03. September 2018 / 14:37 Uhr

TSV Bramstedt siegt im Duell der Punktlosen

TSV Bramstedt siegt im Duell der Punktlosen

Tobias Denne
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Durfte sich über die ersten Punkte der Saison freuen: Lukas Frese (am Ball) vom TSV Bramstedt, hier im Duell mit Gödestorfs Nils Hagedorn.
Durfte sich über die ersten Punkte der Saison freuen: Lukas Frese (am Ball) vom TSV Bramstedt, hier im Duell mit Gödestorfs Nils Hagedorn. © JONAS KAKO
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 Der Kreisligist sichert sich mit dem 1:0 bei der TSG Osterholz-Gödestorf den ersten Saisonerfolg

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Es war das Duell Letzter gegen Vorletzter. Sowohl die Fußballer der TSG Osterholz-Gödestorf als auch die des TSV Bramstedt hatten in dieser Saison noch keine Punkte eingefahren. Neben dem FC Sulingen II bildeten sie die punktlosen Teams der Kreisliga. Für den TSV endete gegen Gödestorf das lange Streben nach Zählbarem. Mit 1:0 (1:0) gewann er und kletterte in der Tabelle auf den 13. Platz. Die TSG hingegen behält die Rote Laterne.

"Die Jungs haben sich ihr Erfolgserlebnis erarbeitet", sagte Bramstedts Trainer Sascha Feldt über den knappen Triumph gegen die von Karsten Köitsch trainierte Elf. Diese wollte eigentlich ebenfalls punkten und den letzten Platz verlassen. Köitsch: "Das Ziel waren die drei Punkte." Bramstedt begann mit einer Fünferabwehrkette, um die nötige Stabilität in der Defensive zu schaffen. "Wir haben unsere Taktik geändert, damit der Gegner das Spiel gestalten muss", schilderte Feldt den Matchplan und freute sich zugleich darüber, dass seine Mannschaft diesen gut umsetzte.

Angesichts der personellen Situation der Bramstedter ("Wir sind mit 16 gesunden Spielern angereist") schien der Trainer das richtige Mittel gegen die Gödestorfer gefunden zu haben. "Man muss sich etwas überlegen, wenn jedes Mal zwei bis drei Spieler ausfallen", war er sich im Vorfeld bewusst. Doch vollends auf die eigene Offensive verzichten wollten die Bramstedter auch nicht. Über die schnellen Spieler wie Iven Lehner wollte der TSV mit hoher Geschwindigkeit umschalten und für Gefahr vor dem Tor von Gödestorfs Gerrit Schmidt sorgen.

Elfmeter bringt die Führung

Dennoch war es kein abgeschlossener Gegenstoß, der die von Feldt trainierte Elf in Führung brachte, sondern eine Standardsituation. Nach einem Foul an der Strafraumgrenze kurz vor der Halbzeitpause zeigte Schiedsrichter Rainer Schünemann auf den Punkt. Für Feldt wie Kötisch ging der Pfiff des Unparteiischen in Ordnung. "Der Elfmeter war berechtigt, den kann man geben", gab Köitsch zu. Letztlich war es Amadeus Stucke, der zum Strafstoß antrat und für den einzigen Treffer der Partie sorgte (45.). "Mit dem 1:0 haben wir uns selbst belohnt", war Feldt mit der ersten Halbzeit durchaus zufrieden.

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Nach dem Seitenwechsel verflachte das Spiel zusehends. Das sah auch Sascha Feldt so: "Das Spiel wurde immer schlechter – auf beiden Seiten." Gerade in den letzten 20 Minuten der Partie versuchte Gödestorf noch einmal alles, um die vierte Niederlage im vierten Ligaspiel zu verhindern. "Wir haben Druck gemacht, aber leider kein Tor geschossen", sagte Köitsch, der dennoch um die Qualität der Seinen weiß: "Wir haben die Leute, um die Klasse zu halten. Die Ergebnisse sprechen allerdings eine andere Sprache." Die Gastgeber versuchten, sich immer wieder Chancen zu erarbeiten und den Ausgleich zu erzielen. "Wir hatten auch unsere Möglichkeiten", sagte Köitsch. So lief bei seinem Team viel über die linke Seite. Ingo Mehrtens brachte mehrmals das Spielgerät flach in die Gefahrenzone, ohne jedoch ein einziges Mal einen Abnehmer zu finden.

Jedes Spiel wird schwer

Feldt durfte sich dagegen über die ersten Punkte der neuen Saison freuen, denn seine Mannschaft brachte das Ergebnis über die Zeit. "Die Jungs haben sich in jeden Schuss und jeden Zweikampf reingeworfen. Vor allem als Trainer ist mir eine große Last vom Herzen gefallen." Köitsch weiß um die schwierige Situation, in der sein Team derzeit steckt. Mit
dem kommenden Gegner SV Mörsen-Scharrendorf, der selbst derzeit von Verletzungen geplagt ist, wird es unter der Woche nicht einfacher für die TSG. Zwar ist der SVMS momentan nicht das Spitzenteam wie noch in der vergangenen Saison, doch Köitsch weiß um die Situation seiner Elf: "Jede Mannschaft steht nun mal über uns, da wird jedes Spiel schwer."

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