01. April 2022 / 18:44 Uhr

Viel los bei den Recken: Frust nach Magdeburg-Pleite, Mävers nicht im DHB-Kader

Viel los bei den Recken: Frust nach Magdeburg-Pleite, Mävers nicht im DHB-Kader

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Geknickt: die Recken Domenico Ebner (von links), Justus Fischer und Veit Mävers.
Geknickt: die Recken Domenico Ebner (von links), Justus Fischer und Veit Mävers. © IMAGO/Jan Huebner
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22:30 beim Tabellenführer der Handball-Bundesliga verloren, nicht für den nächsten Lehrgang der Nationalmannschaft berufen – es war eine Woche zum Vergessen für Veit Mävers. Und dennoch sagt der 21-Jährige: „Ich arbeite hart, daran ändert sich nichts.“

Am Tag danach fühlt sich Recken-Spielmacher Veit Mävers etwas kaputt und ein bisschen enttäuscht. Von der ersten und zweiten Welle war die TSV Hannover-Burgdorf überrollt und ziemlich durcheinandergewirbelt worden beim SC Magdeburg. Beim Spitzenreiter der Handball-Bundesliga setzte es ein 22:30.

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„Wenn du mit acht verlierst, ist es unter dem Strich keine gute Leistung gewesen, damit können wir nicht zufrieden sein“, so Mävers und bezog seinen eigenen Auftritt ausdrücklich mit ein.

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Unterdessen hat Bundestrainer Alfred Gislasson den 21-jährigen Mävers nicht für den nächsten Lehrgang der Nationalmannschaft berufen. Mit 18 Mann bereitet sich das DHB-Team auf die WM-Qualifikationsspiele gegen die Faröer vor. Als gelernte Mittelmänner sind Luca Witzke und Juri Knorr nominiert.

"Das tut meiner Motivation keinen Abbruch"

„Ich akzeptiere das natürlich so, obwohl es schade ist“, sagt Mävers, „aber es kommen ja noch viele Maßnahmen und ich hoffe, da in einige hineinzurutschen.“ Am Freitag trainierten die Recken noch, für das Wochenende setzte Trainer Christian Prokop individuelle Einheiten an. Mävers will auf jeden laufen, eine längere Runde durch die Eilenriede drehen. „Dass ich nicht nominiert bin, tut meiner Motivation keinen Abbruch. Ich arbeite hart, daran ändert sich nichts“, so Mävers. Was er sich auf jeden Fall vorgenommen hat: Das Magdeburg-Spiel noch einmal anschauen und analysieren.

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Das hat Kreisläufer Evgeni Pevnov schon getan. „Man kann sich die Niederlage schönreden, andere Teams sind hier ja schlimmer unter die Räder gekommen. Aber wir hatten uns mehr vorgenommen, das ist klar.“ Nun ist wieder Pause, erst am Sonntag, 10. April, geht es bei den Füchsen Berlin weiter – dem Tabellenzweiten. „Vielleicht ist die Pause ganz gut. Wir wissen auf jeden Fall, dass wir langsam in die Pötte kommen müssen“, sagt Pevnov.

Jugendzertifikat mit Stern das Positive in dieser Woche

Die Berliner sind mit der TSV Hannover-Burgdorf der einzige Verein, der von der HBL zum achten Mal in Folge das Jugendzertifikat mit Stern für herausragende Nachwuchsarbeit erhalten hat. Das ist die gute Nachricht für die Recken in dieser Woche. „In den vergangenen Jahren ist es uns gelungen, immer mehr Spielern den Sprung in unsere Profimannschaft zu ermöglichen. Allein in unserem aktuellen Kader stehen insgesamt fünf Spieler, die aus unserem Unterbau stammen“, sagt Nachwuchskoordinator Heidmar Felixson, „weitere haben bereits oben angeklopft und konnten ihre ersten Einsätze verzeichnen.“

Auch Veit Mävers stammt aus den eigenen Reihen. „Unser Ziel ist es, jungen Handballern die bestmögliche sportliche und schulische Ausbildung zu bieten und so auf den Profihandball sowie das weitere Leben vorzubereiten“, sagte Recken-Geschäftsführer Eike Korsen.

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