11. September 2021 / 21:52 Uhr

TSV Bordesholm bleibt Oberliga-Spitzenreiter

TSV Bordesholm bleibt Oberliga-Spitzenreiter

Jan-Phillip Wottge
Kieler Nachrichten
Mit Volldampf überspringt Bordesholms Jasper Bandholt (li.) die Grätsche von Eckernfördes Thilo Lorenz (re.).
Mit Volldampf überspringt Bordesholms Jasper Bandholt (li.) die Grätsche von Eckernfördes Thilo Lorenz (re.). © Jan-Phillip Wottge
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In der Fußball-Oberliga Nord trennten sich der TSV Bordesholm und der Eckernförder SV torlos. Beide Teams sind somit weiterhin ungeschlagen. Der TSV Bordesholm bleibt mit acht Punkten Spitzenreiter vor dem Eckernförder SV.

Manchmal haben Nullnummern auch ihren ganz besonderen Reiz: Im Oberligaduell zwischen dem TSV Bordesholm und dem Eckernförder SV bewahrten sich beide Teams durch das torlose Unentschieden ihren Nimbus, in dieser Saison weiterhin unbesiegt zu sein. Die gastgebende Sörensen-Elf verteidigte zudem auch seine Spitzenposition im Oberliga-Ranking.

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„Für uns sind das trotzdem zwei verlorene Punkte. Nicht vom Spielverlauf her. Sondern weil es vielmehr unser Anspruch sein muss, ein Heimspiel gegen den Eckernförder SV zu gewinnen“, sagte Bordesholms Coach Björn Sörensen nach der zweiten Nullnummer vor heimischer Kulisse. Die 100 Zuschauer bekamen zwischen Regenschauern und Sonnenstrahlen ein kunterbuntes Potpourri an taktischen Kniffen serviert. Zeitweise erinnert der Oberligagipfel mehr an Rasenschach oder American Football. Das Ziel: Den Gegner mit einem Spielzug matt setzen.

Sörensen wählte die Strategie mit Diagonalbällen aus dem Zentrum, die Flügel zu öffnen. Eckernfördes Trainer Maik Haberlag, der ebenfalls der Holstein-Trainerschule entstammt, ließ mit hoher Intensität Mann-gegen-Mann verteidigen. Es entwickelte sich ein munteres Frage-Antwort-Spiel. Und der ESV hatte zumeist die richtigen Antworten parat, weil die Gastgeber im Angriffsdrittel zunächst jegliche Präzision im Passspiel vermissen ließen. „Es ist verdammt nervig, wenn der Gegner immer an einem dran ist. Holstein hat das unter Karsten Neitzel damals ähnlich praktiziert“, bemerkte Bordesholms Mittelfeldmotor Florian Härter.

Bordesholm biss sich die Zähne an der laufintensiven Defensivarbeit des Haberlag-Schützlinge aus. Ein Fernschuss von Noah Elias Purtz (15.) sowie eine Freistoßflanke des 18-jährigen Neuzugangs, die die Latte touchierte (37.), blieben bis zur Halbzeit die einzigen Gefahrenmomente für das ESV-Tor. Die Gäste kamen durch Jan-Ole Jürgensen (29.) und Malte Eggers (33.) zum Abschluss, ohne dass Bordesholms Keeper Chris Kröhnert eingreifen musste.

„Schöner Fußball geht anders. Aber wir haben unseren Plan gut umgesetzt. Manchmal muss man einfach gut und diszipliniert verteidigen, um sich zu belohnen“, konstatierte ESV-Coach Haberlag. Und die Belohnung mit drei Punkten rückte in die Nähe des Machbaren: Jürgensen köpfte unbehelligt nach einem Eckball aus fünf Metern neben das Tor (56.). Nach einem Querpass von Eggers stand der eingewechselte Malte Clausen mutterseelenallein vor dem leeren Bordesholmer Gehäuse, doch er traf den Ball nicht richtig (63.).

Stürzt der Spitzenreiter? Gewinnt der Eckernförder SV gar das dritte Spiel in Folge? Der TSV Bordesholm öffnete leicht das Visier. Luca Groth zog nach feinem Antritt ab, doch der Ball senkte sich von oben auf das Netz (69.). Dann zirkelte Maximilan Musci eine Flanke aus dem Halbfeld auf den langen Pfosten, wo sich Bordesholms Torjäger Malte Lucht endlich mal der Dauerbewachung von Leon Knittel entziehen konnte und an den Pfosten köpfte (75.). „Beide Teams haben die Chance, das Spiel zu zumachen. Heute haben wir es verpasst, mehr Tempo ins Spiel zu bekommen. Eckernförde hat es weg verteidigt. Die Taktik hat das Spiel geprägt “, bilanzierte Sörensen und traf damit den Nerv von Haberlag, der sagte: „Wer wenig zulässt, bekommt auch wenig Gegentore. Bei unser Ausgangsposition ist ein Punkt in Bordesholmer ein gewonnener.“