29. April 2022 / 10:30 Uhr

TSV Großsteinberg ist vor Spiel gegen Döbeln frohen Mutes

TSV Großsteinberg ist vor Spiel gegen Döbeln frohen Mutes

Heiko Henschel
Leipziger Volkszeitung
Die Spieler des TSV Großsteinberg (graues Trikot, hier in einem früheren Spiel) wollen in Döbeln unbedingt knipsen.
Die Spieler des TSV Großsteinberg (graues Trikot, hier in einem früheren Spiel) wollen in Döbeln unbedingt knipsen. © Karsten Hannover
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Die Kicker des TSV Großsteinberg gastieren am Sonnabend beim Döbelner SC. Anstoß im Heinz-Gruner-Sportpark zum Match des 15. Spieltages ist 15 Uhr. Ziel ist, auch danach unverändert im Vorderfeld des Klassements mitzumischen.

Großsteinberg. Da wird man beim Wiedersehen tatsächlich in das eine oder andere neue Gesicht schauen. Seit mittlerweile annähernd drei Jahren sind der Döbelner SC (6. Platz/14 Begegnungen/25 Punkte) und der TSV Großsteinberg (2./14/31) nun bereits Staffel-Konkurrenten in der Fußball-Kreisoberliga der Männer und haben seitdem trotzdem nur ein einziges Mal die Klingen gekreuzt. Die Ursache dafür zu nennen, hieße Eulen nach Athen zu tragen – jeder weiß Bescheid.

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Es war am 15. September 2019, als die Parthensteiner gegen die soeben aus der Landesklasse abgestiegenen Muldestädter mit 2:1 die Oberhand behielten. Torschützen damals: Zweimal Tom Priemer und Amidu Dadi – beide unverändert im aktuellen Kader ihrer Mannschaften stehend. Der aus Ghana stammende DSC-Stürmer kommt nach seinem 1:1-Ausgleichstreffer in Roßwein nunmehr auf zehn Buden und ist dadurch zusammen mit dem Tresenwalder Roy Pfüller Zweiter der Torschützenliste. Erster ist (dreimal darf geraten werden) ein Großsteinberger – Steven Kaulich hat schon achtzehn Kisten gemacht. Beim jüngsten 0:0 im Nachbarschafts-Duell gegen Naunhof hatte der im nördlichen Teil des Landkreises Mittelsachsen bestens bekannte TSV-Goalgetter (kickte zuvor unter anderem bei Lok Döbeln und in Niederstriegis) allerdings Ladehemmung, so wie zuletzt das gesamte Team. Denn in den vergangenen drei Partien hat die Großsteinberger Offensivabteilung – welche mit 45 Treffern momentaner Liga-Krösus ist – lediglich zweimal geknipst. Verletzungsbedingte Personalprobleme machen den Muldentalern derzeit mächtig zu schaffen und gleichwertiger Ersatz wächst halt nicht auf den Bäumen.

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So hat auch Abteilungsleiter Christian Holletzek ziemlichen Respekt vor dem Auftritt im Heinz-Gruner-Sportpark, wo am Sonnabend um 15 Uhr der Anstoß zum Match des 15. Spieltages erfolgt. Dennoch ist der Sektions-Chef des TSV frohen Mutes, dass „seine“ Jungs (sprich die Schützlinge von Trainer Andreas Thimm) auch nach den beiden bevorstehenden Auswärtspartien (kommende Woche geht es nach Hartha) unverändert im Vorderfeld des Klassements mitmischen. Immerhin haben die Großsteinberger in der laufenden Saison in fremden Gefilden sogar einen Zähler mehr einsammeln können als auf heimischem Gelände.

Unterdessen liebäugeln Döbelns Trainer Thomas Kupper und sein Team damit, in den zwei folgenden Heimduellen (anschließend gastiert Deutzen an der Fichtestraße) die Serie von fünf Pflichtspielen ohne Niederlage auszubauen und vollends in die Spitzengruppe der Tabelle vorzudringen. Die Heimbilanz liest sich mit 18 von 21 möglichen Punkten schließlich gar nicht so schlecht. Bleibt also die spannende Frage: Wer hat am Sonnabend Grund zum Jubeln? Einen kleinen Anlass zum Feiern haben in diesem Sommer übrigens sowohl die Gelb-Schwarzen als auch die Blau-Gelben. Vor zehn Jahren stiegen beide auf, der DSC in die Landesliga und der TSV in die Kreisoberliga. Aber das ist schon wieder eine ganz andere Geschichte.

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