07. Juni 2019 / 12:08 Uhr

TSV Bordesholm überzeugt als Aufsteiger mit Tabellenplatz acht

TSV Bordesholm überzeugt als Aufsteiger mit Tabellenplatz acht

Reinhard Gusner
Kieler Nachrichten
Der Bordesholmer Sebastian Klimmek (re., gegen Türkspors Tino Kern) spielte eine gute Saison für den Aufsteiger.
Der Bordesholmer Sebastian Klimmek (re., gegen Türkspors Tino Kern) spielte eine gute Saison für den Aufsteiger. © Reinhard Gusner
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Vor Saisonbeginn in der Fußball-Oberliga wurde der Aufsteiger TSV Bordesholm von vielen sogenannten Experten als vermeintlicher Abstiegskandidat gehandelt. Am Saisonende freute sich TSVB-Trainer Björn Sörensen, diese Einschätzung „eindrucksvoll widerlegt“ zu haben und zeigte sich „sehr zufrieden“, bevor er sich in seinen Urlaub verabschiedete: „Klassenerhalt geschafft und den Kreispokal verteidigt“, machte er einen Haken hinter eine erfolgreiche Spielzeit.

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Die sportlich erreichten 40 Punkte bedeuteten in der Endabrechnung Tabellenplatz acht. „Da gehören wir auch hin“, bilanzierte Sörensen, auch wenn er sagt: „Unser Ziel war es natürlich, möglichst in jedem Spiel zu versuchen, alle drei Punkte zu holen.“ Dieses Vorhaben wurde allerdings von so manchem Ligakonkurrenten durchkreuzt. Insbesondere die Flensburger Klubs TSB (1:5, 1:4) und SC Weiche 08 II (1:4, 2:4), der SV Todesfelde (0:1, 2:5) sowie Inter Türkspor Kiel (1:2, 2:3) erwiesen sich als zu große Hürden.

Die Bordesholmer standen sich auf eigenem Rasen oft selbst im Weg, was sechs Heimniederlagen (mit der annullierten gegen den TSV Schilksee wären es sogar sieben gewesen) unterstreichen. Alleine vor der Winterpause setzte es drei Heimpleiten in Serie. Dafür gab es in den letzten Spielen der Saison nach vorangegangenem Wechsel zwischen Höhen und Tiefen versöhnliche Resultate. So kassierte Landesmeister NTSV Strand 08 beim 0:1 in Bordesholm eine seiner nur zwei Saisonniederlagen und verlor nach 18 Monaten auswärts wieder eine Begegnung. Das letzte Punktspiel gewann der TSVB mit 3:2 beim Heider SV, der mittlerweile den Aufstieg in die Regionalliga Nord geschafft hat.

Auch im Kieler Kreispokal hielten sich die Bordesholmer als Titelverteidiger schadlos. Das Endspiel beim TSV Kronshagen ging nach Verlängerung (2:2) ins Elfmeterschießen, das die Bordesholmer bei Dauerregen mit 6:5 für sich entschieden und damit wieder für die erste Landesrunde qualifiziert sind. Den entscheidenden Elfmeter versenkte Marcel Vones, für den sich damit der Kreis der wichtigen Tore geschlossen hatte. Zum Saisonauftakt war er beim 1:0-Erfolg gegen den VfR Neumünster bereits Schütze eines „goldenen Tores“ gewesen.

Sörensen: „Wir beginnen alle wieder bei Null und müssen uns alles erneut hart erarbeiten."

Auch wenn Björn Sörensen „das Kollektiv als unsere Stärke“ bezeichnet, hebt er einige Spieler hervor. Wie die zum SV Todesfelde wechselnden Brüder Sebastian und Benedict Klimmek („Tragende Säulen über die gesamte Saison gesehen“), Mika Jöhnck („Er hat einen unfassbaren Sprung gemacht und gerade in der Rückrunde Verantwortung übernommen“) sowie Marvin Mohr, Luca Groth, Jonas Römpke und Alexander Meyerfeldt als „Typen, die alles mitgetragen haben“.

Insgesamt sieht Sörensen in seinen Reihen eine große Leistungsdichte und viel Qualität, wobei er einschränkt: „Das haben wir aber nicht immer auf den Platz bringen können.“ Er hofft, dass sich das in der vermeintlich schwereren zweiten Saison nach dem Aufstieg bessert, weiß aber auch: „Wir beginnen alle wieder bei Null und müssen uns alles erneut hart erarbeiten.“

Bilanz: Tabellenplatz acht – 12 Siege, 4 Unentschieden, 12 Niederlagen, 46:52 Tore, 40 Punkte, Heim: 7-1-6, 20:22 Tore, 22 Punkte, Auswärts: 5-3-6, 26:30 Tore, 18 Punkte – Gelbe Karten: 75, Gelb-Rot: 2, Rot: 0 – Eingesetzte Spieler: 24.

Spieleinsätze: Benedict Klimmek (27), Alexander Meyerfeldt, Aaron Meyerfeldt (je 25), Marcel Vones, Malte Lucht (je 24), Marvin Mohr, Jonas Römpke (je 22), Jasper Bandholt (20), Sebastian Klimmek, Pascal Entinger (je 19), Luca Groth, Sebastian Hummel (je 18), Mika Jöhnck (17), Patrick Dahmen, Simon Stegner, Tom Morschheuser (je 16), Jan-Niclas Bräunling (15), Thorsten Schütt (11), Felix Schlagelambers (8), Lauritz Molt, Tim Vicariesmann, Thies Kalina Nick Lemke (je 6), Andre Dohse (1)

Torschützen: Malte Lucht, Sebastian Klimmek (je 11), Benedict Klimmek (7), Marcel Vones, Mika Jöhnck, Jasper Bandholt (je 3), Felix Schlagelambers, Aaron Meyerfeldt (je 2), Alexander Meyerfeldt, Marvin Mohr, Tim Vicariesmann (je 1). Dazu kommt ein Eigentor des Gegners.

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