25. September 2020 / 09:40 Uhr

Letzter Test gegen Magdeburg: Corona hat die Recken nur kurz aus dem Takt gebracht 

Letzter Test gegen Magdeburg: Corona hat die Recken nur kurz aus dem Takt gebracht 

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Genügend Abstand:
 Die Recken-Profis (im Hintergrund) kommen unbeschadet aus dem Test am vergangenen Freitag beim HSV Hamburg. 
Genügend Abstand: Die Recken-Profis (im Hintergrund) kommen unbeschadet aus dem Test am vergangenen Freitag beim HSV Hamburg.  © Witters
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Nachdem alle Coronatests bei der TSV Hannover-Burgdorf negativ ausgefallen sind, konnte das Training am Donnerstagnachmittag wieder aufgenommen werden. Am Freitag (19 Uhr) steht das letzte Testspiel vor dem Bundesligastart an - beim SC Magdeburg. Wieder mit dabei ist Evgeni Pevnov, der der Abwehr zu "deutlich mehr Stabilität" verhelfen soll. 

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Das Coronavirus hat die Recken in der Vorbereitung auf die Bundesliga nur kurz aus dem Takt gebracht, ihnen quasi eine Zeitstrafe aufgebrummt. Am Donnerstag haben sie wieder trainiert, am heutigen Freitag um 19 Uhr steht der letzte Test beim SC Magdeburg an.

Fünf Spieler des Zweitligisten HSV Hamburg, vor einer Woche Testgegner der TSV Hannover-Burgdorf, hatten sich infiziert. Die Recken sagten vorsichtshalber sofort das Training am Mittwoch ab.

Spielplan der TSV Hannover-Burgdorf in der Bundesliga-Saison 2020/21

<b>5. Spieltag:</b> Bergischer HC (H), Donnerstag, 22. Oktober 2020, 19 Uhr Zur Galerie
5. Spieltag: Bergischer HC (H), Donnerstag, 22. Oktober 2020, 19 Uhr ©

Magdeburg zeigt sich verständnisvoll

Alle Profis sind inzwischen jedoch negativ getestet worden. „Dennoch haben wir einen wichtigen Tag in dieser Phase verloren, das ist schon ärgerlich. Aber es zeigt auch, wie schnell es gehen kann“, sagt Recken-Sportchef Sven-Sören Chris­tophersen. Über den Recken-Test in der Magdeburger Getec-Arena berichtet der MDR in einem Livestream (Sport im Osten), 1000 Zuschauer sind zugelassen.

Vermutlich haben sich die Hamburger erst nach dem mit 35:34 gewonnenen Test gegen Hannover infiziert, sie wiesen keine Symptome auf. Für den HSV ist damit der Saisonstart am 2. Oktober geplatzt. „In der jetzigen Situation ist es wichtig, jede Gefährdung der Spieler auszuschließen“, so Christophersen. Die Magdeburger zeigen sich verständnisvoll, sie wollen trotz der Vorkommnisse gegen die TSV antreten.

"Was ich in unserer Chat-Gruppe lese, ist positiv. Es hilft ja sowieso nichts, wir müssen das Beste draus machen."

Recken-Coach Carlos Ortega hat seine Planung umgestellt. Am Donnerstag ließ er nur einmal trainieren, dafür gibt es am Freitag eine weitere Einheit am Vormittag. Für Ortega besonders wichtig: Das Hin und Her mit Corona hat die Mannschaft offenbar gut weggesteckt. „Was ich in unserer Chat-Gruppe lese, ist positiv. Es hilft ja sowieso nichts, wir müssen das Beste draus machen“, so Ortega.

Er selbst hat für den wichtigen finalen Test (Saisonauftakt ist am 1. Oktober daheim gegen GWD Minden) ebenfalls ein gutes Gefühl, und das speist sich nicht zuletzt aus einer Personalie: Evgeni Pevnov ist wieder fit und hat am Donnerstag normal trainiert. „Er bringt der Abwehr deutlich mehr Stabilität. Die anderen können sich an ihm orientieren, Evgeni ist einfach sehr wichtig“, sagt der Trainer. Durch Pevnov hat Ortega deutlich mehr Möglichkeiten.

Recken-Abwehr zuletzt anfällig

Bei den jüngsten zwei Niederlagen in Hamburg und daheim gegen Erstligaaufsteiger Coburg zeigte sich die Recken-Abwehr anfällig. „Wir haben das alles gründlich analysiert und jede Kleinigkeit ganz genau besprochen“, betont Ortega.

Für den einen oder anderen jungen Spieler, mutmaßt er, könnte es ein wenig zu viel gewesen sein in den vergangenen Wochen. „Das kann schon passieren. Da ist es dann umso wichtiger, dass Spieler wie Evgeni helfen und unterstützen“, sagt Ortega.

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Kuzmanovski macht Fortschritte

Ein weiterer Lichtblick ist Filip Kuzmanovski, der seine Achillessehnenprobleme offenbar fast überwunden hat. „Er ist gesprungen und hat geworfen, es sieht gut aus. Ich hoffe, er ist im ersten oder zweiten Bundesligaspiel dabei“, so der Coach.

Die Partie in Magdeburg sieht Christophersen als schwierigen Test, in dem jeder noch einmal die Chance habe, sich zu zeigen: „Und jeder sollte sie nutzen. Die Mannschaft muss sich in der Abwehr besser präsentieren, das hat oberste Priorität. Sie muss wieder ein anderes Gesicht zeigen.“