17. Oktober 2020 / 20:26 Uhr

Abnutzungskampf droht: Barsinghausen will gegen Bad Pyrmont "über die Grenzen hinausgehen"

Abnutzungskampf droht: Barsinghausen will gegen Bad Pyrmont "über die Grenzen hinausgehen"

Jens Niggemeyer
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Pascal Martin (grünes Trikot, hier im Spiel gegen Wunstorf) will mit dem TSV Barsinghausen gegen Bad Pyrmont zurück in die Erfolgsspur. 
Pascal Martin (grünes Trikot, hier im Spiel gegen Wunstorf) will mit dem TSV Barsinghausen gegen Bad Pyrmont zurück in die Erfolgsspur.  © CHRISTIAN HANKE
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So richtig in Fahrt ist der TSV Barsinghausen in der noch jungen Saison noch nicht gekommen. Das soll sich im Auswärtsspiel bei der SpVgg Bad Pyrmont (Sonntag, 16 Uhr) ändern. Co-Trainer Markus Grajewski erwartet ein Kampfspiel, bei dem sich beide Seiten belauern und beackern werden. "Wer den ersten Fehler macht, kann schon der Verlierer sein", sagt Grajewski.

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Wenn der TSV Barsinghausen am Sonntag (16 Uhr) bei der SpVgg Bad Pyrmont aufläuft, stehen die Chancen, den zweiten Dreier der Saison einzufahren, fifty-fifty. Davon geht zumindest Co-Trainer Markus Grajewski aus: Beide Seiten seien nicht gut aus den Startlöchern gekommen, beide haben vier Punkte auf der Habenseite.

„Wir lassen uns aber von der Tabelle nicht blenden, denn für uns ist in dieser Liga jedes Spiel hart. Wir brauchen immer 100 Prozent an Leistung, um etwas mitzunehmen, ja, eigentlich müssen die Jungs sogar über die Grenzen hinausgehen, um Spiele zu gewinnen.“

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Spiel in Hemmingen macht Mut

Der jüngste Auftritt beim 0:3 in Hemmingen habe dem Trainerteam aber Mut gegeben. „Da haben sie bewiesen, dass die Mannschaft intakt ist.“ Biss, Leidenschaft, Teamgeist und Willen seien spürbar gewesen. Es hapert derzeit allerdings vor allem in der Vorwärtsbewegung. Die Abgänge von Tobias Kienlin und Marvin Körber sowie die Verletzung von Robin Abram und der Platzverweis von Noah Herhaus hätten sich auf jeden Fall negativ bemerkbar gemacht – es mangele ein wenig an Tempo.

„Mit Atakan Cicin haben wir schon einen Spieler mit Geschwindigkeit, Technik und Zug, aber er braucht noch ein paar Spiele. Man merkt, dass er zuletzt nur auf Kreisliga-Niveau unterwegs war.“ Auch Allrounder Luca Triebsch mit seiner Dribbelstärke ist grundsätzlich eine Offensivwaffe. „Das hat er in den vergangenen Jahren ja oft genug bewiesen.“

Dazu komme Patrik Müller, der im bisherigen Saisonverlauf aus unterschiedlichen Gründen noch nicht so zur Geltung gekommen sei. „Leider stehen er, André Brockmann und Alexander Wissel am Wochenende aus privaten Gründen nicht zur Verfügung“, ärgert sich Grajewski. „Es gibt Phasen, in denen das besser passt.“ Was der Mannschaft im letzten Drittel oft fehle, seien die letzte Präzision beim finalen Pass, Mut und Durchsetzungsvermögen im Eins-gegen-Eins, aber auch das nötig Quäntchen Glück. „Das müssen wir uns erarbeiten“, fordert der TSV-Co.

Grajewski rechnet mit Zerstörungs-Fußball von Bad Pyrmont

Psychologisch wichtig wäre es auch, wenn es das Team endlich einmal schaffen würde, in Führung zu gehen. „Das macht vieles leichter. Dann wächst auch das Selbstvertrauen.“ Alles in allem sei die Stimmung aber weiterhin gut. „Wir haben 18 Mann im Training, die Jungs haben Spaß am Fußball und daran, als Team zu arbeiten.“ Er wisse, dass das nach Floskeln klinge. „Hier bei uns haben aber alle Bock darauf, das Ruder herumzureißen.“

In Bad Pyrmont kehrt Kapitän Nolte nach seiner Gelb-Rot-Sperre ins Team zurück, auch Startelf-Einsätze des lange verletzten Lennart Dudek oder der zuletzt angeschlagenen Marcel Dunsing und Noah Herhaus seien denkbar. „Wir werden auf jeden Fall eine schlagkräftige Mannschafts aufs Feld schicken“, betont Grajewski. Er rechne mit einer Gastgeber-Team, das robust zur Sache gehen und primär auf Zerstörung aus sein werde. „Es kann schon sein, dass die Bad Pyrmonter uns die Pille überlassen und Konter fahren wollen.“

Es drohe ein Duell, in dem sich beide Seiten belauern und beackern, eine Art Abnutzungskampf. „Wer den ersten dicken Fehler macht, kann schon der Verlierer sein.“ Wichtig sei, dass die Spieler begreifen, was jeder Einzelne und alle als Team investieren müssen. „Nämlich immer das Maximum.“