08. Mai 2019 / 11:53 Uhr

TSV Hannover-Burgdorf bleibt auch sportlich eine Baustelle

TSV Hannover-Burgdorf bleibt auch sportlich eine Baustelle

Simon Lange
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Auch Pavel Atman könnte die Recken am Saisonende verlassen.
Auch Pavel Atman könnte die Recken am Saisonende verlassen. © Flo Petrow
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Vier namenhafte Abgänge stehen bei Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf bereits fest, und es könnte noch mehr Spieler treffen. Hinter dem Verbleib von Domagoj Srsen, Pavel Atman und Mait Patrail stehen große Fragezeichen.

Die Liste der Abgänge ist lang geworden bei den Recken. Was zunächst nach einem seichten Schnitt aussah, weitet sich zu einem radikalen Umbruch aus: Torwart Martin Ziemer – weg (geht nach Berlin), Rechtsaußen Torge Johannsen – weg (Ziel unbekannt), Linksaußen Lars Lehnhoff – weg (Ziel unbekannt). Seit Beginn der Woche steht fest: Auch Kapitän Kai Häfner verlässt die Handball-Recken der TSV Hannover-Burgdorf vorzeitig Richtung Melsungen. Vier Recken-Ikonen sind auf einen Schlag Geschichte. Und es könnte noch mehr Spieler treffen.

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Srsen-Abgang sehr wahrscheinlich

Dass Domagoj Srsen einen neuen Vertrag erhält, gilt als äußerst unwahrscheinlich. Sportchef Sven-Sören Christophersen hatte ihn im Sommer als Ersatz für sich selbst im Abwehrzentrum verpflichtet. Doch der Kroate und Cousin von Kreisläufer Ilija Brozovic konnte nie überzeugen.

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Mit allen Mitteln: Für den Recken Ilija Brozovic gibt's kein Durchkommen. ©

Bleibt Mait Patrail?

Einer, der die Rolle von Chris­tophersen in der Abwehr übernehmen könnte, ist Mait Patrail. Doch auch sein Verbleib ist weiter ungewiss. Der Vertrag des Esten läuft aus. Problem: Er kann sich nicht zeigen nach seinem Anfang November erlittenen Kreuzbandriss. Patrail ist zwar „inzwischen in der Trainingshalle angekommen, muss aber noch individuell trainieren“, sagt Christophersen. „Da gibt es noch keine Zweikampfsituationen“, anhand derer man ableiten könnte, wie stabil Patrail wirklich ist und ob der Rückraumriese (seit 2012 in Hannover) wieder zu alter Stärke zurückfindet.

Christophersen will "nichts riskieren"

„Wir haben damals gesagt, dass wir das Ganze bewerten, wenn er vollständig aufs Spielfeld zurückkehren kann. So weit sind wir noch nicht“, erläutert der Sportchef, der im Austausch mit Patrails Berater steht. Christophersen will vorsichtig sein und „nichts riskieren“ mit einer zu frühen Entscheidung. Doch Patrail läuft natürlich die Zeit davon. Ein Einsatz noch in dieser Saison ist eher unrealistisch.

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28. Spieltag: SG Flensburg-Handewitt (A), Donnerstag, 19. März 2020, 19 Uhr ©

Und Sorgenkind Pavel Atman? Der immer wieder verletzte Russe hat zwar einen Vertrag bis 2020. Schwer vorstellbar aber, dass er doch noch in die große Lenkerrolle hineinwächst, die die Recken für ihn einst vorgesehen hatten.

Mit Häfners Abgang sind "zwei, drei Optionen mehr aufgepoppt"

Priorität hat die Suche nach einem Häfner-Ersatz für die halb rechte Rückraumposition. „Mit dem vorzeitigen Abgang des Kapitäns sind zwei, drei Optionen mehr aufgepoppt, weil jetzt jeder weiß, dass wir da eine Vakanz haben“, erklärt Christophersen. Zwei konkrete Optionen standen aber schon vorher fest. Eine, „wo eine Ablöse fällig wird, und eine, wo keine fällig wird. Die wägen wir gerade gegeneinander ab.“

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