27. März 2021 / 12:31 Uhr

"Ein großer Sprung": Torhüter Till Adebahr wechselt aus Kreisklasse zur TSV Burgdorf

"Ein großer Sprung": Torhüter Till Adebahr wechselt aus Kreisklasse zur TSV Burgdorf

Dirk Drews und David Lidón
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Frank Weber kann mit einem neuen Torhüter arbeiten - Till Adebahr kommt aus Hambühren zur TSV.
Frank Weber kann mit einem neuen Torhüter arbeiten - Till Adebahr kommt aus Hambühren zur TSV. © Debbie Jayne Kinsey/privat
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Till Adebahr wechselt vom in der 1. Kreisklasse beheimateten SV Hambühren in die Landesliga zur TSV Burgdorf. "Für mich ist das ein großer Sprung, aber ich werde mich dadurch weiterentwickeln", sagt der 19-jährige, der mit Marc Perrei und Malin Wrensch um den Platz zwischen den Pfosten kämpfen soll.

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Fündig geworden ist der Landesligist TSV Burgdorf auf der Suche nach einem Ersatz für den nach München gezogenen Torwart Mathis Peters. Till Adebahr hat sich der Mannschaft um Trainer Frank Weber angeschlossen. Der 19-jährige Keeper stand vor der Corona-Unterbrechung beim SV Hambühren in der 1. Kreisklasse Celle zwischen den Pfosten - und damit übrigens bei dem Verein, bei dem 96-Shootingstar Moussa Doumbouya seine ersten Einsätze in Deutschland hatte.

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Hambühren konnte in der Saison, die aller Voraussicht nach abgebrochen wird, in acht Partien keinen Sieg einfahren. „Till ist ein großes Talent. Ich kenne ihn noch vom SV Eintracht Celle, dort hat er schon als A-Junior unter Trainer Hilger Wirtz im Oberliga-Aufstiegsteam mittrainiert“, sagt der TSV-Coach.

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Adebahr macht seit August 2020 und noch bis Juli ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) bei Hannover 96. In der jetzigen Zeit sind seine Aufgaben und Betätigungsfelder sicherlich andere als in einem „normalen“ Jahr. „Ich sehe das als kleine Herausforderung, und daran wächst man ja“, sagt der 19-Jährige. Am besten gefällt ihm die Arbeit mit den Kindern, die als FSJler bei 96 auf seiner Agenda stehen.

Kein Grund zum Feiern für Weber

Wenn wieder Trainingseinheiten mit der Mannschaft möglich sind, wird Adebahr alles geben für die TSV. „Ich freue mich auf eine tolle Zeit mit viel Spaß. Auch an diesen Aufgaben, die dort auf mich warten, werde ich wachsen“, sagt er. „Für mich ist das ein großer Sprung, aber ich werde mich dadurch weiterentwickeln.“

Seine Qualitäten wird der 1,90 Meter große neue Schlussmann, der mit Marc Perrei und Malin Wrensch im Konkurrenzkampf stehen wird, aber so schnell nicht unter Beweis stellen können. „Wir trainieren zurzeit online. Individuell muss sich jeder Spieler im Fitnessbereich vorbereiten“, sagt Weber, der wegen des angekündigten Saisonendes alles andere als erfreut ist. Zwar wäre das TSV-Team, das mit nur zwei Punkten nach vier bestrittenen Spielen wohl in die Abstiegsrunde gemusst hätte, auch künftig Landesligist, doch das ist für Weber kein Grund zum Feiern.

„Ein vorzeitiges Saisonende will keiner. Das wäre eine Katastrophe. Besonders im Jugendfußball ist die Situation ganz schlimm. Die Jugend ist zur Untätigkeit verurteilt und verpasst vieles“, moniert der Burgdorfer Coach, dessen Sohn Ben als U14-Kicker von Hannover 96 schon lange nicht mehr die Fußballschuhe schnüren durfte.