06. Oktober 2019 / 17:42 Uhr

Serie gerissen! Recken kassieren in Melsungen die erste Saisonniederlage 

Serie gerissen! Recken kassieren in Melsungen die erste Saisonniederlage 

Carsten Schmidt
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Carlos Ortega konnte mit der Leistung in Melsungen nicht zufrieden sein. 
Carlos Ortega konnte mit der Leistung in Melsungen nicht zufrieden sein.  © imago images/Eibner
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Nun hat es auch die TSV Hannover-Burgdorf erwischt: Die Recken unterlagen bei der MT Melsungen mit 25:31 - und kassierten damit die erste Pleite der Saison. Vor allem in der zweiten Halbzeit konnte das Team von Carlos Ortega nicht an die vorherigen Leistungen anknüpfen. 

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Jetzt hat es die Recken doch erwischt. Im elften Pflichtspiel der Handball-Saison setzte es gestern die erste Bundesliga-Niederlage. Deutlich mit 25:31 (15:17) unterlagen sie bei der MT Melsungen. Die finanzstarken Hessen zeigten, dass sie auch sportlich zu den Topteams dieser Saison gehören. „Der Sieg von Melsungen geht so in Ordnung“, sagte der Sportliche Leiter der Hannoveraner, Sven-Sören Christophersen. Dennoch hätte die Mannschaft von Trainer Carlos Ortega auch ohne Morten Olsen (Wadenverletzung) mehr erreichen können, hätte sie die Leistung der ersten 25 Minuten für die ganze Spielzeit konservieren können.

"17 Gegentore in einer Halbzeit dürfen uns nicht passieren"

Ausschlaggebend für den ersten Recken-Rückschlag war insbesondere, dass die bisher so starke Defensive Löcher zeigte. „17 Gegentore in einer Halbzeit dürfen uns nicht passieren“, sagte Kapitän Fabian Böhm. Christophersen ergänzte: „Das Rückzugsverhalten war nicht optimal.“

Timo Kastening, der im nächsten Jahr das Melsunger Trikot tragen wird, machte noch einen anderen Grund aus. „Die Belastung war doch zuletzt recht hoch, da war dann bei dem einen oder anderen auch der Akku leer, auch wenn wir bis zum Schluss gekämpft haben.“ Die Einschätzung galt auch für die eigene Leistung. Kastening agierte unglücklich und zeigte vom Siebenmeterpunkt Schwächen.

Das sind die nächsten Spiele der TSV Hannover-Burgdorf in der Saison 2019/20

<b>10. Spieltag:</b> Rhein-Neckar Löwen (H, Tui-Arena), Donnerstag, 17. Oktober, 19 Uhr Zur Galerie
10. Spieltag: Rhein-Neckar Löwen (H, Tui-Arena), Donnerstag, 17. Oktober, 19 Uhr ©
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Häfner spielt gegen seinen Ex-Club

In einer Hinsicht landete der Rechtsaußen aber einen verbalen Volltreffer schon vor der Partie. „Dieses Spiel wird sich Kai Häfner nicht entgehen lassen“, sagte Kastening. Häfner hatte am Dienstag einen Kopftreffer beim Pokalspiel in Leipzig davongetragen. Doch gegen seinen Ex-Klub spielte der rechte Rückraumspieler von Beginn an und hatte sogar eine Umarmung für die früheren Kollegen aus Hannover vor dem Anwurf parat. Auf dem Parkett ruhte allerdings jede alte Verbundenheit, Häfner warf das erste MT-Tor zum 1:1 und traf insgesamt siebenmal.

Die Recken hielten zunächst das Duell aber offen und steckten den Ausfall des bisher überragenden Dänen Olsen weg. Es entwickelte sich eine sehr intensive erste Halbzeit. Die Führung wechselte permanent, keine Mannschaft konnte sich bis zur 30. Minute auf zwei Treffer Differenz absetzen. Dann aber unterlief den Recken ein ärgerliches Zeitspiel, das die Schiedsrichter zudem recht früh angezeigt hatten. Der Gastgeber nutzte den Ballgewinn und ging mit einer 17:15-Führung in die Pause, die mehr als glücklich war. Im hannoverschen Angriff überzeugten bis dahin Kapitän Fabian Böhm (bester Recken-Werfer mit sechs Toren) und Nejc Cehte. Alfred Jönsson spielte solide auf der Olsen-Position, ohne allerdings das Überraschungsmoment zu schaffen, das den Dänen an guten Tagen auszeichnet.

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Schwache zweite Halbzeit

Zu Beginn des zweiten Abschnitts brachten sich die Recken mit zu vielen ausgelassenen Chancen weiter ins Hintertreffen. Torwart Nebojsa Simic wurde mit zahlreichen Paraden zum MT-Held in der ausverkauften Rothenbach-Halle.

Zehn Minuten vor Schluss hieß es 26:20, den Recken wurden nach dem Wechsel gnadenlos Grenzen gesetzt. Es gilt, vor allem die ernüchternde zweite Hälfte schnell aus den Kleidern zu schütteln. Am nächsten Sonntag kommt in die Tui-Arena mit Magdeburg das nächste Spitzenteam.

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