18. Februar 2021 / 09:48 Uhr

Torhüter Mathis Peters ist in München fündig geworden - TSV Burgdorf auf der Suche

Torhüter Mathis Peters ist in München fündig geworden - TSV Burgdorf auf der Suche

Dirk Drews
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Auch von den Mitspielern nicht zu halten: Mathis Peters (Mitte) verlässt die TSV Burgdorf.
Auch von den Mitspielern nicht zu halten: Mathis Peters (Mitte) verlässt die TSV Burgdorf. © Michael Plümer
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Die TSV Burgdorf muss sich nach einem Torhüter umschauen, denn Mathis Peters ist fündig geworden: Der 26-Jährige arbeitet künftig in einer Zimmerei in München. "Das ist nicht nur sportlich für uns ein herber Verlust", sagt Trainer Frank Weber. Eine Rückkehr von Karim Jelalli ist derweil vom Tisch.

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Die Landesligamannschaft der TSV Burgdorf, die mit nur vier Punktspielen, und damit den wenigsten aller 19 Mannschaften der beiden Staffeln, besonders von der erneuten Corona-Pandemie gestoppt wurde, ist während der Zwangspause nicht untätig geblieben. Das Trainerteam, Spieler und Betreuer packten fleißig mit an, um den neuen Kabinentrakt neben der Tribüne im Stadion an der Sorgenser Straße einzurichten. „Wir haben zum Beispiel geholfen, Schränke aus der alten Unterkunft herüberzubringen. Die Kabinen sind jetzt bezugsfähig, vom neuen Trakt aus könnte es jetzt eigentlich mit dem Spielbetrieb wieder losgehen“, sagte Torwarttrainer Alexander Homann.

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Bis die TSV-Kicker jedoch den Rasen im Stadion wieder betreten können, wird es wohl noch etwas dauern. Wann die unterbrochene Saison wieder starten kann, ist weiterhin unklar. Fest steht derweil, dass beim Restart ein Akteur für die TSV Burgdorf nicht mehr auflaufen wird: Mathis Peters.

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Der Torwart, zusammen mit Marc Perrei alternativ die Nummer eins unter Trainer Frank Weber, setzt jetzt berufliche Prioritäten. Der 26-jährige Keeper hat an der Meisterschule in Hannover erfolgreich seine Prüfung als Zimmermeister bestanden und wird Ende Februar im Süden seine Zelte aufschlagen. „In München habe ich bei einer Zimmerei eine Anstellung gefunden“, sagte der scheidende Torhüter.

"Nicht nur sportlich ein herber Verlust"

Peters kam vor eineinhalb Jahren vom Bezirksligisten TuS Celle zur TSV, zuvor hatte der Bremer für den Brinkumer SV in der 5. Liga 44 Punktspiele absolviert. Nach seinem Celler Intermezzo ging es für den angehenden Zimmermeister in die weite Welt nach Neuseeland. Nach zweijähriger Fußballpause wechselte er zur TSV Burgdorf.

Und nun der Abschied. „Der Weggang unseres Weltenbummlers, der mit Ellie, seiner Freundin aus London, nach München zieht, ist nicht nur sportlich für uns ein herber Verlust. Mathis passte als umgänglicher Typ auch super in die Mannschaft“, sagte TSV-Trainer Weber.

Und Torwartcoach Homann pflichtete dem bei. „Mathis ist ein kompletter Torhüter, zeigt hervorragende Reflexe auf der Linie und zeichnet sich auch mit dem Fuß beim Spielaufbau aus. Als Teamplayer war er super in der Mannschaft angekommen“, sagte Homann.

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Hozan Partawie (SG Letter 05): Im Auswärtsspiel beim SV Türkay Spor Garbsen hat der 35-jährige Torhüter drei Elfmeter binnen drei Minuten pariert. Dafür wurde er mit 29,4 Prozent der Stimmen der Held der Woche. ©

Neben dem verbliebenen zweiten Stammkeeper Marc Perrei gilt es durch den Weggang von Peters künftig, den talentierten 18-jährigen Nachwuchstorwart Malin Wrensch, der zuvor bei den A-Junioren des Heeßeler SV und in der zweiten TSV-Mannschaft spielte, an Landesliganiveau heranzuführen.

Und dann ist da ja auch noch der 40-jährige Torwarttrainer der Burgdorfer, der einst in der Oberliga unter anderem beim SV Ramlingen/Ehlershausen und dem SV Arminia Hannover zwischen den Pfosten stand. „Ich bin noch fit und würde bei Not am Mann auch einspringen“, sagte Homann. Die TSV Burgdorf wird sich dennoch auf die Suche nach einem Nachfolger für Mathis Peters begeben.

Rückkehr von Jelallis kommt nicht zustande

Zerschlagen hat sich dagegen die Rückkehr von Abwehrspieler Karim Jelalli. Der 22-Jährige, der schon einmal bei der TSV sein Können in der Defensive unter Beweis stellte und im Laufe der Saison 2018/2019 bei Al Hamriyah (Vereinigte Arabische Emirate) einen Profivertrag unterschrieben hatte, hielt sich nach dem Ende des Kontrakts (Juli 2020) bei den Burgdorfern im Training fit. „Er wäre eine große Verstärkung in der Abwehr für uns gewesen. Eine Rückkehr scheiterte aber nicht zuletzt an Jelallis Spielerberater, der einen höherklassigeren Verein sucht“, sagte der Burgdorfer Trainer Weber.