barsinghausens Jannes Wittkohl (links) will sich den Hemminger Aded Owusu vom Leib halten. Zur Galerie
Barsinghausens Jannes Wittkohl (links) will sich den Hemminger Aded Owusu vom Leib halten. ©

Gästetrainer Martin Pyka zeigte sich mit dem Auftritt seiner ebenfalls ersatzgeschwächten Mannschaft zufrieden: „Bis auf eine kurze Phase nach der Pause hatten wir das Spiel komplett im Griff. Die Mannschaft hat den Ball gut laufen lassen, zum Teil wirklich sehenswert kombiniert, sich extrem viele sehr gute Chancen erarbeitet und hätte durchaus höher gewinnen können.“

Bereits nach drei Minuten nahm die Partie aus Sicht der Hausherren einen negativen Verlauf. „Nach einem langen Ball auf unseren Mittelstürmer haben wir den Ball vorne nicht festmachen können und sind in einen Konter gelaufen“, ärgerte sich Pagano. Als Folge eines Passes in eine der Schnittstellen der TSV-Viererkette sorgte Wisam Askar für das frühe 1:0 der Gäste.

Hemminger spielen sich immer wieder durch

Das machte die Aufgabe für die ohnehin nicht sonderlich selbstbewusst wirkenden Barsinghäuser nicht einfacher. Der TSV agierte betont abwartend, kam allerdings nicht wie gewohnt in die Zweikämpfe. „Angesichts unserer Personallage hatten wir zwar eine passivere, defensivere Marschrichtung ausgegeben“, so Pagano. Doch habe er schon gehofft, dass seine Schützlinge präsenter und wacher agiert hätten. „Wir kamen zu oft zu spät.“

Die Hemminger nutzten die Defizite der Gastgeber weidlich aus, konnten ihre Spielphilosophie einigermaßen unbedrängt ausleben. „Wir haben immer wieder sauber von hinten raus durchspielen können“, freute sich SC-Coach Pyka. Bis zur Pause legten Obed Owusu (28.) – erneut nach einem präzisen Steckpass – und Julian Hyde mit einem Kopfball im Anschluss an eine Ecke (32.) noch zwei Treffer nach.


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„Wir hatten bis zur Halbzeit noch vier weitere richtig gute Chancen, hätten da schon 5:0 führen können“, so der Hemminger Trainer. Aufseiten des TSV gab es offensiv nur eine Kopfballchance (40.) zu notieren, mehr brachten die Deisterstädter in den ersten 45 Minuten nicht zustande.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Gastgeber etwas besser ins Spiel, zwangen den SC zu einigen Ballverlusten, konnten daraus aber kein Kapital schlagen, blieben harmlos. Nach zehn Minuten übernahmen die Gäste wieder das Kommando, bauten Druck auf, brachten die Barsinghäuser ins Laufen und erhöhten durch Jaaub Fakih folgerichtig auf 4:0 (72.).

Aussicht auf Besserung beim TSV

Der Rest der Partie entwickelte sich zu einem Schaulaufen der Gäste, die den Ball zirkulieren ließen, den Gegner müde spielten und sich so noch eine Handvoll weiterer Hochkaräter verschafften. Doch es fehlte die letzte Konsequenz, um das Resultat weiter in die Höhe zu schrauben. Den Ehrentreffer für den TSV hatte Marvin Bialucha auf dem Fuß, doch er brachte den Ball freistehend vor dem Gästekeeper nicht im TSV-Tor unter.

„Nächste Woche in Sarstedt sieht es personell ein kleines bisschen besser aus“, blickte Pagano nach dem Abpfiff schon voraus. „Da haben wir mit Kai Witt wieder einen Torwart in der Kiste, dazu stehen Lennart Dudek, Robert Just sowie Refaat Hasso und Patrik Müller zur Verfügung. Und vielleicht sind die angeschlagenen Spieler auch wieder fit.“