28. September 2020 / 19:44 Uhr

"Ball hätte auch auf der Torlinie liegen können": Dollberger Chancenwucher gegen RSE-Reserve - und Brosche

"Ball hätte auch auf der Torlinie liegen können": Dollberger Chancenwucher gegen RSE-Reserve - und Brosche

Mark Bode
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Leichte Beute für den Ramlinger Keeper Benjamin Brosche.
Leichte Beute für den Ramlinger Keeper Benjamin Brosche. © Debbie Jayne Kinsey
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Es ist „ein Sieg der Effektivität“ gewesen, sagte TSV Dollbergens Trainer Lars Bischoff nach dem 0:3 (0:1) seiner Mannschaft im Bezirksliga-Duell mit dem SV Ramlingen/Ehlershausen II. „Ähnlich sah es auch Trainerkollege Darijan Vlaski: „Wir haben drei Chancen genutzt, hätten aber auch sieben oder acht Treffer erzielen können.“

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Er war mit dem Auftritt seiner Mannschaft trotz des Sieges nicht rundum einverstanden. „Es war kein schönes Spiel“, sagte Vlaski. „Wir waren fußballerisch nicht so gut und erlaubten uns viele Ballverluste.“

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Dollberger Chancenwucher

Das ermöglichte den Dollbergern immer wieder, sich gefährlich dem Ramlinger Tor zu nähern. Doch mehr war es nicht. „Der Ball hätte auch auf der Torlinie liegen können und wir hätten ihn immer noch nicht über die Linie gedrückt“, sagte Bischoff. Damit wollte er verdeutlichen, was für klare Chancen sein Team versiebte.

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Levestes Sascha Romaus überwindet Kirchdorfs Schlussmann Jens Trampenau und trifft zum vermeintlichen 1:1-Ausgleich. ©

„Er hat uns die drei Punkte mit gesichert“

Die gesamte Offensivreihe durfte sich dabei versuchen. Immer wieder scheiterten Florian Pielok, Bastian Gatke, Björn Fröchling oder auch Maximilian Cording am mit weitem Abstand besten Ramlinger: Torwart Benjamin Brosche. „Er hat uns die drei Punkte mit gesichert“, sagte Vlaski.

Er entschärfte mehrfach Bälle in Eins-gegen-eins-Situationen. Bischoff monierte: „Wir haben oft genau die falsche Entscheidung getroffen. Wenn wir hätten abziehen müssen, legten wir quer. Wenn ein Abspiel besser gewesen wäre, wollten wir es alleine versuchen.“

"Wir sind nicht frei"

Doch einen wirklichen Vorwurf wollte Bischoff seiner Mannschaft nicht machen. „Es ist unser bestes Spiel dieser Saison gewesen gegen einen starken Gegner.“ Für ihn liegt das Hauptproblem in den Köpfen der Akteure. „Wir sind nicht frei und setzen uns zu sehr unter Druck.“ Schließlich warten die Dollberger nach fünf absolvierten Partien noch immer auf den ersten Sieg.

Das Führungstor erzielte Florian Koch mit einem direkt verwandelten Freistoß aus 16 Metern (42. Minute). „Das war ein Traumtor mit Vollspann in den Winkel“, lobte sogar Bischoff.

Unmittelbar zuvor hatte Dollbergens Torwart Johann Ridtschenko Nico Schleif gefoult. Schleif musste zur Pause aufgrund des Zusammenpralls vom Feld.

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Schon nach 13 Minuten war die Partie für Dollbergens Oliver Dannenberg vorüber. Er verdrehte sich im ersten Spiel nach seiner Kreuzbandverletzung im vergangenen Jahr wieder das operierte rechte Knie. „Es war eine Vorsichtsmaßnahme, er hatte kein gutes Gefühl mehr aufgrund der vorherigen Verletzung“, sagte Bischoff.

Nach einer Ecke des gerade eingewechselten Torben Tepper köpfte Hüseyin Yüksel ein (62.). Für die endgültige Entscheidung sorgte Tepper mit einer Einzelaktion (75.).