16. Oktober 2020 / 10:21 Uhr

Godshorner Reserve zu Hause fast unschlagbar: Kann Mühlenfeld die Festung erobern?

Godshorner Reserve zu Hause fast unschlagbar: Kann Mühlenfeld die Festung erobern?

Stephan Hartung
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Will die Heimserie mit seiner Mannschaft ausbauen: Godshorns Trainer Amir Jusufovic. 
Will die Heimserie mit seiner Mannschaft ausbauen: Godshorns Trainer Amir Jusufovic.  © Michael Plümer
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Der TSV Godshorn II ist zu Hause nunmehr seit knapp zwei Jahren ungeschlagen. Für Trainer Amir Jusufovic hängt das vor allem mit dem hervorragenden Teamgeist innerhalb seiner Mannschaft zusammen. Am Samstag (16 Uhr) wartet mit dem TSV Mühlenfeld allerdings ein harter Brocken, der die "Godshorner Burg" erobern will. 

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Niemand siegt am Spielplatzweg! Dort befindet sich das Bernhard-Ryll-Sportzentrum, die Heimstätte des TSV Godshorn. Und auch wenn der Begriff der „uneinnehmbaren Festung“ viel zu oft verwendet wird beim Wunsch, als Heimmacht aufzutreten – für den TSV Godshorn II trifft dieser Ausdruck definitiv zu. Denn das Team von Trainer Amir Jusufovic, das am Samstag (16 Uhr) in der Bezirksliga 4 den TSV Mühlenfeld zu Gast hat, ist seit knapp zwei Jahren zu Hause ungeschlagen. Und nicht nur das: Es gewinnt sogar praktisch jedes Spiel – und zwar ligaübergreifend.

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Um die Godshorner Serie zu erklären, ist ein Blick in die Statistik notwendig. Am 17. November 2018 unterlag die TSV-Reserve – noch in der Kreisliga 4 – mit 0:1 gegen den TuS Meck­lenheide. In den restlichen fünf Heimspielen gab es ausnahmslos Siege.

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"Da hat man gemerkt, dass die Jungs einfach nicht verlieren wollen"

Von acht Partien auf eigenem Platz in der Saison 2019/2020, mehr waren wegen Corona nicht möglich, gewann die Mannschaft sieben Begegnungen. Das einzige Remis, vor fast genau einem Jahr gegen den TSV Krähenwinkel/Kaltenweide II, befeuerte den Godshorner Heimspielmythos. „Da mussten wir lange Zeit mit zwei Mann weniger spielen. Da hat man gemerkt, dass die Jungs einfach nicht verlieren wollen“, erinnert sich Jusufovic.

Für den Coach ist das Geheimnis der Serie, die inklusive der drei Heimsiege nach dem Aufstieg auf 17 Siege aus 18 Partien angewachsen ist, recht simpel: „Die Jungs verstehen sich untereinander prima, unternehmen auch gern etwas zusammen. Und weil wir immer samstags zu Hause spielen, macht der anschließende Abend mit einem Sieg viel mehr Spaß.“

Mühlenfeld reist mit einem "Extraschub Motivation" an

Natürlich, schränkt Jusufovic ein, sei seine Mannschaft keine Partygruppe. „Wir haben uns in den vergangenen Jahren nur punktuell verstärkt, sind im Kern unverändert und daher eine große Familie. Das Teamgefühl ist ein wichtiger Faktor.“ Darüber hinaus fühle sich seine Mannschaft im schmucken Sportzentrum sehr wohl. „Wir haben eine tolle Anlage mit einem schönen ­A-Platz. Wir spielen hier gern, und das zeigt sich an den Resultaten.“

Beim TSV Mühlenfeld bestand bislang – aus nachvollziehbaren Gründen, schließlich kreuzten sich die Wege von TSV und TSV II bislang kaum – keine Kenntnis über die Godshorner Serie. „Das ist natürlich sehr interessant und bedeutet für uns einen Extraschub Motivation“, sagt Trainer Mario Pohl und lacht. Zwar versuche man, ohnehin jedes Spiel zu gewinnen, vor allem am Samstag, um einen Verfolger abzuschütteln, „aber jetzt wollen wir auch gern die Mannschaft sein, die die Godshorner Burg erobert“.