25. März 2020 / 16:41 Uhr

TSV Empor Dahme: Breit aufgestellt von Aerobic bis Wassersport

TSV Empor Dahme: Breit aufgestellt von Aerobic bis Wassersport

Peter Stein
Märkische Allgemeine Zeitung
Der TSV Empor Dahme verfügt über ein großes Vereinsgelände mit Tennisplätzen und der Sportwelt (im Hintergrund).
Der TSV Empor Dahme verfügt über ein großes Vereinsgelände mit Tennisplätzen und der Sportwelt (im Hintergrund). © Verein
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Mein Verein: Der TSV Empor Dahme hat viel zu bieten.

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Elke Grunwald sagt begeistert: „Ich bin in der Turnhalle groß geworden.“ Mittlerweile ist die rüstige Rentnerin 75 Jahre alt und noch immer beim Turn- und Sportverein (TSV) Empor Dahme im Landkreis Teltow-Fläming aktiv. „Meine Mutter war damals kurz nach dem Krieg Übungsleiterin und später Sportlehrerin, da hat sie mich immer mit in die Turnhalle genommen.“ 1948 habe das begonnen. Ihr Vater Wilhelm Große war bis Mitte der 1980er Jahre lange Vereinsvorsitzender, einst selbst Handballer und später Schiedsrichter im Hand- und Fußball.

Elke Grunwald hatte schon als Jugendliche als ehrenamtliche Übungsleiterin im Verein das Kinderturnen betreut, mit 28 übernahm sie das Hausfrauenturnen. „In der Anfangszeit durften da nur verheiratete Frauen und Ledige über 30 mitmachen“, erinnert sie sich. Sportplatz und Turnhalle waren für Elke Grunwald immer das zweite Zuhause. Gern erinnert sie sich an die Auftritte der Altersturner bei den Turn- und Sportfesten in Leipzig. Auch nach der Wende 1989/90 sei es mit dem Sport in Dahme weitergegangen, wurde der TSV Empor neu gegründet, dessen Vorgängervereine wie der Männer-Turnverein von 1862 oder der 1910 gegründete Fußballclub Hertha eine lange Sporttradition in Dahme begründeten. Auch der Spielmannszug kann in diesem Jahr auf eine hundertjährige Geschichte zurückblicken.

Sportwelt ist das Schmuckstück

Wie groß gefeiert wird, hängt von den aktuellen Entwicklungen in Sachen Coronavirus-Pandemie ab. Derzeit ruht ohnehin der Trainingsbetrieb, auch die Sportparkklause ist geschlossen. Sie gehört zur Sportwelt, einer Multifunktionshalle, die 1997 auch dank EU-Fördermitteln errichtet wurde. „Wir haben hier gute Bedingungen, sogar drei Turnhallen in der Stadt“, sagt Kevin Kühne, der 1. Vorsitzende des TSV. Allein die Sportwelt verfügt über zwei Tennisplätze, einen Squashcourt, einen Raum für Kegelbillard, einen Fitnessraum, drei Tennis-Außenplätze, eine Ballspielhalle, eine Skater-Ausrollfläche und sogar einen Caravanstellplatz. „In der Vergangenheit hatte der Verein als Betreiber neben Abi-Bällen sogar Konzerte von so bekannten Bands wie Keimzeit oder Six veranstaltet, aber das ist momentan ehrenamtlich nicht mehr zu stemmen“, meint Kühne. Der 37 Jahre alte Lehrer für Sport und Mathematik an der Grundschule, selbst Handballer, ist seit 2011 Vereinschef. Er kann sich auf seine ehrenamtliche Helferschar verlassen, kennt dank finanzieller Unterstützung bei Lehrgängen keine Übungsleiterprobleme. Auch neue Abteilungen wie Schwimmen und Reha-Sport haben sich schnell etabliert. Kühne hofft, dass der alte Sportplatz saniert wird, eine Kunststoffbahn für die Leichtathletik erhält. „Denn auch für diese Sportart gibt es Interessenten“, weiß er zu berichten.

Aktuelles aus der Region

Der alljährliche Dahme-Lauf unter dem Motto „Empor bewegt!“, der für den 20. Mai geplant war, wird wohl dem Coronavirus zum Opfer fallen. Dabei sollte in diesem Jahr neben den üblichen 3, 7,5 und 10 Kilometer langen Strecken erstmals eine Halbmarathon-Distanz angeboten werden. Auch Vereinsaktivitäten wie die Ostereiersuche auf dem Sportparkgelände stehen derzeit in den Sternen. Zu den erfolgreichsten Sportlern des Vereins zählen die Judoka. Dahmenser schaffen regelmäßig den Sprung auf die Sportschule nach Potsdam. So wie Kilian Ochs, der jetzt für den UJKC Potsdam in der Bundesliga kämpft und bereits international erfolgreich war. Handball-Talent Erik Gerntke spielt bei den Füchsen Berlin in der zweiten Mannschaft.