22. Juli 2021 / 05:57 Uhr

TSV Flintbek: Nach Umbruch eine Einheit formen

TSV Flintbek: Nach Umbruch eine Einheit formen

Michael Felke
Kieler Nachrichten
Geben den Takt beim TSV Flintbek an: Chefcoach David Lehwald (li.) und Co-Trainer Axel Mommer.
Geben den Takt beim TSV Flintbek an: Chefcoach David Lehwald (li.) und Co-Trainer Axel Mommer. © Andrè Haase
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Ende August beginnt im Amateurfußball die neue Saison. Nach der abgebrochenen Spielzeit im vergangenen Jahr ein neuer Anlauf auch für die Top-Vereine unserer Region. Hier im KN-Sportbuzzer stellen wir bis zum Start der neuen Runde in unserem „Saison-Check“ alle regionalen Verbands-, Landes- und Oberligisten vor, analysieren die Qualität der Mannschaft, die Spielphilosophie des Trainers und geben eine Prognose ab, wo das Team am Ende landen kann. Diesmal: Verbandsligist TSV Flintbek.

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In der letzten Saison stand der TSV Flintbek auf einem Abstiegsplatz und schaffte den Klassenerhalt am grünen Tisch. Mit nur sieben erzielten Toren in den sechs ausgetragenen Spielen hatte die Flintbeker Offensive die geringste Ausbeute der zwölf Teams. Grund genug zu handeln: Mit Trainer David Lehwald und Co-Trainer Axel Mommer konnten vom Heikendorfer SV zwei landesligaerfahrene Übungsleiter verpflichtet werden. Zudem geben neun Zugänge und Torwart-Trainer Markus Schuster der Mannschaft ein neues Gesicht.

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Wer kam, wer ging?

Den zwei Abgängen von Kevin Schemborski und Yannick Richert (beide TSV Bordesholm II) stehen neun Zugänge gegenüber, von denen Alexander Rex, Patrick Hörhold (Heikendorfer SV) und Moritz Schröder (TSV Bordesholm) bereits höherklassige Erfahrungen sammeln konnten. Mit Nicklas Janneck (Kieler MTV), Malik Ferhat (1. FC Schinkel), Malte Frahm (eigene Dritte) sowie den A-Jugendlichen Christoph Rober, Tim Hartleb und Tore Zilz wurde der schmale Kader quantitativ ergänzt. Mit 29 Spielern ist der TSV Flintbek auch für eine lange Saison breit genug aufgestellt.

Star der Mannschaft

Neu-Trainer David Lehwald lässt jedem Spieler alle Freiheiten, sich als Führungsspieler zu etablieren. „Bei den vielen Neuzugängen muss sich zunächst eine neue Hierarchie bilden. Jeder, der das Zeug dazu hat, eine tragende Rolle zuübernehmen, kann da hineinwachsen, und zwar losgelöst vom Alter oder der Qualität“, erklärt Lehwald, der keine Namen nennen möchte. „Ich möchte erreichen, dass sich alle Spieler aufgefordert fühlen. Wenn ich jetzt den einen oder anderen Namen nenne, würden wohl einige nicht mehr – so wie ich es mir wünsche – aus sich herauskommen.“

Philosophie des Trainers

Für einen neuen Trainer, der mit einer Mannschaft erst wenige Wochen arbeiten konnte, steht das Kennenlernen im Vordergrund. „Zunächst muss ich die Stärken der Mannschaft begreifen und analysieren. Eine Philosophie muss dann allerdings auch den Schwächen angepasst werden“, meint Lehwald, dem bereits jetzt schon das aggressive und umsichtige Defensivverhalten seiner Mannschaft positiv aufgefallen ist. Ehrgeiz, Engagement und eine gute Zweikampfführung im Eins-Gegen-Eins sind Attribute, auf denen Lehwald aufbauen wird. Die Offensive hingegen muss auch nach Meinung des Trainers besser werden. „Es muss mehr herausspringen, wenn wir in Ballbesitz sind. Wir brauchen ein System, dass uns dabei unterstützt.“

Erwartungen und Ziele zur neuen Saison

„Auf ein Spielsystem will ich mich nicht festlegen. Im Gegenteil: Wir werden zwei, besser drei Grundordnungen erarbeiten, damit wir nur schwer eingeschätztwerden können. Der Wille, neue Abläufe zu erlernen, ist bei jedem zu erkennen“, meint Lehwald, der einen einstelligen Tabellenplatz anstrebt. Voraussetzung dazu sind zum einen das Verinnerlichen von mannschaftstaktischen Abläufen und zum anderen die Entwicklung der Fertigkeiten eines jeden Spielers.

Sportbuzzer-Prognose

Der TSV Flintbek steht vor einem Neuaufbau. Trainerteam und ein Drittel aller Spieler sind neu an Bord. Mit David Lehwald als erfahrenen Taktiker und ambitionierten Übungsleiter steht ein renommierter Trainer auf der Kommandobrücke. Ein Pfund, das sich auszahlen wird. Der gewünschte einstellige Tabellenplatz, der den Klassenerhalt bedeuten würde, ist ein realistisches Ziel. Voraussetzung jedoch ist, dass aus der Mischung aus routinierten und jugendlichen Spielern rasch eine schlagkräftige Einheit wird.