26. Oktober 2020 / 14:23 Uhr

"Bin stolz auf das gesamte Team": Haimar Dolgen schlägt Burgwedel im Spitzenspiel

"Bin stolz auf das gesamte Team": Haimar Dolgen schlägt Burgwedel im Spitzenspiel

Nicola Wehrbein
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Haimar-Dolgens Niklas Gausler sichert den Ball vor Burgwedels Steffen Döscher.
Haimar-Dolgens Niklas Gausler sichert den Ball vor Burgwedels Steffen Döscher. © André Tautenhahn
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Durch einen verdienten 2:0-Sieg beim FC Burgwedel ist der TSV Germania Haimar Dolgen auf Platz zwei der Kreisliga 1 gesprungen. Das Trainerduo um Marcel Kronfeld und Sebastian Kurpios freute sich über einen starken Auftritt der Germanen. Dem FCB fehlte es vor allem an "Kreativität und Durchschlagskraft". 

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Das ambitionierte Team des FC Burgwedel hat sich im heimischen Topduell der Kreisliga 1 dem TSV Germania Haimar Dolgen mit 0:2 (0:0) geschlagen geben müssen – die Klubs wechselten dadurch im Klassement die Plätze, die Elf aus Haimar Dolgen ist nun Zweiter.

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Burgwedels Coach Lieven Manuel äußerte sich gleichermaßen verärgert und enttäuscht: „Der Gegner hat gefühlt null Fußball gespielt, die haben gut verteidigt und jeden Ball lang geschlagen. Andererseits hat es uns vorne an der nötigen Kreativität und Durchschlagskraft gefehlt.“ Zwei Traumtore aus der Distanz bescherten den Gästen den umjubelten Auswärtssieg, der am Ende doch redlich verdient war.

Bilder vom Spiel der Kreisliga 1 zwischen dem FC Burgwedel und TSV Germania Haimar-Dolgen

Burgwedels Michael Wurszt (links) und Haimar-Dolgens Hagen Busch gehen in den Zweikampf. Zur Galerie
Burgwedels Michael Wurszt (links) und Haimar-Dolgens Hagen Busch gehen in den Zweikampf. ©

Haimar Dolgen überzeugt in der Defensive

Das Trainerduo der Germanen, Marcel Kronfeld und Sebastian Kurpios, hatte seine Elf gut eingestellt. „Wir wussten natürlich um die extreme Torgefährlichkeit der Burgwedeler mit ihren schnellen Offensivleuten, deshalb haben wir versucht, hinten möglichst kompakt zu stehen und sie mit langen Diagonalbällen zu knacken“, sagte Kronfeld – die Taktik ging auf.

Die in der ersten Hälfte überlegen aufspielenden Platzherren rannten zwar unermüdlich an, aber die Abwehr des TSV ließ sich nicht überwinden. Zugleich machten die Akteure aus Sehnde der Truppe von Lieven Manuel das Leben mit langen Bällen schwer. „Es war wahnsinnig kräftezehrend, das Leder immer wieder von hinten nach vorne zu bringen - und es ist uns auch nicht gut gelungen“, so der FC-Coach.

Zwei Traumtore führen zum verdienten Sieg

Diese gelassenen Kräfte fehlten der Heimmannschaft offenbar in der zweiten Hälfte, zumindest verloren die Burgwedeler mehr und mehr den Faden. Zwar erspielten sie sich noch zwei Torchancen, doch auf der anderen Seite vergeigte allein TSV-Angreifer Patrick Leopold drei hochkarätige Gelegenheiten. „Drei Hundertprozentige nicht versenkt, dafür muss er eine Kiste schmeißen“, meinte Kronfeld augenzwinkernd.

Auch Sturmkollege Lennart Hinz vergab aus aussichtsreicher Position. Zwei Abwehrspezialisten richteten es schließlich: Erst gelang Außenverteidiger Hendrik Bernsee ein Sonntagsschuss in den Winkel (70. Minute). Zehn Minuten später landete Innenverteidiger Philip Schulz einen Volltreffer aus 35 Metern (80.) – damit war die Sache durch.

Träumt Haimar Dolgen jetzt vom Aufstieg?

 „Ich bin stolz auf das gesamte Team, die Jungs haben kämpferisch und fußballerisch eine tolle Leistung gezeigt“, sagte Kronfeld. Seine Mannschaft habe das Spiel von hinten raus kontrolliert und die schnellen gegnerischen Angreifer prima im Griff gehabt. „Der Sieg ist mehr als verdient, wir hatten ein klares Chancenplus. Aus unseren guten Kontern hätten wir am Ende noch mehr Kapital schlagen können oder sogar müssen.“

Nur ein Zähler trennt die Germanen vom Platz an der Sonne – und Primus TSV Wettmar hat eine Partie mehr ausgetragen. Kein Grund für Trainer und Team gleich vom Aufstieg zu träumen, beim TSV Haimar Dolgen bleiben sie auf dem Teppich: „Hehre Ziele geben wir nicht aus, wir schauen von Spiel zu Spiel, damit sind wir bislang gut gefahren“, betonte Kronfeld.