08. Oktober 2019 / 08:32 Uhr

Nach Niederlage gegen Melsungen: Wohin geht der Blick der Recken?

Nach Niederlage gegen Melsungen: Wohin geht der Blick der Recken?

Carsten Schmidt
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
 Die Recken waren nach der Niederlage gegen Melsungen enttäuscht. 
Die Recken waren nach der Niederlage gegen Melsungen enttäuscht.  © imago images/Eibner
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Die TSV Hannover-Burgdorf musste nach zehn Pflichtspielsiegen in Folge bei der MT Melsungen die erste Niederlage hinnehmen. Die Gründe dafür sind vielfältig. Der Blick richtet sich indes schon auf das nächste Topspiel am Sonntag in der TUI Arena gegen den SC Magdeburg. 

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Es gibt eine Pause im hannoverschen Handball-Märchen. Mit der 25:31-Niederlage der TSV Hannover-Burgdorf gegen die MT Melsungen in der Kasseler Rothenbach-Halle ging eine Serie von zehn Pflichtspielsiegen (inklusive Pokal) seit dem Saisonstart zu Ende. Doch mit Trübsalblasen wollten sich die Recken gar nicht lange aufhalten. „Kopf hoch und weiter“, sagte Co-Trainer Iker Romero. Kapitän Fabian Böhm meinte: „Wir haben 14 Punkte nach acht Bundesliga-Partien und sind immer noch Tabellenführer, wer hätte das vor Saisonbeginn gedacht?“

Olsens Ausfall wiegt schwer

Der Aufwärtstrend beim Tabellen-13. der Vorsaison ist nicht nur in der Tabelle abzulesen. Die Recken haben den personellen Umbruch (sechs Ab-, drei Zugänge und sieben Aufrücker aus dem eigenen Talenteschuppen) bisher bravourös gemeistert und waren auch in Melsungen nicht chancenlos. „Bis zum 15:15 kurz vor der Pause haben wir auf Augenhöhe agiert“, sagt der Sportliche Leiter Sven-Sören Chris­tophersen. Dennoch gab es den ersten Dämpfer, für den es folgende Erklärungen gibt.

Die Defensive: „31 Gegentore sind nicht unser Anspruch“, sagte Böhm. Christophersen sah Schwächen im Rückzugsverhalten, Timo Kastening ergänzte: „Melsungen ist enorm hohes Tempo gegangen.“ Zudem schied Cristian Ugalde (Rückenverletzung) vorzeitig aus, der in der 5:1-Formation den wichtigen vorgezogenen Part ausübt.

Morten Olsens Ausfall: Der Däne passte kurz vor Spielbeginn wegen einer Wadenverletzung. Das nahm der Recken-Offensive das Überraschungsmoment, auch wenn der junge Schwede Alfred Jönsson (21) als Vertreter solide und ballsicher agierte.

Das sind die nächsten Spiele der TSV Hannover-Burgdorf in der Saison 2019/20

<b>10. Spieltag:</b> Rhein-Neckar Löwen (H, Tui-Arena), Donnerstag, 17. Oktober, 19 Uhr Zur Galerie
10. Spieltag: Rhein-Neckar Löwen (H, Tui-Arena), Donnerstag, 17. Oktober, 19 Uhr ©
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Melsungen mit starker Vorstellung - Häfner überzeugt

Die fehlende Kraft: Die Pause nach dem 26:20-Pokaltriumph in Flensburg bis zum Bundesliga-Spiel in Hessen betrug noch nicht einmal 70 Stunden. „Wir haben keinen so großen Kader“, sagte Romero. Kastening ergänzte: „Melsungen hat auf jeder Position zwei Klasseleute und konnte häufiger wechseln.“ Wie leer die Recken-Akkus gelaufen waren, zeigten die Konzen­trationsschwächen in der Offensive vor allem in der zweiten Halbzeit.

Der starke Gegner: Melsungen hat außer dem breiten Kader und dem Tempospiel eine enorme physische Stärke zu bieten, die schon Magdeburg (29:31-Niederlage) und die Rhein-Neckar Löwen (26:31) in Kassel zu spüren bekamen. Zudem spielte sich Torwart Nebojsa Simic in einen Rausch, er zeigte 13 Paraden, darunter waren drei abgewehrte Siebenmeter.

Kai Häfner: Der Ex-Kapitän der Recken traf siebenmal für Melsungen gegen die früheren Kollegen. „Kai hat das Spiel mitentschieden“, sagt Kastening. „Er kennt ein Stück weit unsere Absprachen in der Defensive und konnte darauf reagieren.“

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Topspiel gegen Magdeburg steht an

Den Recken bleibt nur knapp eine Woche Zeit bis zum Duell gegen das nächste Topteam Magdeburg (Sonntag, 16 Uhr, TUI Arena). Bisher sind 6500 Karten verkauft worden, sodass sich die Spieler auf lautstarke Unterstützung von den Rängen freuen dürfen. Und mit vollem Kader und vollen Akkus steigen die Chancen auf weitere Punkte und mindestens einen einstelligen Tabellenplatz am Saisonende. Wie drückte es ein Melsunger Ordner nach dem Spiel aus: „Hannover hat eine richtig gute Mannschaft, die weiter vorn mitmischen kann.“

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