27. Oktober 2021 / 17:27 Uhr

Frühe Godshorner Führung bringt Stelingen nicht aus der Ruhe

Frühe Godshorner Führung bringt Stelingen nicht aus der Ruhe

Dirk Herrmann
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Stelingens Ahmet Kaya sorgte mit seinem Treffer zum 3:1 kurz vor Schluss für die Entscheidung gegen den TSV Godshorn.
Stelingens Ahmet Kaya sorgte mit seinem Treffer zum 3:1 kurz vor Schluss für die Entscheidung gegen den TSV Godshorn. © Michael Plümer
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Die Chance, auf den dritten Aufstiegsrundenplatz zu klettern, schien den TSV Stelingen etwas mehr zu beflügeln als die Gelegenheit für den TSV Godshorn, bis auf einen Punkt an ihre Gäste heranzukommen. Das Team von Marco Orsolic setzte sich mit 3:1 (1:1) in Langenhagen durch.

Die Corona-Isolation ist für den TSV Godshorn noch nicht ausgestanden. In der Nachholpartie gegen den TSV Stelingen holte sich der Landesligist für seine zehn Spieler aus dem eigenen Kader, die in der Startelf standen, auch wieder Unterstützung aus der Reserve und von den A-Junioren. Das „Siegervirus“ jedoch scheint die Mannschaft von Trainer Niklas Mohs zehn Tage zuvor beim Duell mit Lokalrivale TSV Krähenwinkel/Kaltenweide ausgeschwitzt zu haben: Dem Derbysieg folgte gegen den Nachbarn aus Garbsen eine 1:3 (1:1)-Heimniederlage.

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Nicht mehr lange, dann biegen die Klubs auf die Zielgerade ein, und schon jetzt ist zu sehen, dass sie sich für den Endspurt in der Nord-Staffel eine gute Ausgangslage verschaffen wollen. Die Chance, auf den dritten Aufstiegsrundenplatz zu klettern, schien die Stelinger dabei etwas mehr zu beflügeln als die Gelegenheit für die Godshorner, bis auf einen Punkt an ihre Gäste heranzukommen. Bis Mitte der ersten Halbzeit war die Begegnung absolut ausgeglichen, danach aber präsentierte sich die Elf von Coach Marko Orsolic den entscheidenden Hauch galliger.

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Stelingen steckt frühe Goshorner Führung locker weg

Wie schon gegen die Krähen konnten die Godshorner erneut schnell ein Tor vorlegen. Robin Grotzke, momentan ihr Mann für frühe Führungen, vollendete einen von Carlo Thiele und Almir Kasumovic gut vorbereiteten Angriff, als er noch zwei Gegenspieler aussteigen ließ und den Ball unter die Latte schoss. Die Stelinger steckten das 0:1 in der 12. Minute indes locker weg. Zuvor war bereits Immo Caspers an Torhüter Fabian Röseler gescheitert, anschließend traf Aykutalp Beser den Außenpfosten. Auch nach dem Rückstand ergaben sich für Halil Aydemir und Marc Klusmann gute Möglichkeiten, unverzüglich für den Ausgleich zu sorgen.

Immer wieder versuchten es die Gäste mit Pässen in die Tiefe, ehe sie schließlich nach einem ruhenden Ball erfolgreich waren. Besers Freistoß köpfte Hüsnü Sabab an die Latte, Niclas Langhans setzte dem Abpraller nach und markierte das 1:1 (36.). Durch Caspers, der frei stehend über das Gehäuse schoss, oder bei dem einen oder anderen gefährlichen Eckstoß waren die Stelinger noch vor der Pause auch dem zweiten Treffer näher als ihr Gegner. Und daran sollte sich im zweiten Durchgang nicht viel ändern.

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TSV-Teams gönnen sich keine Verschnaufpause

Caspers Tor kurz nach Wiederanpfiff blieb aufgrund eines vorangegangen Foulspiels noch die Anerkennung versagt. Wenig später hatte Röseler Glück, dass sein Versuch eines Befreiungsschlages nicht nach hinten losging. Es blieb eine umkämpfte Partie, beide TSV-Teams gönnten sich gegenseitig zu keiner Zeit eine Verschnaufpause. Nach einer Stunde verschafften sich die Godshorner ein wenig Entlastung – die Oberhand gewinnen konnten sie aber nicht mehr.

Zumal den Stelingern nicht anzumerken war, dass das frühzeitige Attackieren ihres Gegners kraftraubend gewesen sein müsste. Sie hielten es bis zum Ende durch und wurden dafür belohnt. Zunächst auf kuriose Weise, als Moussa Coulibaly bei seinem Schuss aus 28 Metern den Ball nicht perfekt getroffen zu haben schien, aber gut genug, dass das Leder mit ausreichend Tempo und mehrfacher Bodenberührung zum 2:1 in die lange Ecke sprang (74.). Wieder nach einem Freistoß gegen die Latte, diesmal von Kevin Wittbold getreten, machte Ahmet Kaya per Abstauber aus kurzer Distanz mit dem 3:1 alles klar (88.).

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