28. August 2020 / 07:49 Uhr

"Mit Abstand bester Kader": Niklas Mohs will mit dem TSV Godshorn oben mitspielen

"Mit Abstand bester Kader": Niklas Mohs will mit dem TSV Godshorn oben mitspielen

Dirk Herrmann
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Godshorns Trainer Niklas Mohs (rechts, im Gespräch mit Carlo Thiele) will nicht tiefstapeln: Der Verein habe ihm alle Wünsche erfüllt, jetzt soll es nicht bloß um den Klassenerhalt gehen.
Godshorns Trainer Niklas Mohs (rechts, im Gespräch mit Carlo Thiele) will nicht tiefstapeln: Der Verein habe ihm alle Wünsche erfüllt, jetzt soll es nicht bloß um den Klassenerhalt gehen. © Debbie Jayne Kinsey
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In den vergangenen beiden Saisons ging es für den TSV Godshorn in der Landesliga "nur" um den Klassenerhalt. Doch nun sieht Niklas Mohs sich und die Mannschaft in der Bringschuld, da der Verein dem Trainer alle Wünsche erfüllt hat, was neue Spieler betrifft. Jetzt wollen die Langenhagener oben mitmischen.

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Wäre jetzt Saisonauftakt in der Landesliga 1, hätte der TSV Godshorn ein Problem. Wen stellt man bloß ins Tor, wenn es „keine klare Nummer 1 und keine klare Nummer 2“ gibt, wie Trainer Niklas Mohs sagt. „Momentan wüsste ich nicht, wie ich mich entscheiden soll.“ Immerhin, die Gedanken, die sich Mohs bei dieser Frage machen muss, kreisen um ein Luxusproblem: Ob Fabian Röseler oder Selmir Brkic – auf der Position zwischen den Pfosten dürfte der Langenhagener Klub ausgezeichnet besetzt sein.

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Brkic fordert Röseler heraus

Röseler, der in den 17 Partien der aufgrund der Pandemie abgebrochenen Spielzeit keine Minute auf dem Platz verpasst hat und dessen bisheriger beschäftigungsloser Vertreter Niclas Herbold nun zu seinem Heimatverein SG Rodenberg zurückgekehrt ist, hat mit seinem neuen Kollegen zugleich einen ernsthaften Widersacher bekommen.

Und das, was Mohs von dem 27-jährigen Zwei-Meter-Hünen Brkic, der 102 Kilogramm auf die Waage bringt, bislang zu sehen bekommen hat, lässt bei ihm keinen Zweifel offen: „Selmir ist nicht zu uns gekommen, um sich nur auf die Bank zu setzen“, sagt der Trainer.

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Vor einigen Jahren stand Brkic bei Zvijezda Gradacac in der Premijer Liga, der höchsten Spielklasse seines Heimatlandes Bosnien und Herzegowina, unter Vertrag; der Marktwert des Torhüters wurde zu dem Zeitpunkt laut transfermarkt.de mit 100 000 Euro angegeben.


"Er ist uns gleich aufgefallen"

Sein erstes Punktspiel in Deutschland hat er vor knapp anderthalb Jahren für Croatia Hannover bestritten – gegen den TSV Godshorn. „Er ist uns damals gleich aufgefallen“, erinnert sich Mohs noch gut an diese Partie. Nach Herbolds Abgang setzte sich Teammanager Sven Ubben nun mit Brkic in Verbindung.

Röseler und Brkic sind ein gutes Beispiel dafür, dass das Godshorner Aufgebot inzwischen laut Mohs „auf den meisten Positionen doppelt gut besetzt“ ist. Mit Mel Redeker steht noch ein dritter Torhüter bereit, mit 26 Feldspielern ging es durch die Vorbereitung.

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Zum Saisonauftakt in der Bezirksliga 2 erlebte Marius Fennel mit der SG Blaues Wunder ein Wechselbad der Gefühle. Erst lief gegen Iraklis Hellas fast nichts zusammen, dann wendete der 29-Jährige mit zwei Treffern das Blatt. Doch in der Nachspielzeit gab es noch den Ausgleich. Die beiden Tore - per Direktabnahme aus 20 Metern und nervenstark vom Punkt - und 40,6 Prozent der Stimmen machten ihn zum ersten Held der Woche der Spielzeit 2019/20. ©

Um zwei Akteure will Mohs den Kader noch verkleinern, einen Neuzugang dürfte es kaum treffen: Jan Reuter (SV Ramlingen/Ehlershausen), Kirill Weber (OSV Hannover), Almir Kasumovic (kam im Winter vom HSC), Halil Akyol (BV Werder Hannover), Michele Meyer (TSV Kirchrode), die A-Junioren Alexander Schadock (TSV Krähenwinkel/Kaltenweide) und Marvin Hahn (TSV Havelse) sowie Brkic – diese Spieler wollte Mohs haben. „Der Verein hat mir alle Wünsche erfüllt – ich als Trainer und die Mannschaft sind jetzt in der Bringschuld“, sagt er.

Godshorner nehmen sich etwas vor

Mohs spricht von dem „mit Abstand besten Kader“, seitdem er in Godshorn tätig ist. „Das ist jetzt für jeden auch ein anderer Druck“, sagt er. Und daran, wie er sein Team einschätzt, orientiert sich der Trainer auch bei der Frage, was in diesem Jahr geliefert werden soll.

In ihren bisherigen zwei Spielzeiten im Bezirksoberhaus war es den Godshornern stets um den Klassenerhalt gegangen, doch diesmal wollen sie mehr. „Wir wollen auf einen der ersten drei Plätze“, sagt Mohs. „Das ist ein hoch gestecktes Ziel. Aber würden wir uns etwas anderes vornehmen, bräuchten wir erst nächstes Jahr im April anzufangen.“ Dann steht fest, für wen es in die Meister- und in die Abstiegsrunde geht.